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Intuition ist gleich Wissen

Im März des gerade vergangenes Jahres schrieb ich einen Blog zum Thema: Wenn die Seele durch den Körper spricht. Der Inhalt kurz zusammengefasst: Wir waren damals auf der Suche nach einem neuen Zuhause – es gab Eigenbedarf – und wir suchten nach Bauernhäusern und Vierkanthöfen. Ich beschrieb, wie mein Körper bei Häusern reagierte, die nicht für mich passen: Er schickte mich in die Erschöpfung. Ich wurde – kaum hatte ich das besichtigte Haus verlassen – sofort extrem müde und musste mich hinlegen. Mehr als einmal hielt ich den Wagen an und wechselte auf die Beifahrerseite, um unter den anfangs besorgten Augen meines Liebsten sofort in einen erschöpfenden Tiefschlaf zu fallen.

Wir hatten ein Jahr Zeit – also bis Ende Februar 2018 – um etwas Neues zu finden. Oft wünschen wir uns allerdings eine schnelle, eine „sofortige“ Lösung. Wir Menschen haben es gerne aufgeräumt.

Aber es braucht Zeit.

Die richtige Zeit.

Es wurde Sommer und wir fanden nichts. Manchmal wurde ich schon müde, wenn ich nur ins Auto einstieg, um ein neues Objekt anzuschauen und ich wusste, den Weg kann ich mir eigentlich sparen. Ich machte es trotzdem. Einmal meinem Liebsten zu Liebe, der das Gefühl brauchte, dass wir etwas aktiv unternahmen und wir erfuhren auch jedes Mal etwas Interessantes: Manchmal die Gewissheit, dass die Gegend garantiert nichts für mich, nichts für uns ist. Manchmal eine Klärung für das, was man unbedingt braucht. Manchmal war es einfach ein schöner Ausflug in unser bayerisches Hinterland. Manchmal traf man nette Leute, mit denen man sich austauschen konnte.

Doch nie gab es in mir das Gefühl: „Ja, da gehöre ich hin.“ Meinem Liebsten passierte es öfter. Es gab zwei, drei Häuser, die er sich gut hätte vorstellen können und mein Kopfschütteln war auch immer mit einer Besorgnis über eine weitere Enttäuschung für ihn verbunden. Er nahm es gelassen. Diese gemeinsamen Entscheidungen haben ihre eigenen Qualitäten. Was brauche ich? Was brauchst Du? Was brauchen wir gemeinsam? Immer auch verbunden mit dem Impuls sich selbst treu zu bleiben und die tiefe Gewissheit, dass wir im Umland von München etwas finden werden, was für uns beide passt. Dabei natürlich auch immer ein tiefes beiderseitiges Verständnis, wenn es ein Haus gab, dass ich mir so gar nicht, er sich aber so gut vorstellen konnte.

Gleichzeitig wurde mir klar, dass es die Mischung ist, die ich brauche. Einen Teil meiner Zeit auf dem Land und einen Teil meiner Zeit in meiner Heimatstadt München zu verbringen. Die Stadtwohnung zeigte sich schnell – in sich ein kleines Wunder …

Es wurde Herbst und wir suchten immer noch etwas Gemeinsames auf dem Land. Ich hatte schon von Anfang an das Gefühl, dass es Oktober, November wird und der Oktober ging vorbei, ohne dass sich etwas auftat. Allerdings „sah“ ich in einer Meditation das neue Zuhause: Es war weiß. Und zweistöckig.

Ende November machten wir uns auf den Weg zu einem Haus im Umkreis vom Chiemsee. In dem gleichen Ort ist das Seminarhaus Jonathan. Ein Seminarhaus gleich um die Ecke? Das klang spannend. Das Haus war weiß – allerdings mit dunklem Holz oben verkleidet („Gilt das?“, fragte ich mich) und es war etwas zu klein für uns – Stanko braucht ein Atelier zum Malen – doch wir waren bereit die Garage dafür umzubauen. Es könnte passen. Preislich etwas unter unserem Budget, was ja auch sehr angenehm ist. Weiter Blick nach vorne. Nachbarn nach hinten. So wie ich es auf meiner Wunschliste hatte. Die Wegstrecke nach München war über 90 Minuten und auf dem ersten Rückweg hörte ich meine innere Stimme laut und deutlich sagen: „Das wird dir zügig auf die Nerven gehen.“

Wir sprachen darüber, ob wir es nehmen sollen und entschieden uns dafür. Die Nähe des Chiemsees war verlockend. Pro und Contra fanden ihren Platz. Und ich begann zu verhandeln – um eine Auszugszeit im Februar, statt im Juli; um Dinge die noch gemacht werden müssen – und merkte, dass ein Teil von mir sich wunderte, was ich hier mache. Nur welcher Teil wunderte sich? War es meine Seele, die sich wunderte warum meine Persönlichkeit da verhandelt oder war es meine Seele, die verhandelt und meine Persönlichkeit sich wunderte was wir hier machen?

Ich beobachtete mich genauer. Schaute mal wieder nach, was mein Körper mir für Zeichen gab und es war ganz klar zu erkennen: Mein Herz war schwer.

Das war nicht gut.

Ich bekam einen Anruf von der Maklerin und sie sagte mir, dass ich morgen Bescheid kriegen würde, aber „zu 98% klappt das schon“. Ich legte auf und beobachtete meinen Körper. Der ganze Oberkörper fühlte sich dicht und schwer an. Mein Liebster und ich meditierten gemeinsam und beide erspürten wir keine Erleichterung. Ich rief die Maklerin an und sagte das Haus mit den Worten ab: „Mein Herz ist zu schwer.“

Bei solchen Sachen ist es immer wieder spannend zu beobachten, was denn die Persönlichkeit/das Ego dazu sagt. Das Ego will umziehen. Das Ego will es erledigt haben. Das Ego hätte schon 20 Häuser vorher zu einem einigermaßen passenden „Ja“ gesagt.

Doch die Seele wartet. Die Seele wartet, weil die „richtige Zeit“ noch nicht gekommen ist. Die Seele weiß, dass die richtige Zeit kommt. Die Persönlichkeit/das Ego allerdings will fertig werden. Es ist die Herausforderung doch nicht voreilig ja zu sagen. Trotzdem zu warten. Auch wenn es eng wird. Da trennt sich das Wissen von der vagen Hoffnung …

Je mehr wir uns umschauten, desto näher wurde uns die Gegend, in der wir schon wohnten. Wir hatten neue Freundschaften entwickelt, die wir gerne behalten wollten. Der Gedanke keimte häufiger und häufiger auf, in der Nähe zu bleiben und der große Kreis, den wir am Anfang gezogen und in dem wir gesucht hatten, wurde sehr viel kleiner.

Ich merkte auch, wie entspannt ich weiterhin blieb. Knapp drei Monate zu unserem Auszug? Das Hauskaufen ist da noch gut zu schaffen. Ich rief meine Umzugsfirma an, um schon mal einen Termin für den Auszug zu bestimmen: 28. Februar. „Wohin geht es?“ fragte er mich. „Ich weiß es nicht,“ lachte ich, „aber auf jeden Fall raus.“  Ich rief die Besitzer unseres jetzigen Zuhauses an und bestätigte ihnen, dass wir auf jeden Fall Ende Februar draußen sind. Auch sie hofften mit uns. Jemand meinte, wir könnten doch bestimmt noch länger drin bleiben, wenn wir eben bis Ende Februar noch nichts gefunden haben. Das kam für uns nicht in Frage. Wir ziehen aus. Wir haben lange genug Zeit bekommen.

Ich fing an Schränke und Schubladen von unwichtigem zu trennen und sortierte aus. Ich war ja erst 1 1/2 Jahre vorher aufgrund einer extrem hohen Mieterhöhung aus meiner großen Wohnung in München zu Stanko aufs Land gezogen und war doch erstaunt, was sich da wieder zum loslassen anbot. Ich beschloss zwei Sofas zum aufpolstern zu geben, verschenkte und verkaufte ein paar Dinge. Ich bat Stanko ebenfalls „Umzugsbewegung“ in unser Leben zu bringen. Auch er fing an wegzugeben, aufzuräumen, auszusortieren. Damit öffneten wir unsere Energien Richtung Umzug, Richtung neues Zuhause.

Ich bewegte mich, als wenn ich wüsste, wohin wir ziehen. Im Außen hatte sich noch nichts gezeigt, aber im Inneren war ich mir sicher. Die besorgten Fragen unserer Freude beruhigte ich: „Das Haus kommt, da bin ich mir sicher. Und das Haus ist weiß. Das habe ich in einer Meditation gesehen.“ Und eine weitere Information tat sich auf: „Es kommt in zwei Wochen.“

Dann sahen wir ein Exposé von einem weißen Haus. 10% über unserem Budget. Aber machbar. Wir konnten es noch nicht besichtigen, denn die Person mit dem Schlüssel war noch zwei Wochen verreist. Wir fuhren trotzdem hin. Schauten uns im Außen um und merkten, das könnte es sein. Ich fing an meine Bank zu informieren, die Unterlagen dazu waren schon seit März dort. Rief meinen Notar an, und sagte ihm, dass ich wahrscheinlich noch in diesem Jahr einen Termin bräuchte. Ich verkaufte ein Investment, das ich schon vorbereitet hatte. Ich bekam weiterhin automatisch Angebote von Immoscout und Immowelt, die ich bis dato aufmerksam studierte, aber jetzt löschte ich sie fast immer ungesehen.

Als wir es besichtigen konnten, war es klar: Das Haus war unser Haus. Ab dann bewegte sich alles zügig. Einiges musste besprochen und verhandelt werden. Die Besitzer sehr sympathisch. Zwei Tage vor dem Notartermin hörte ich in einer Meditation die Bonanza-Titel-Musik: „Dam dada damm dada damm BONANZA!!!“ – und ich wusste, dass trotz aller letzten Aufregungen zum Trotz wir in dem letzten Galopp waren.

Am Tag nach dem Notartermin holte ich einen Leitzordner hervor, in dem ich in den letzten vier Jahren Ausschnitte unter dem Motto: „Haus auf dem Land“ gesammelt hatte. Immer mal wieder habe ich aus Magazinen Seiten von Treppen, Bädern, Farben, Einrichtungen und natürlich auch von Häusern herausgerissen, die mir gefielen. Ich breitete alles auf dem Küchentisch aus und dann fischte ich die Fotos von den Häusern heraus. Als sie da so vor uns lagen und wir beide darauf schauten, lachte ich laut auf.

Mein Liebster meinte trocken: „Willst du mir sagen, dass wir 35 Bauernhäuser umsonst angeschaut haben?“

Häuser-mit-großen-Fenstern

Ich nickte. Vor uns auf dem Tisch lagen nur moderne Häuser mit großen, bodenhohen Fenstern. Alle hell. Alle irgendwie gleich und alle so ähnlich wie das Haus , dass wir gerade gekauft hatten. Kein einziges Bauernhaus weit und breit. Sofort erinnerte ich mich an den Rat meines Lehrers Solano, der mir vor Jahren sagte: „Sammle, was Dir an Häusern gefällt und nach einer Weile wirst deine Sammlung dich darüber informieren, was du im Tiefsten deines Herzens möchtest.“

Mein Kopf wollte ein altes gemütliches Bauernhaus.

Mein Herz wollte bodentiefe Fenster, viel Licht und Weite.

Aber alles in mir wusste: Das richtige Haus kommt. Intuition ist Wissen. Je mehr wir unserem Seelenweg vertrauen, desto klarer wird er für uns. Früher wäre mir das nicht möglich gewesen. Ich wäre emotional tagtäglich durchgeschleudert worden. Ich hätte mir Sorgen gemacht, imaginäre Probleme gewälzt, mich in möglichen Szenarien verloren, schlaflose Nächte gehabt.

Es ist wahr, ein waches Leben macht das Leben einfacher. Das zu erleben öffnet das Herz für eine große Dankbarkeit.

 

 

8 Kommentare
  1. Julia Geschl says:

    Liebe Sabrina!

    Ich lese gerne deine Blogeinträge, Bücher und Artikel im Engelmagazin. Deine Worte berühren meine Seele und mein Herz. Sie sind wie Balsam und tun gut. Vielen Dank für deine Engelarbeit auf dieser Welt.

    Derzeit fühle ich auch ganze stark einen persönlich Wandel. Ich weiß, meine derzeitige Arbeit (ich bin Lehrerin) ist nicht mehr meine Bestimmung. Jetzt heißt es für mich geduldig und voller Urvertrauen an das Himmlische zu sein, denn noch hat sich kein neuer Weg aufgetan…auch wenn ich darüber mehrmals schon meditiert habe. Vielleicht kannst du mir noch ein paar Tipps geben? Das wär ausgesprochen lieb von dir. Ich weiß nur, ich muss auch spirituell tätig werden zum Wohle aller. Nur wie genau?

    Ein gesegnetes, neues Jahr sowie viele lichtvolle, glückselige Augenblicke im
    Hier und Jetzt wünsche ich dir!

    Deine Freundin,
    Julia

    Antworten
    • Sabrina Fox says:

      Liebe Julia,
      je mehr wir in einem inneren Einklang leben, desto mehr inspirieren wir andere allein durch unser Sein. Ich bin sicher, Du inspirierst schon – besonders auch Deine SchülerInnen. Zum Wohle „aller“ – das ist glaube ich nicht zu schaffen. Es geht um unser eigenes Wohl und um das Wohl, das wir verbreiten und je klarer und wacher wir selbst werden, desto mehr Freude, Wärme und auch Klarheit verbreiten wir. Und damit verbreiten wir Wohl. Was kann es schöneres geben?
      Sei umarmt,
      Sabrina

      Antworten
  2. Barbara Maucher says:

    Liebe Sabrina,
    dein Beitrag finde ich super. Ja wie oft lenkt uns unser Ego ab von dem was wirklich für uns bestimmt ist. Ich bin dabei meinen Job zu kündigen, die Kündigung ist bereits geschrieben,, da er mich einfach zuviel Kraft kostet. Meine Seele sagte mir bereits vor 6 Monaten den Schritt zu tun. Doch das liebe Ego: Ich bin schon im Februar 60, da finde ich nichts mehr, es gibt mir Sicherheit und. und.und. Mein Umfeld genau die gleichen Töne. Ja manschmal ist es wichtig zu kündigen ohne doppelten Boden, ohne bereits einen Job zu haben, erst dann öffnen sich Türen. Unser Ego spielt einfach gerne mit uns und wir lassen dies zu.
    Nochmals danke für deinen Beitrag und ganz viel Freude und Fülle in deinem neuen Heim
    Von Herzen Barbara

    Antworten
  3. Traudl-Sarsavati says:

    Liebe Sabrina,

    danke für diesen schönen Artikel. Du hast mich mit diesem Schreiben total mitgenommen in deine Haussuche. Es war spannend. Und schön.

    Das eine oder andere hat mich bestätigt, aber ich habe auch einiges gelernt. Vor allem merkte ich beim Lesen, dass ich „zu klein“ denke.

    Auch ich plane „eventuell“ im Jahr 2018 mein Umfeld zu verändern. Wie gesagt, eventuell. Ich werde alles veranlassen, was geht und dann wird es kommen (wenn es sein soll). Und ich weiß, dass es klar ist, wenn es richtig ist. Im Grunde habe ich alle meine Wohnungen so bekommen (nur manchmal vergesse ich das wieder;-)).

    Viel Freude in deinem neuen Haus. Und alles Gute im Jahr 2018. Auch an alle, die das lesen.

    Liebe Grüße
    Traudl-Sarasvati

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  4. Regina Maaß says:

    Liebe Sabrina,

    wie immer, lese ich deinen Beitrag mit einem Lächeln im Herzen und einem Gefühl …das kenne ich doch!

    Wir haben vor 14 Jahren ein Haus gesucht, sind ein Jahr von einem zum anderen gefahren und haben nichts passendes gefunden. Daraufhin haben wir unseren Mietvertrag verlängert, der inzwischen abgelaufen war. Kaum hatten wir die Verlängerung vereinbart, kam uns „unser Haus“ ins Haus geflattert.

    Ich hatte schon immer gesagt, dass mein Haus eine Backsteintreppe hat, die in den Wald führt. Mein Mann wollte ein Haus, modern mit viel Glas, schwarzem Holz etc. Aber da passte meine rötliche Backsteintreppe nun ganz und gar nicht rein. Also war es klar, so ein Haus wird es für uns nicht geben.

    Als wir dann das Angebot bekamen, stand ich vor einem kleinen Haus, etwas traurig, innen sehr düster und teilweise verschimmelt. Es gefiel mir so gar nicht. Aber dann ging ich durch die Küche Richtung Garten und da war sie: meine Backsteintreppe!!! Ich habe zur Eigentümerin gleich gesagt: „Das ist es, von dieser Treppe habe ich geträumt“. Hinter unserem Garten gibt es ganz viele Waldbäume wie Kiefern und Tannen und man könnte meinen, die Treppe führt in den Wald :). Mein Man hat uns ein wirklich süßes Haus daraus gezaubert und natürlich durfte er die alte Treppe nicht abreißen, sondern nur verkleiden. Ich war mir sicher, das würde sonst Unglück bringen.

    Nun wohnen wir schon 13 Jahre hier, fühlen uns pudelwohl und sind mit unserer Wahl sehr zufrieden. Genau das wünsche ich dir und Stanko auch. Möge es eure Träume erfüllen und ein Teil von euch werden!

    Von Herzen alles Liebe und ein wunderschönes und erlebnisreiches, neues Jahr.

    Regina

    Antworten
  5. Bettina Eleisia Schmidt says:

    Liebe Sabrina,
    ich freue mich so, zu lesen, dass Ihr euer Wunschhaus gefunden habt. Danke von Herzen fürs Teilen deiner Erlebnisse. Du hattest ja bereits im Workshop in Stuttgart erzählt, dass ihr ein Haus sucht. Es ist so schön, zu sehen, dass die Seele uns alle wunderbar führt, wenn wir die Zeichen wahrnehmen und verstehen. Möge euer neues Zuhause voller Segen sein und Ihr euch wunderbar geborgen und energetisch genährt fühlt.

    Auch wir sind vor 5 Jahren zu unserem Wunschhaus geführt worden und fühlen uns so wohl wie noch zu keiner Ziet vorher.
    Wir sind mit unserer Familie erst sehr spät aus meinem Elternhaus ausgezogen und auch schon damals in 2008 wurden wir ganz zielsicher zu unserer Mietwohnung geführt, nachdem wir im Umfeld unseres bisherigen Wohnortes 5 Monate vergeblich nach einer passenden Wohnung gesucht hatten. Erst als wir als Familie mit 2 Kindern unseren Radius erheblich erweitert haben und unseren jetzigen Wohnort anvisiert hatten, ging alles sehr schnell und wir fanden eine sehr schöne Mietwohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes meines Mannes. Nach 4 Jahren war klar, dass nun die nächste Stufe Eigenheim dran war. Ich bat meinen Mann Thomas und unsere beiden Töchter, alles aufzuschreiben, was sie sich in ihrem Wunschhaus am schönsten vorstellen können und wie ihr Wunschzimmer aussehen soll. Vor allem aber richteten wir unsere Aufmerksamkeit darauf, wie wir uns fühlen wollen in unserem Haus.
    Mir war klar, dass nun nach den Wohnorten, wo ich immer das Gefühl hatte, Energie abzugeben an den Ort, die Menschen im Umfeld oder die Umgebung, dass nun ein Wohnort kommen würde, der uns allen Energie gibt, wo wir auftanken können und nicht kraftlos sind. Ein Wohnort und ein Haus unserer Bestimmung. Ich sah in einer Meditation Wichtel in einem kleinen Garten tanzen, den ich mir gewünscht hatte. Sie tanzten im Kreis und sangen: wir wissen es schon, wir kennen euer Haus, aber Du darfst es noch nicht wissen. Es ist eine Überraschung.“ Und sie lachten und freuten sich.
    So eine Vision hatte ich vorher noch nie, sie sollte etwas Besonderes sein. Außerdem bekam ich noch eine Botschaft von einer Bekannten, dass das Haus zu uns kommen würde und dass wir es nicht suchen brauchen. Ich glaube an die Botschaften und vertraue ihnen auch normalerweise. Dies jedoch war mir etwas zu unwahrscheinlich. Wie sollte das gehen. Klingelt da ein Makler an unserer Tür und sagt, er hat ein Haus für uns oder wie sollte das Haus zu uns kommen?

    Wir zweifelten an dieser Nachricht und machten uns auf die Suche. Internet, Tageszeitung… es brachte nichts. Da war auch nicht im Entferntesten etwas Ansprechendes dabei.
    Wir taten den nächsten Schritt und erzählten Freunden von unserem Vorhaben. Auch meinen Klienten und Kunden erzählte ich, dass wir ein Haus suchen. Hell, nicht zu groß, jedoch groß genug für alle Familienmitglieder, möglichst neu, mit kleinem Garten und sonnige Lage.
    Ich hatte das Gefühl, dass wir mal die Gegend abfahren sollen und einfach mal spüren, wo es uns hinzieht. Wir fuhren in unserer Gemeinde im anderen Ortsteil Richtung Wald und fuhren die kleinen Nebenstraßen ab. Da fühlte es sich gut an. Hier konnten wir es uns vorstellen zu wohnen. Jedoch fanden wir kein Angebot in dieser Gegend.
    Ein paar Wochen später hatte ich in meiner Naturmeditationsgruppe einen Wunscherfüllungs-Workshop angesetzt, damals den ersten in dieser Art, den ich angeboten habe. Es ging darum die Grundsätze der Manifestation zu vermitteln und mit Hilfe unserer geistigen Helfer unsere Herzenswünsche zu erfüllen. Ich bereitete am Morgen meine Visionstafel/Wunschtafel vor, um sie am Abend der Gruppe als Anschauungsbeispiel zu zeigen. Ich fühlte mich so wunderbar, als ich ein schönes Haus in einer Zeitschrift fand und die Aufschrift Wohlfühlgarten, Zuhause im Glück und einige persönliche Wünsche für mich und meine Familie. Ich schnitt die Bilder und Texte aus den Zeitschriften aus und klebte sie auf. Dann meditierte ich und bat um Unterstützung der Energien, denen ich mich verbunden fühle und die immer in meinen Meditationsgruppen für alle segensreich wirken. Ich erinnere mich noch sehr gut an dieses erhebende Gefühl an diesem sonnigen Morgen, als meine erste Visionstafel entstand.
    Am Abend kamen die Teilnehmerinnen zum Workshop und eine der Frauen sagte, dass sie mir etwas wichtiges erzählen wolle. Sie sagte, dass die Eltern einer Freundin ihrer Tochter ihr Haus im Nachbarort verkaufen wollen und dass es noch gar nicht offiziell sei. Es fühlte sich gleich gut an und sie vermittelte ein Gespräch mit der Familie. Bereits als wir in der Straße am Waldrand ankamen und auf das Haus blickten, schauten mein Mann Thomas und ich uns an und wir wussten, dass dies unser Haus ist. Und so war es. Es war das erste Haus, was wir uns angeschaut haben und wirklich alle unsere Wünsche unserer Familie haben sich in diesem Haus erfüllt. Es lag zwar etwas über unserem Budget, da allerdings keine Maklergebühren anfielen und der Besitzer uns noch etwas entgegen kam, konnten wir es kaufen. So kam unser Haus zu uns und es ist wirklich zum allerersten Mal so, dass ich spüre, wie ich an diesem Ort genährt werde und auftanke und alle anderen Familienmitglieder fühlen sich auch richtig wohl.
    Früher kam ich aus dem Urlaub zurück und war sofort wieder energielos. In diesem Haus unserer Bestimmung ist das anders und wir lieben es hier zu wohnen mit so viel Licht und liebevoller Naturwesenenergie, direkt am Wald und nahe zur nächsten Stadt.
    Ich hatte eins offen gelassen… Ich wusste nicht, ob ich im eigenen Haus wirken sollte mit meiner spirituellen Beratung oder ob ich einen Raum außerhalb anmieten sollte. Das gab ich ab und bat darum, dass ein Raum da sein solle, wenn es für mich und alle Beteiligten das Beste ist. Und so kam es, dass ein wunderschön heller Raum vorher als Sportraum genutzt worden war zur Verfügung stand. Dieser ebenerdige Raum, dessen große Fenster den Blick auf die alten Apfelbäume des lieben Nachbarn erlaubt, war mir sofort ans Herz gewachsen und ich liebe es, dort zu wirken.
    Wenn wir wach sind, werden so viele wunderbare Manifestationen möglich und ich bin so unglaublich dankbar für all die kleinen und großen Wunder auf meinem/unserem Weg.
    Von ganzem Herzen eine wunder-volle Zeit für euch liebe Sabrina und dass Ihr euch ebenso glücklich und fröhlich angekommen fühlt in eurem neuen Zuhause.
    Herzensgrüße
    Bettina

    Antworten
    • Sabrina Fox says:

      Liebe Bettina, herzlichen Dank für Dein Erleben. Ich freue mich darüber, dass nicht nur mein Erleben, sondern auch Dein/Euer Erleben dazu beiträgt dieses Vertrauen in die eigenen Intuition zu stärken. Danke!

      Antworten

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