Ich mag nicht mehr …

Wenn etwas nicht stimmig ist, dann bemerke ich das zuerst an einer eigenartigen Ruhelosigkeit. Mein üblicher Zustand von Entspannung und Gelassenheit weicht einem Genervt-sein und dem klaren Eindruck, dass irgendetwas nicht im Gleichgewicht ist. Ich kenne das schon. Es begleitet mich mein ganzes Leben lang. Früher wollte ich dieses Gefühl nur loswerden. Heute will ich es zwar auch loswerden, aber mit dem Unterschied, dass ich weiß, dass es eine Nachricht für mich hat. Nur welche?

Es dauert manchmal Tage, manchmal Wochen. Mein Gehirn überlegt. Meine Meditationen verbringe ich mit Fragezeichen. Die Unruhe bleibt. Ich bespreche mich mit meinem Liebsten und mit meinen engsten Freunden. Höre zu, was sie zu sagen haben und versuche zu begreifen, was ich damit machen soll. Ich warte ab. Unruhig zwar, aber ich warte ab.

Ich weiß das dauert und ich weiß, es hat einen Grund. Und den gilt es zu erforschen.

Dabei hilft Klartext. Mir hilft dabei das Schreiben. Also zuerst eine Zusammenfassung: Ich bin 63 Jahre alt. Seit über 30 Jahren meditiere ich und erforsche innere Welten und Weiten. Ich möchte wach leben, Frieden sein und vermitteln und meine Mitmenschen unterstützen, denn ich habe selbst erfahren, wie anders und erfüllender das Leben sein kann, wenn wir unserem Seelenweg folgen. Dazu gibt es 17 Bücher, 6 Online-Kurse, viele Youtube-Videos, über 60 Podcasts, Meditationen und Mantren und einen Haufen Artikel und Interviews. Ich weiß, dass ich eine unendliche Seele bin und ich weiß auch, dass ich ein Ego (Persönlichkeit) habe, das gerne wichtig sein möchte.

Tja, und da beginnt das Dilemma: Muss ich wirklich zu all dem, was es schon gibt (und nicht nur von mir) regelmäßig etwas hinzufügen? Reicht das denn noch nicht? Und: Wie wichtig ist es mir wichtig zu sein?

Ich weiß, dass ich mich völlig zurückziehen kann. Im Laufe meines beruflichen Lebens als Autorin, Vortragende und spirituelle Lehrerin habe ich das immer wieder für zwei, drei Jahre getan. Ich brauche diese Zeiten der Stille, um mich meinem Wachstum zu widmen. Und doch regte sich nach einer Weile etwas in mir: Ein innerer Impuls wieder sichtbarer zu werden.

Ist es Pflichtbewusstsein? Ist es Ego? Ist es die Basis meines Seelenweges?

Wenn ich mit dem Gedanken spiele, mich völlig aus einem öffentlichen Leben zurückzuziehen, dann zögert etwas in mir.  Mich einzubringen in diese neue Zeit, ist mir auch ein Anliegen. Und das fühlt sich tiefer als mein Ego an. Ich möchte gerne – falls gewünscht – Unterstützung sein. Erfahrungen teilen. Und trotzdem schwanke ich immer wieder zwischen dem kompletten Rückzug ins Private auf der einen Seite und auf der anderen Seite einer Unterstützung und damit logischerweise auch Sichtbarkeit nach Außen. Eine für mich funktionierende Balance habe ich noch nicht gefunden. Und ich ahne auch warum. Ich bin gerne mit meinen LeserInnen in Kontakt (außerhalb meines monatlichen Newsletters) und überlege mir immer wieder, ob es nicht eine andere Art gibt, ohne auf Facebook oder Instagram zu sein – und damit eine Firma zu unterstützen, die den eigenen Profit über das Gemeinwohl stellt. Eine Alternative habe ich bisher nicht gefunden.

Manchmal schwanke ich zwischen „was möchte ich unterstützen“ und „was bringt mir Freude“. Gelegentlich ist es das Gleiche. Oft aber auch nicht. Trotz allem weiß ich, dass ich vor einer Kreuzung stehe. Und ja, ich weiß, ich habe schon wieder zu oft ja gesagt und das hat sich jetzt am Jahresende geballt. Und doch bleibt die Frage: Ist das Ego oder Seelenweg? Nur Seelenweg? Nur Ego? Eine Mischung von beidem?

Als ich zuerst mit meinem Liebsten darüber sprach („Gönne Dir eine Pause.“) und dann mit meinem Seelenbruder LD Thompson, kam von ihm folgender Satz: „You don´t want to be driven anymore“. Ich wusste sofort, was er meinte und es ist ein Satz, der nicht einfach zu übersetzen ist.

Google meint: „Ich möchte nicht mehr gefahren werden.“

Ich schmunzelte darüber und doch stimmte es irgendwie. Ich möchte nicht mehr, dass meine Persönlichkeit mich fährt. Eine andere Übersetzung wäre: Ich möchte mich nicht mehr selbst antreiben. Das bedeutet immer noch und zu oft das zu tun, was ich tun „sollte“. Und das sind meistens Dinge, die ich entweder selbst von mir erwarte oder die von mir erwartet werden oder von denen ich glaube, dass sie erwartet werden. Und die Fragen: „Ist das gerade passend? Und fühlt sich das wirklich richtig an?“ geraten in den Hintergrund.

Tja. Die Erwartung.

Ich enttäusche ungern. Und da bin ich bestimmt nicht allein. Ich bekomme sehr viele wunderbare Kommentare und Emails zu meinen regelmäßigen Podcasts, zu meinen Youtube Veröffentlichungen, zu meinen Online-Kursen und Büchern. Das berührt mein Herz. Es berührt aber auch mein Ego. Und doch ist es nicht nur die Erwartung von Anderen, sondern eben auch meine eigene. „Nützlich sein zu wollen“ ist ein innerer Drang von mir. Den kann und will ich nicht auf Andere schieben. Es ist mein Problem. Meine Herausforderung.

Der Grund warum ich nie eine Firma um mich herum aufgebaut habe, ist folgender: Ich schätze meine Freiheit. Ich will ja und nein sagen können, ohne dass ein Apparat hinter mir ins Schwanken gerät. Ich will mich in Stille zurückziehen können, ohne dass mir Mitarbeiter*innen sagen, dass das nicht geht, denn da gibt es Verpflichtungen, die die Firma am Leben halten. Meine einzige Verpflichtung ist mein spirituelles Wachstum und das braucht eine Form von Freiheit. Das heißt aber auch, dass ich vieles allein machen und organisieren muss. Trotzdem gibt es da noch mein Pflichtbewusstsein, was leider (oder Gott sei Dank – je nach dem) sehr ausgeprägt ist.

Diesen Satz „You don´t want to be driven anymore” habe ich mir aufgeschrieben. Wie ich alles aufschreibe, was mir wichtig ist. Will ich, wollen wir uns weiter antreiben lassen oder wollen wir vom „Doing“ ins „Being“ kommen? Ich möchte diesen tiefen Frieden nicht immer wieder reduzieren, weil mein Ego da draußen mitspielen will. Frieden sein und Frieden verbreiten geht nur, wenn ich Frieden BIN.

In den letzten drei Jahren habe ich die Langsamkeit zu schätzen gelernt. Das Being – das Sein ist mir vertrauter geworden. Ich erfreue mich an den kleinen Dingen. Ich genieße es, nur draußen zu sitzen und zu beobachten. Ich schaue gerne den Vögeln zu, die vor unserem Wohnzimmerfenster jeden Tag alles aufpicken, was ich da an Sonnenblumenkernen (die sie eindeutig bevorzugen) reinlege. Und doch ist da die Stimme in meinem Kopf, die hofft, dass ich wieder so werde wie früher und von mir verlangt DRIVE FASTER – mach mehr! Und die es gerne hat „wichtig“ zu sein, gehört zu werden. Meine innere Umstellung ist noch nicht vollständig vollzogen. Wie wir in unserem Zuhause von Öl auf erneuerbare Energien umgestellt haben, so habe auch ich mich umgestellt. Nur – bei mir ist anscheinend noch ein Rest von Öl im Tank. Und diese alte, lange Gewohnheit puscht mich immer wieder in Richtung mehr.

Ich mag nicht mehr.

Ich mag weniger: Weniger Müssen. Weniger Anstrengung. Einfach von allem was mühsam ist … weniger. Klar gibt es manchmal Dinge, die keine Freude machen und die zu erledigen sind, das holt mich aber nicht aus meinem Frieden. Das erledige ich ganz entspannt. Was mich aus meinem Frieden holt, ist die Angewohnheit des Tun-müssens – und die erschaffe ich mir regelmässig selbst.

Ich gehe vom Sein ins Getriebensein.

Sehenden Auges. Und dann schickt mir meine Seele diese Unruhe. Nach meinem Gespräch mit LD bin ich in meinen Garten gegangen. Es war dunkel, fast Mitternacht, eine Art Schneeregen da draußen. Stürmisch. Passend zu dem, was ich empfand. Ich wusste, es müssen Entscheidungen getroffen werden und – eigentlich war es nur eine: I don´t want to be driven anymore. Ich will mich nicht mehr antreiben. Es heißt ja auch Ein-fall und nicht Ein-mach. Machen kann ich. Jahrelang bis zur Perfektion geübt.

Wenn ich etwas begreife – wirklich begreife – dann geht es mir so, wie vielen von uns: Ich setzte es um. Ich treffe eine Entscheidung. Ich mache, was ich erspüre. Und so richtete ich meinen Blick nach oben – in die Unendlichkeit der Nacht – und versprach mir selbst, mir dazu mehr Raum zu geben.

Das heißt für mich, dieses tun müssen zu beenden. Mir viel mehr freien Raum zu lassen, in dem Neues entstehen kann und vielleicht eben auch eine neue Art von Unterstützung meiner Mitgeschöpfe. Dazu braucht es Zeit. Aber wenn ich meine Zeit mit meinem „Pflichtprogramm“ verbringe, dann kann sich nichts Neues entwickeln. Das bedeutet erst einmal das Pflichtprogramm abzustellen: Keine Interviews. Keine Podcasts. Kein Facebook. Kein Instagram – außer in mir sagt mein Herz: „Ja.“

Als ich das Geschriebene nochmals durchlese, muss ich genau an dieser Stelle schmunzeln: „Sabrina, wirklich? Und das klappt? Das hast du doch schon ein paar Mal probiert und bist immer wieder zurückgefallen. Du kennst Dich doch: Du bist bisher immer wieder aus deinem tiefen Frieden ins Getriebenwerden gerutscht, weil du Ausnahmen gemacht hast!“

Ja, das stimmt. Ich brauche einen kompletten Reset, einen Neustart. Ich muss meine Ölversorgung abstellen. Die auch immer wieder angeheizt wird durch den Vergleich: Was machen andere WegbegleiterInnen, die auch den spirituellen Weg unterstützten und dazu neue Bücher, Kurse und Podcasts machen? „Siehst Du“, meint mein Ego dann, „die unterstützen mehr Leute, die machen mehr, die erreichen mehr!“  Tja, da ist es wieder: Mehr. Mehr. Mehr.

Obwohl ich meinem Ego nicht mehr folge, so höre ich es doch.

Hört das jemals auf? Oder muss ich jedes Mal mein Ego daran erinnern, dass es erstens jede Menge Veröffentlichungen von mir gibt, dass ich mich zweitens sowieso nicht wiederholen will und drittens, dass es das nicht nur aus Nächstenliebe möchte, sondern auch weil es eben auch mag, wichtig zu sein? Und wenn wir diesen Körper verlassen, diese Art von Wichtigkeit sowieso verschwindet?

Nach einer Meditation wurde mir klar, was es braucht: Eine wirklicher Reset. Für drei Monate. Das fühlt sich gut an. Diese drei Monate geben mir Zeit, die neue Art der Versorgung (Sein statt Getriebensein und weg von meiner inneren Ölversorgung) zu vertiefen. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich danach den neuen Weg klarer erkennen werde. Jetzt ist das Ende des Jahres nahe und das gibt mir Gelegenheit das aufgeräumt zu hinterlassen, was ich jetzt in eine Pause schicke. Dazu werde ich wahrscheinlich noch eine Woche brauchen.

Selbst mein Ego ist dafür.

Ich bin gespannt, wie es weitergeht. Interessanterweise hatte ich gestern noch einen Podcast aufgenommen. Kann sein, dass der vor der Pause noch kommt. Mein Pflichtbewusstsein ist dann doch ziemlich hartnäckig …

 

26 Kommentare
  1. Anne S. sagte:

    Liebe Sabrina, das hast Du so schön geschrieben und findet so viel Anklang bei mir. Mein Verstand meint Dich verstehen zu können ;)
    I feel you even more. Nimm Dir die Zeit und bis bald :)

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  2. Alex sagte:

    Ich wusste sofort was du meinst mit dem Satz „ich don’t want driven anymore“
    Und ich kann es sehr gut nachvollziehen.
    Deine Texte berühren mich, geben mir Tiefe und Leichtigkeit und fühlen sich so „zuhause“ an….du hast mir schon so oft Impulse, Gedanken und Erinnerungen geschenkt …und dafür danke ich dir so sehr. Du bist ein Geschenk für diese Welt.

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  3. Anna sagte:

    Liebe Sabrina, ich verstehe dich und deinen Wunsch nach Rückzug sehr gut. Nur werde ich dich und deinen Podcast vermissen. Und ich freue mich schon von neuen Dingen und Ideen in einigen Monaten zu hören. Alles Gute und lieben Gruß Anna :)

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  4. Kathrin Walter sagte:

    Liebe Sabrina, wie radikal ehrlich du doch bist. Das tut gut. Es braucht Demut um an diesen Punkt zu kommen. Allen Segen auf deinem Weg.

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  5. Andrea Löw sagte:

    Liebe Sabrina! Du hast deine LeserInnen und ZuhörerInnen so gut genährt, dass (ich zähle mich dazu) wir für geraume Zeit bestens damit arbeiten können, sie zelebrieren können, während du dir Zeit für dich nimmst. Viel länger sogar als 3 Monate, denn deine Bücher und Inspirationen sind in vielerlei Art und Weise JEDERZEIT erhältlich und abrufbar. 3 Monate ist ein gutes Maß für Rückzug. Und es wird ja nur ein halber Rückzug, denn kreative Menschen wie du einer bist, bekommen ja grad in der Stille Inspiration, also zumindest einen Schreibblock bereithalten : ) Ich wünsch dir eine gute Zeit! Wenn du spürst, dass es gut wäre, nimm ein paar Fastentage hinzu. Für Körper, Geist und Seele. You know.

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  6. Kristina sagte:

    Eines der wichtigsten Zeilen und darüber würde ich gern mehr wissen, erfahren..das in mir erforschen finde ich extrem schwer. Ich halte beobachtend auch aus und komme offt nicht so einfach drauf. Grossartiger Text.Besten Dank!!!

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  7. Christiane sagte:

    Liebe Sabrina,

    Du sprichst mir sooooo sehr aus der Seele, ich danke Dir von ganzem HERZEN dafür. ❤️
    I can feel you, my dear sister.
    Ich bewundere nicht nur Deinen Mut, Deine Arbeit sowieso, sondern auch Deine Weisheit und Deine wahrhaftige Ehrlichkeit. DANKE dafür.
    Ich wünsche Dir eine gesegnete Auszeit, möge Dein Ego leiser werden und auch neue Wege gehen. Mögest Du glückselig sein mit viel Zeit für Genuss, Muße, Meditation, in der Natur sein, whatever… Enjoy!
    Love, light and peace
    Christiane

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  8. Helena sagte:

    Liebe Sabrina,
    ich kenne das Gefühl, wenn sich etwas, was ich ursprünglich aus Freude und freiwillig gemacht habe in „Pflicht und Müssen“ verwandelt, der Antreiber im Nacken sitzt, als ob das Ego/ Unterbewusstsein diesen Bereich gekapert hätte. Vielleicht liegt es an der Regelmässigkeit, die tiefere Spuren eingräbt auch im physischen, so, dass man nicht mehr so einfach abweichen kann. Vielleicht, weil man etwas dem Unterbewusstsein zur Automatisierung überlassen hat, ohne sich jedes einzelne Mal aus dem Jetzt heraus neu entschieden zu haben und sich dabei wirklich frei gefühlt hat. Ich glaube auch, dass ich noch einiges an altem Benzin in den Zellen habe, wohl auch viel in Form von Müssen und Unfreiheit meiner Vorfahren. Es fühlt sich auch körperlich unangenehm an, von der Vorgabe abzuweichen.

    Danke für Dein Mitteilen, was in Deinem Inneren vorgeht! Ich glaube, dass innere Erkenntnisse und Wachstum eines jeden zudem über das gemeinsame morphische Feld allen zur Verfügung gestellt wird und man nicht wirklich etwas versäumen kann.
    Der Grund, weshalb ich so gerne Videos ansehe oder etwas von Gleichgesinnten lese ist weniger, dass ich neue Informationen erhalte sondern, dass ich mich dadurch verbunden und im Austausch fühle. Und je mehr jemand seinem eigenen wahren Selbst näher ist, desto mehr spüre ich diese Verbundenheit, so als wären wir im selben Raum.
    .
    Liebe Grüsse Helena

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  9. Elke sagte:

    Liebe Sabrina
    Von Herzen Danke für die vielen inspirierenden Momente u Aha-Erlebnisse, die ich im Laufe der Jahre durch deine wunderbare spirituelle Arbeit erfahren durfte u konnte.
    Alles Liebe für Dich.❤️
    Wie sagst du am Ende deiner podcast s immer so schön 🤩
    ENJOY LIFE 🤩🙏🏻

    Elke

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  10. Conny Feldmann sagte:

    Liebe Sabrina,

    wenn man nicht mehr für etwas brennt, dann fehlt das innere Feuer. Pflicht und Treue erfüllen wir nur ganz und gar mit Begeisterung, wenn wir davon komplett überzeugt sind. Andernfalls geht es so langsam nicht mehr, da die Flamme am Erlöschen ist.

    Gibt es Zweifel? Fehlt etwas, um sich wieder komplett richtig zu fühlen? Ist da ein Loch, welches gefüllt werden möchte? Aber mit was? Und diese Unruhe?

    Beobachte Dich voller Liebe aus der Ferne. Schon lange. Und schicke Dir viel Licht und Liebe, meine Seelen-Freundin, egal, was einst gewesen.

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  11. Angelika sagte:

    Liebe Sabrina, ich finde es immer ganz wunderbar, wenn du zum Schluß von deinem Podcast sagst „ENJOY LIFE „. Das solltest auch du machen! Ich mag deinen Podcast sehr gerne und freue mich immer darauf, aber er darf nicht zur Belastung für dich werden. Mach eine Pause und genieße das Leben!!

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  12. Cornelia Stecken sagte:

    Liebe Sabrina,
    ist nicht all das, was dir/uns Menschen in unserem DaSein begegnet, Seelenweg? Beginnend mit der Inkarnation ins Leben? Der Seelenweg, den wir als bewusster, erwachter Mensch mit all seinen Facetten wahrzunehmen lernen?
    Das Ego, das Pflichtbewusstsein, die Liebe, die Abneigung, die Hinwendung, die Bewertung…
    Danke für Alles, was du gibst.
    Alles Liebe, Cornelia

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  13. Ulrike sagte:

    Liebe Sabrina ich vermisse Dich. Fast täglich höre ich einen Podcast von Die. Du hast eine so wunderbare Stimme und ich kann ganz ruhig werden. Bin 71 und würde gern weitere Erfahrungen von Dir hören. Natürlich kann ich Deine Auszeit sehr gut nachempfinden. Wäre für mich als Dauerrückzug sehr schade
    Herzlich Deine Ulrike

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  14. Marga sagte:

    Liebe Sabrina, erst heute habe ich dieses hier gelesen, nachdem ich schon befürchtete, dir sei evtl. etwas zugestossen …. Glücklicherweise ist es nur eine Pause. Deine Zeit der Entscheidungsfindung ist sogar möglicherweise bald abgeschlossen? Es wäre sehr sehr schade, wenn du in den völligen Rückzug gehen würdest. Wer sagt denn, dass man immer zwischen ganz oder gar nicht entscheiden muss? Wie wäre denn die Variante: Ganz nach Impuls – sowohl zeitlich als auch quantitativ flexibel und ungetrieben? Wäre schön, wieder von dir zu hören/lesen – wenigstens gelegentlich! Du warst mir 30 Jahre lang eine so wertvolle Begleiterin, Marga.

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  15. Maryam sagte:

    Liebe Sabrina,
    erst nach deinem heutigen Newsletter habe ich deinen Blogeintrag gelesen. Deine Worte trafen sehr meinen Zustand, den ich z. Zt. selbst empfinde, aber noch gar keine Worte dafür fand.
    Es ist schön, dass du dich wieder hier zeigst. Aber es ist genauso schön und wert-voll, dass du nur für dich dir Zeit nimmst, dich nicht mehr antreibst und vielleicht auch nicht antreiben lässt? Es geht ja oft ineinander über, die Erwartungen von außen, auch von Menschen, die man liebt und daher gern erfüllen möchte und eben das innere Bedürfnis, die Anerkennung von außen zu bekommen.
    Ich schätze dich sehr und hoffe und wünsche dir sehr, dass dieser Reset, dieser Neustart für dich gelungen ist, dass du nicht mehr „gefahren wirst“ und einfach „bist“.
    Und vielleicht braucht es ja auch immer wieder mal diese Art von Reset.😊
    Alles Liebe, Maryam

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  16. christine sagte:

    Liebe Sabrina, wie ähnlich scheint mir deine innere „Auseinandersetzung“ der meinen.
    Ich befinde mich mit 73 vor der inneren Weichenstellung, wie weiter.
    Vor gut einem Jahr ließ ich den größten Teil der Dinge los, die mich bis dahin begleitet haben und zog allein in eine kleine preiswerte Wohnung am Wasser. Die See immer meine Sehnsucht.
    Es erwist sich jedoch nicht als das, was ich mir für die noch kommenden Jahre wünsche, vor allem nicht, was ich brauche.
    Dachte, ohne Auto mit geringem Budget brauche ich die Stadt. Auch für Kontakte und berufliche Möglichkeiten.
    Ich bin Bilder- und Büchermacherin und auf Zuverdienst angewiesen.
    Da partnerlos, verwitwet, geschieden, Kinder tot oder verschollen, brauche und suche ich die Begegnung. Mittels meiner Kunst als Brücke und im persönlichen Gegenüber. Das ist mir neben dem schöpferischen Tun, das Wichtigste.
    Als ganz junges Ding kam mir als Antwort auf die Frage, was ich werden will: Eine weise alte Frau. Da war nix mit Kunst o.ä.
    Ab und zu blitzt diese Erinnerung neuerdings in mir auf.
    Ich sehne mich nach einem einfachen Leben in Stille.
    Bin nun dabei, das zu formen.
    Mag auch die Annehmlichkeiten der Stadt, Bahnhof, Einkaufen, Zahnarzt…
    Weil das schnell zu Erledigende mir Zeit für meine schöpferische Arbeit schenkt.
    Das mit der weisen alten Frau ist für mich irgendwie verbunden mit noch mehr Loslassen und „nur“ Sein.
    Ich fühle mich überhaupt nicht in Balance jetzt.
    Ich frage auch noch zuviel, wie soll es gehen, anstatt es mutig und klar zu formulieren und dann vertrauensvoll weiter zu gehen.
    Geduld und Vertrauen sind die Wackelpunkte, obwohl ich die unbewußten wunderbaren Zusammenhänge und Fügungen schon so oft gespürt habe.
    Das Suchen ist wohl auch schon eine wichtige Seinsfrage. Das darf ich würdigen und mich nicht nur auf einen Endpunkt fixieren.
    Ich sagte zu einem Freund, es passiert nichts, es bewegt sich nichts, das macht mich fertig. Er sagte, es bewegt sich immer was, und er hat recht.
    Liebe Grüße und einen guten Weg
    Christine

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    • Sabrina Fox sagte:

      Liebe Christine,
      ich kenne diese Zeiten des inneren Erforschens und auch Wartens. Da gibt es einen Blog von mir der heißt, der Zug der nicht abfährt: https://sabrinafox.com/der-zug-der-nicht-abfaehrt/
      Ich hatte ihn damals in den Wechseljahren geschrieben. Oft erlebe ich – nicht nur bei mir, sondern auch meinen Freunden und Freundinnen, diese Zeiten des Wartens. Vielleicht ist das wie beim Wachsen der Pflanzen im Frühling: Unter der Erde tut sich viel. Nur oberhalb sieht man/frau es noch nicht ….
      Sei umarmt, Sabrina

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  17. Petra sagte:

    Einfach mal nur DANKE für diesen Beitrag. Ich finde mich zu 100 % wieder 🙏
    💖liche Grüße und vielen Dank für dein Sosein.

    Petra

    Antworten
  18. Bodo sagte:

    Liebe Sabrina

    Danke Danke Danke von Herzen für diese wundervollen Zeilen. Ich bin sehr berührt. Für mich bedeutet es dieses Alles darf sein. Mal ist es so und dann mal wieder das Andere. Wir dürfen jedes mal nach innen lauschen und hören was diese innere Stimme uns zuflüstert. Und immer wieder fühlen…Fühlt es sich jetzt, genau dieses „Jetzt“, füjhlt es sich richtig und wahrhaftig an. bin ich in Resonanz mit der Liebe und mit mir und diesem Sein. Authentisch sein. Erst mal ich mit mir. Oh Gott ….ich muss hier mal einen Punkt machen. Mir kommen gerade so tiefe Gefühle ……….In Liebe Bodo

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