Was ist eigentlich ein Wunsch?

Was ist eigentlich ein Wunsch? Ein Wunsch folgt einer Sehnsucht. Etwas in uns regt sich und wünscht sich etwas – etwas anderes, als das, was wir im Moment erleben. In schwereren, herausfordernden Zeiten fühlte es sich manchmal so an, als hätten wir den Garten verlassen, um in den Keller zu gehen und aufzuräumen und wir wünschen uns nichts mehr, als wieder fröhlich, glücklich und zufrieden zu sein.

Natürlich wissen wir, dass aufräumen wichtig ist – schließlich hatten wir es schon oft genug getan und werden es auch weiter tun – und doch sehnen wir uns nach unserem Garten zurück.

Ein Wunsch ist immer nur ein Anfang. Er ist eigentlich nur das Fokussieren auf ein Ziel. So ein Wunsch, so ein Ziel gestaltet sich. Wie ein Rosenbusch wird er gepflegt und getrimmt. Man erkennt erst im Wachsen was genau man sich eigentlich wünscht. Aus einer ersten Sehnsucht entsteht ein Wunsch und wenn wir diesen Wunsch genauer betrachten (warum wir ihn haben und was wir damit zu erreichen hoffen) dann fokussieren wir uns und schärfen unseren Blick. Der nächste Schritt ist dann unsere Energien in die Richtung zu bündeln, die wir einschlagen wollen.

Der alternative Nobelpreisträger und brillante Wissenschaftlicher Prof. Dr. Peter Dürr erklärt, dass Energie der Aufmerksamkeit folgt. Und das hat sich immer wieder gezeigt. Nicht nur bei physikalischen Experimenten, sondern auch in unserem Leben.

Aber da gibt es auch noch den Zeitfaktor, den wir gerne unterschätzen. Nicht nur ein Marathon braucht Zeit. Zehn, zwanzig, fünfzig Kilometer lassen sich nicht in ein paar Minuten zu Fuß überwinden.

Es ist nicht immer einfach dem eigenen Seelenweg zu vertrauen. Ich vertraue mittlerweile meinem. Er hat sich für mich als wahr herausgestellt. Er wurde immer und immer wieder überprüft. Ich weiß, dass nur dann etwas passiert, wenn es im Einklang mit meinem Seelenweg steht. Meine Persönlichkeit mag sich etwas vornehmen, sich etwas wünschen, aber es tritt nicht ein, weil meine Seele – ich als Seele – einen passenderen Plan habe. Es gibt immer einen Grund für ein Stocken.

Wir sind hier – in diesem Körper und in diesem Leben – weil wir etwas erfahren wollen. Unsere Seele hat diesen Körper und diese Umstände gestaltet, damit sie erfahren kann, wie es ist, Gott in Menschenform zu sein.

Was ist Gott in Menschenform?
Gott ist Schöpfung. Und wir sind das auch. Wir erschaffen und kreieren jeden Tag unser Leben neu: Wie wir uns verhalten. Für was wir uns entscheiden. Für was wir uns nicht entscheiden. Worüber wir reden. Was wir denken. Mit was wir uns beschäftigen. Welche Stimmungen wir kreieren. Welche Wärme oder welche Kälte wir vermitteln. Mit wem wir uns abgeben. Wie wir diese Zeit in diesem Körper auf dieser Erde verbringen.

Wir sind ein Teil Gottes wie die Sonnenstrahlen ein Teil der Sonne sind. Auch sie sind von der Sonne, wie wir von Gott sind. Damit wir dieses Abenteuer hier in unseren Körpern und auf unserem Planeten intensiv erleben können, hat sich ein Vorhang des Vergessens über uns gelegt und es ist unsere Aufgabe, diesen Vorhang zu lichten. Wie wir uns für eine Reise mit der passenden Kleidung eindecken, so haben wir uns hier mit der passenden Persönlichkeit eingedeckt. In unserer gesellschaftlichen Struktur haben wir uns angewöhnt den Intellekt als höchstes Gut zu sehen und so ist es für unsere Persönlichkeit einfach, dem Verstand die höchste Kompetenz zuzuschreiben. Doch unsere Seele ist der Schöpfer und der Verstand muss in die zweite Reihe. Dort wo er hingehört. Das macht er natürlich nicht ohne dementsprechendes Geschrei.

Es ist nicht immer einfach in die Stille zu gehen und sich selbst zu hören. Wir sind konditioniert anderen zuzuhören. Von Kindesbeinen an haben wir unserer Umgebung zugehört, sie beobachtet und von ihr gelernt. Sich wieder ganz auf sich selbst zu fokussieren erfordert eine Kehrtwendung. Eine Kehrtwendung nach Innen.
Stille. Dunkelheit. Einsamkeit – all das wird häufig mit Angst assoziiert. Wir sind alleine! Niemand ist für uns da! Oh Gott wie furchtbar! Ich empfinde das anders: Oh Gott, wie wunderbar.

In der Dunkelheit, in der Stille, in der Einsamkeit finden wir uns selbst. Und das ist ein Tunnel durch den wir gehen müssen. Ohne diesen Tunnel erreichen wir das Ziel nicht. Da können wir noch so viele Ohms singen und noch so viele Seminare buchen.
Es ist unser eigener Weg und er wird alleine gegangen.

Manchmal kennen wir uns zu wenig, um uns selbst zu vertrauen. Meistens liegt es daran, dass wir eben nicht genug Zeit alleine verbracht haben. Wir haben uns nicht wirklich um uns und unsere Bedürfnisse gekümmert. Und ich rede hier nicht von Egomanie. Ich rede von einem Verständnis für sich selbst – welches das Verständnis für andere nicht ausschließt. Nur wenn wir uns selbst lieben und achten sind wir in der Lage es auch bei anderen zu tun. Das, was wir suchen, ist tief in uns: Der göttliche Funken. Die Schöpferkraft. Und die kann man nur alleine entdecken. Wirklich und völlig alleine.
Dazu braucht es Zeit.

Das kann man sich nicht wünschen.
Das muss man üben.

 

1 Antwort
  1. Elke Jacobs
    Elke Jacobs says:

    liebe Frau Fox, ich finde Ihre Bücher spannend und jetzt gerade lese ich ein älteres Exemplar “ die Sehnsucht unserer Seele.Ich hatte das Gefühl ich lese da über mich.Alles stimmte .Ich hatte als Kind das Gefühl nicht dazu zu gehören. Hatte eine Imaginäre Freundin. Später als Teeni erfand ich den ersten Freund…die Ähnlichen sind so viele ,ich mag jetzt nicht alles schreiben aber es ist geradezu unheimlich. Vor 7 Jahren( bin 58) hatte mein Mann eine Hirnblutung. Ich habe zu seinen Schutzengeln gebetet mit größter Angst in mir.Ich hatte eine Vision von 3 Engeln die Karten spielen.Es passte denn mein Mann spielte gerne mit seinen Freunden.Die 3 guten Wesen zeigten mir den Daumen nach oben und lächelten.Nach der Not OP erzählte mir der Arzt es war schlimm all das Blut im Gehirn und er betete das es aufhört zu bluten.Genau das passierte in dem folgenden Moment.Mein Mann hat sich trotz aller schlechten Prognosen wieder erholt bis auf einige Einschränkungen aber er ist wieder da. Was ihre Bücher mir in vielen Jahren beigebracht haben hat mir sehr geholfen denn ich denke mein Mann hätte vieleicht sich anders entschieden ohne unsere Gebete. Ich bin dankbar das man gebrauchte Bücher bekommen kann denn ich habe viele Expemplare auf diesen Weg lesen dürfen. Übrigens jetzt gerade habe ich im Fernsehen gehört das Martin Rütter (Hundetrainer sein Hund ist mit 15 Jahren gestorben) ein neuer Hund zugelaufen ist.Was für ein Zufall…Wenn der Wunsch da ist, die Seelen finden uns….

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