Beiträge

Ihr Lieben,
offensichtlich widmen sich viele von Euch – die sich hier auf meinem Newsletter eingetragen haben – dem eigenen „Wachsein“ und damit dem Wunsch beitragen zu wollen eine wache, harmonische, sorgfältige, tolerante und liebevolle Gesellschaft mitzugestalten. Was braucht es dazu? Ich finde, es braucht besonders auch die Umsetzung von gelebtem, gegenseitigem Verständnis. Es gibt so viele Meinungen, die zu Streit und Abgrenzung führen – gerade sehr aktiv durch diverse Foren, social Media, Informationen, Meinungen – das Ganze gewürzt mit einer gehörigen Portion von Selbstinteresse, Machtwünschen, Spott und Manipulationen. Da kann ein Sog entstehen, der uns in eine Richtung bringt, in die wir vielleicht nicht wollen.

Wenn wir als spirituelle Menschen anderen nicht mehr zuhören, wer soll es dann tun? Wenn wir als spirituelle Menschen glauben, wir haben die Weisheit abonniert, wie soll da ein Miteinander entstehen? Wenn wir als spirituelle Menschen in Schwarz und Weiß einteilen, in Recht und Unrecht, in Wissen und Nichtwissen – wo bleibt die Farbigkeit und das Verständnis dass jede und jeder sein Leben durch seine eigene Brille sieht?

Sind wir langsam aber sicher gut im polarisieren geworden? Oder ist es uns weiterhin gelungen andere Entscheidungen zu akzeptieren? Gelingt es uns zu verbinden, zu entspannen, zu verstehen oder beginnen wir selbst mehr zu bewerten, zu polarisieren, über andere den Kopf zu schütteln?

Wenn uns ein Thema emotional triggert, ist es sehr interessant nachzuschauen was denn da in uns angetriggert wird. Denn die Seele erlebt die Emotionen nicht. Es ist unsere Persönlichkeit, es sind unsere Ängste, es ist eine Besorgnis welche diese großen Emotionen auslösen. Wenn wir also in die Stille unseres Seins gehen, dann finden wir dort die Ruhe und die Kraft wieder klar, liebevoll und wach uns selbst, unser Leben und unsere Umgebung zu betrachten. Und wenn es uns auch noch gelingt in allem den Blick des Verständnisses und der Großzügigkeit zu behalten, dann ist schon viel erreicht. Oder, was meint Ihr?


podcast nr 39Wie machst du das eigentlich mit dem Impfen?

Ich habe mich nun doch entschlossen, einen Podcast zu diesem Thema zu machen. Es geht nicht um Impfen/Nicht Impfen, sondern um die eigene Entscheidung UND das akzeptieren der Entscheidung anderer. Das ist ein großer Schritt in der Entwicklung der eigenen Wachheit und spirituellen Erkenntnis.
Die Podcast-Themen im letzten Monat waren:
Nr. 37 Wann werden die Probleme der anderen unsere Probleme?
Nr. 38 Von der Erkenntnis zur Umsetzung
Nr. 39 Wie machst du das eigentlich mit dem Impfen?
Nr. 40 Was denken wir über Geld?

Meine Podcasts gibt es jeden Freitag neu. Hier sind die links:
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…und natürlich hier auf meiner website


flower ladies

Frauen – die Hoffnung der Welt

Ich habe einen sehr bereichernden Text von Solano – gechannelt von meinem Seelenbruder LD Thompson auf meinem Blog veröffentlicht, den ich Euch ans Herz legen möchte. Ich habe ihn mittlerweile ein Dutzend Mal gelesen und bin gerade dabei einen Kurs vorzubereiten, denn ich halte das Thema – und was es für uns als Menschen und unsere Mutter Erde bedeutet – für enorm wichtig. Ja, es ist ein längerer Text, aber er ist es wert – finde ich. Gerne, gerne teilen. Besonders auch junge Frauen finden ihn sehr inspirierend. Zumindest ist das meine Erfahrung des Teilens.


ZDW-Die-weibliche-Kraft-kehrt-zurueck-SQ-mainDie weibliche Kraft kehrt zurück

Passend zu dem Blog habe ich bei einem Online-Summit mitgemacht, der am 21. Juni beginnt. Ihr wisst ja wie das geht: Jeden Tag werden Interviews freigeschaltet. Alicia Kusumitra hat mit mir ein Gespräch geführt über die Zeit des Wandels und der weiblichen Kraft. Sie hat den Summit ins Leben gerufen, weil sie das Eindruck hat, „dass wir schon viel zu lange das Urweibliche und unsere Intuition vergessen und uns selbst klein gemacht haben. Jetzt ist die Zeit dich an die Göttin, die Heilerin, die Träumerin, die Kriegerin und die Seherin in dir zu erinnern.deine Schöpfer/innenkraft neu zu entdeckendas vergessene Wissen der Urkraft deines Schoßraums neu zu aktivierenund Ganzwerdung auf jeder Ebene zu erfahren.“ Das Gespräch mit mir gibt es am 24. Juni ab 18.00 Uhr.


lebenslust

lebenslust

Die beste Zeit kommt noch – Lebenslust über 40

Das kann ich nur bestätigen. Schon als junges Mädchen wusste ich, dass es besser wird, wenn ich erst einmal 40 Jahre alt bin. Es ist ab 40 auch wirklich jedes Jahr besser geworden. Und das hat 23 Jahre später immer noch nicht aufgehört und ich nehme an, dass geht so weiter. Zumindest ist das mein Plan. „Die beste Zeit kommt noch“ ist das Thema dieses Online-Kongresses, der am 17. Juni anfängt und bis zum 1. Juli geht. Barbara Vödisch schreibt: „Du bekommst die besten Tipps, wie du über 40 bewusst lebst,deiner Bestimmung folgst, für finanziellen Reichtum sorgst, Alterungsprozesse verlangsamst,glückliche Beziehungen führst, dich optimal ernährst und deine Talente nutzt. Wir schaffen ein Feld, indem du auftanken, dich neu erfindenund Träume verwirklichen kannst.Lass uns gemeinsam dafür sorgen, dass wir sinnerfüllt und mit Leichtigkeit das Leben genießen.“ Hier ist der Link zur kostenlosen Anmeldung.


sinn des lebens

sinn des lebens

Gespräche über den Sinn des Lebens

Eine berufliche Reise zum Bodensee – was früher ein kleiner Sprung war – ist jetzt ein richtiges Erlebnis nach dieser langen Zeit des nicht mehr Reisens. Corinna Klein lud mich zu ihrer Sendung „Der Sinn des Lebens“ auf dem Schweizer Gesundheitsfernsehsender QS24 ein. Hier ist der erste Link zum Thema: Neugestaltung der Partnerschaft. In diesem Monat werden noch zwei Gespräche ausgestrahlt. Einmal am 14.6. um 22.00 Uhr über „Persönlichkeit und Seele“ und am 28.6. um 22.00 Uhr über „Auf freiem Fuß – also ums Barfußgehen“. Alle Gespräche gibt es auch auf Youtube.


vom glauben zum wissen

vom glauben zum wissen

Vom Glauben zum Wissen

Dies ist ein Link zu einem Video das erstmalig im Flow-Summit 2021 veröffentlicht wurde. Ich spreche über verschiedene Aspekte des aufmerksamen Lebens. Unter anderem über folgende Punkte: Die Entdeckung der Langsamkeit – Das Ego herunterfahren – Den Unterschied von Ego Wunsch oder Seelen Wunsch – Warum sind wir hier – Vom Glauben zum Wissen – und unserem energetischen Feld. Am Ende gibt es noch eine Meditation um die Verbindung zwischen unserem Power-Chakra und unserem Herz-Chakra zu vertiefen.


mutter

Das Sein und das Gehirn

Unsere Mutter spielt mit uns seit Jahren Rummy Cup. Das ist ein Spiel mit Zahlenplättchen, die man in verschiedenen Gruppierungen aneinander reihen kann und die dann auf dem Tisch ablegen darf. An dem Spielverlauf können wir immer gut erkennen, auf welchem Stand das Gehirn meiner dementen 93jährigen Mutter gerade ist. Manchmal gewinnt sie. Manchmal braucht sie viele Erklärungen. Und manchmal hat sie vergessen wie das Spiel funktioniert. Dies war eine neue Variation: Sie legte die Plättchen mit dem Rücken nach vorne ab – so dass man die Zahlen nicht mehr lesen konnte und ein Spiel nicht mehr möglich ist. Und doch lächelte sie zufrieden dabei, als sie fertig war. Ihr SEIN liebte diese Ordnung – und mein SEIN lächelte dazu.

Herzlichst,

Sabrina

Ihr Lieben,
es gibt Zeiten in denen wir begeistert vom Leben sind – und Zeiten, in denen wir das vermissen. Vielleicht ist das mit dem Zyklus einer Pflanze zu vergleichen: Nach dem Erblühen und vor dem neuen Wachsen gibt es eine Phase der Kontemplation und der Ruhe. Oft auch des Stillhaltens … oder sogar der Langeweile. Es tut sich nicht genug für unseren Geschmack – und doch wächst etwas in dieser Zeit: Das Wurzelwerk, die Wahrnehmung.
Ich spüre wieder diese Begeisterung, die fast zwei Jahre lang Zeit weg war. Der Grund für die Begeisterung? Ich erfreue mich an einer Erweiterung meines Gesangs: Ich komponiere, lerne dabei ein Tontechniker-Programm und nehme selbst neue Meditationen und Mantren auf. Und die ersten davon gibt es jetzt schon auf meiner Website: Als Geschenk zum Anhören und Herunterladen und sie können natürlich auch gerne weitergegeben werden. Über Feedback freue ich mich, und Danke an Stanko, der neben Kunst auch noch Webseiten (unter anderem meine) macht.


Frauen sind die Hoffnung der Welt

Das ist kein Aussage „gegen“ Männer (ich liebe sie auch), sondern etwas, was nach einer langen Zeit des Patriarchats immer klarer wird. Dazu braucht es jede einzelne von uns. Ich habe mit Sabrina (es freut mich, wenn ich jemanden treffe, der auch meinen Vornamen hat) darüber unterhalten, was wir denn für eine ausbalancierte neue Welt oder „Female Revolution“ (wie Sabrina Haar Ihren Online-Kongress nennt) brauchen. Mein Interview wird am 20. Mai für 24 Stunden freigeschaltet (der Kongress beginnt am 14. Mai). Am 20. Mai gibt es auch mit mir einen Live-Chat um 18.30 Uhr. Näheres kommt dann von Sabrina (der Kongressleiterin) per Email, falls Ihr Euch anmelden möchtet.


Was ist meine Berufung?

Das ist eine Frage, die wohl sehr oft gestellt wird. Was heißt das eigentlich „dem eigenen Ruf“ folgen? Lisa und Andi haben diese Frage gestellt und laden zu ihrem Berufungskongress ein. Ihr wisst ja, wie das geht: Man/Frau meldet sich an, dann bekommt man täglich einige Interviews zum Anschauen freigeschaltet. Mein Interview wird am Donnerstag, den 6. Mai für 24 Stunden freigschaltet. Hier ist der Link zum Kongress der vom 1. bis zum 11. Mai geht.


Laut oder leise?

podcast

podcast

Ist das die Angst oder die Intuition? Und: Wie meldet sich die Intuition? Viele von uns warten noch auf das große Orchester, oder das Feuerwerk, oder ein klares lautes „MACH DAS NICHT!!!“ – aber würde sich die feine Schwingung der Intuition wirklich so laut zeigen? In einem der letzten Podcast erzähle ich, wie ich meine Intuition kennenlernte und vielleicht inspiriert euch das ja zu einer Vertiefung.
Die Podcast-Themen im letzten Monat waren:
Nr. 33 – Der Klang und das Mantra
Nr. 34 – Das Erkennen der Intuition
Nr. 35 – Der eigene Raum
Nr. 36 – Zu sensibel?

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Unser Körper – die Liebe unseres Lebens

Ich liebe meinen Körper – und das war nicht immer so. Die Liebe zu meinem Körper war eine längerfristige Angelegenheit und vielleicht bin ich auch deswegen umso dankbarer für ihn. Denis und ich unterhielten uns über die Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele. Wir erforschten, wie wir mit unserem Körper sprechen können. Und natürlich auch was wir tun können, damit er sich wohlfühlt. Natürlich ging es auch darum, wie wir sorgfältiger auf die Nachrichten des Körpers hören können und ihn bei seiner Heilung unterstützen können. Dieses Video war mein Beitrag zum diesjährigen Selbstheilungs-Festival. Und dazu gibt es auch mein Buch: „Bodyblessing – der liebevolle Weg zum eigenen Körper


Der Frühling ist da und öffnet damit auch unsere Energiefelder für mehr Natur, mehr Weite und mehr Klarheit. Manchmal braucht es eben auch unsere Bereitschaft mehr Leichtigkeit in unser Leben zu lassen und genau zu schauen, ob wir in der Lage sind, aufmerksam zu beachten wohin wir unseren Fokus legen. Und die Bereitschaft zu mehr Freude und Gelassenheit ist doch auch ein gutes Ziel, oder?

Herzlichst,

Sabrina

Ihr Lieben,
meine Zeit des Rückzugs scheint ihrem Ende entgegen zu gehen. Ich merke, dass ich gerne wieder „Ja“ sage. Ich erspüre schon seit einer Weile eine neue innere Lust und eine aktivere Bewegung wieder mehr zu erschaffen. Mehr „mitzuspielen“. Dabei kommt immer wieder ein bestimmtes Thema hoch. Ich merke bei diesem Thema eine besonders kraftvolle innere Bewegung, die ich am Anfang mit einer leisen Sorge betrachtet habe. Es war eine Bewegung, die mit einem Gefühl von „Das ist nicht in Balance. Da braucht es Veränderung.“ hochkam. Gefühle, die mit einer starken Kraft kommen, werden von mir besonders aufmerksam betrachtet.
hier weiterlesen


Einiges an Videos …

sabrina bei mystica tvIch habe mich in dem längeren Video – Inneren Frieden entwickeln – mit Thomas Schmelzer unterhalten, der mit Mystica TV sehr viel Erfahrung auf dem Gebiet der Spiritualität hat. Er kennt glaube ich alle und jede*n. Und da ich schon mal da war, haben wir auch noch zwei weitere Videos aufgenommen. Vielleicht habt Ihr ja Zeit und Lust reinzuhören? Vielleicht ist es ja ein Thema das Euch interessiert?


das geheimnis der langsamkeit

Rückzug – das Geheimnis der Langsamkeit

In diesem Video erzähle ich was die Langsamkeit in unserem Leben bedeuten kann und wie wir uns mit ihr anfreunden können.


Sabrina bei Mystica TVDie Angst erforschen

Das ist – finde ich – ein so wichtiges Thema. Nicht nur in den jetzigen Zeit, sondern allgemein. Die Angst hat eine wunderbare und wichtige Seite und … sie kann zu einer Gewohnheit werden. Deshalb ist eine Erforschung unserer Ängste so nützlich.

 


Online Soultalk

Online Soultalk

Karen hat mich zu Soultalks eingeladen und bis zum 12. April werden jeden Tag zwei Interviews kostenlos freigeschaltet. Meines am 12. April. Hier ist der Link. Karen schreibt über ihre Soultalks: „Wir leben gerade in einer Zeit, in der wir manchmal das Gefühl bekommen an Situationen oder Entscheidungen ausgeliefert zu sein, die da draußen in der Welt getroffen werden. Mit dem SOUL TALK ONLINE FESTIVAL möchten wir dir aufzeigen, das genau dann, wenn es eng wird in deinem Leben oder Business, bereits in dir veranlagt schon ein neuer Weg vorhanden ist. Nutze die Zeit und verbinde dich mit der frischen Energie, der Power und Weisheit von wundervollen Frauen mit Herzbusiness und Mission, die dir Auszüge ihrer Geschichte, Impulse, AHA-Momente und Learnings mit an die Hand geben.“


Start up!

Start upDanach beginnt gleich eine Wiederholung von einem Kongress von Irene Fellner – mit neuen Interviews – über die grossartige Zeit über 40! Ich hatte schon als junge Frau das Gefühl, dass mit 40 alles leichter und besser wird und das kann ich nur von Herzen bestätigen. Wie auch bei Soultalks werden täglich Interviews freigeschaltet.
Hier ist der link dazu.


Podcast 31 Partner ändern

Die Weisheit einer Partnerschaft

Im Gespräch erzählte mir eine junge Frau, dass sie nur Partnerschaften kennt und erlebt hat in denen es viel Schmerz und Anstrengung gibt. Das muss nicht sein. Manchmal braucht es die eigene Klarheit darüber, wie wir uns in einer Beziehung verhalten wollen. In der letzten Woche sprach ich im Podcast 31 über das Thema: „Warum der Partner sich nicht ändert.“

Die Podcast-Themen im letzten Monat waren:
Nr. 28 – Vertrauen – Wo kriegen wir es her?
Nr. 29 – Mit dem Körper sprechen
Nr. 30 – Wahl der Worte

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Solano und seine neue Halbjahresklasse

solanoIch habe ja schon viel über Solano geschrieben und auch viel erzählt. Er wird von meinem Seelenbruder LD Thompson gechannelt und ist seit über 25 Jahren mein Lehrer. Er gibt eine weitere 6 Monate lange Klasse mit einer Videokonferenz einmal im Monat und den dementsprechenden Hausaufgaben. Falls Euer Englisch gut ist und Ihr in Eurem Herzen einen Wunsch nach dieser Art von intensivem Üben habt, dann schaut bitte für weitere Details auf seine website. Ich bin auch bei dieser Klasse wieder dabei.


Sabrina meditiert

Sabrina meditiert

„Warum bist du diesen Weg gegangen?“

Jede*r von uns hatte Momente in denen wir beschlossen haben, die Richtung unseres Lebens zu ändern. Meistens hat das etwas mit einer schmerzlichen Erfahrung zu tun. Mir wurden fünf Fragen gestellt, die mit meinem Weg und Wachstum zu tun hatten und die Fragen wie meine Antworten sind in diesem Blog zu lesen.


sabrina 2021Ich lerne gerne dazu. Und neben meinem Erlernen von Logic Pro X (zur Musikproduktion) mache ich auch gerade einen Kurs um Feldenkrais zu verstehen. Wie das zur Zeit gerade geht: Per Computer. Viele unserer Mitmenschen bieten gerade so Schönes und Wichtiges auf diese Art und Weise an, Und damit kann es für beide Seiten nützlich sein. Wenn wir uns schon persönlich nicht sehen können, dannn wenigstens so. Das ist auch der Grund hinter meinen Online-Kursen. Vielleicht möchtet ihr Euch die drei Kurse mal ansehen? Hier ist der link.

Frohe Ostern
Sabrina

Meine Zeit des Rückzugs scheint ihrem Ende entgegen zu gehen. Ich merke, dass ich gerne wieder „Ja“ sage. Ich erspüre schon seit einer Weile eine neue innere Lust und eine aktivere Bewegung wieder mehr zu erschaffen. Mehr „mitzuspielen“. Dabei kommt immer wieder ein bestimmtes Thema hoch. Ich merke bei diesem Thema eine besonders kraftvolle innere Bewegung, die ich am Anfang mit einer leisen Sorge betrachtet habe. Es war eine Bewegung, die mit einem Gefühl von „Das ist ungerecht. Das ist nicht in Balance. Da braucht es Veränderung.“ hochkam.

Gefühle, die mit einer starken Kraft kommen, werden von mir besonders aufmerksam betrachtet.

Und zwar nach folgenden Gesichtspunkten: „Will ich Recht haben?“ – „Bin ich in der Bewertung gelandet?“ – „Gelingt es mir, dies mit Ruhe und Gelassenheit zu betrachten?“ Kraft ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Aber es braucht ein genaues Betrachten was der „Treibstoff“ dieser Kraft ist. Ist es eine Bewertung, eine Rechthaberei – oder ist es ein Aspekt meines Seelenweges, der sich mit dieser Kraft zeigen will? Denn Kraft, das wissen wir alle, ist für vieles ein Motor. Doch da kommt es eben auch auf den Treibstoff an: Ist es Öl oder Sonne, die dieses Gefährt bewegt?

Das Thema? Dass die Hälfte der Weltbevölkerung (das Weibliche) immer noch nicht ihren rechtmässigen Platz einnimmt und die alte Gewohnheit des Patriarchats sich bemüht, seine Position zu behalten. Ich lese gerade viel darüber (unter anderem auch das sehr zu empfehlende Buch: „Unsichtbaren Frauen – wie eine von Daten erherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert“ von Caroline Criado-Perez) und erspüre jedes Mal dieses innere – hm … aufflammen – mich da mehr einzubringen. Doch wie? Das ist ein weiterer Aspekt meiner Erforschung.

Doch dabei möchte ich das nicht verlieren, was ich seit Ende 2019 mir erschaffen habe: Den Genuss der Langsamkeit. Die noch tiefere und angenehme Freude des Seins. Die Zeit alleine. Das Co-Bewusstsein von Im-Körper-sein und Mehr-als-Körper-sein. So werden diese ersten Schritte in etwas „Neues“ aufmerksam von meiner neuen inneren Langsamkeit beobachtet.

Wie kann man/frau sich das vorstellen? Jede*r von uns hat Zeiten der Umorientierung und wie wir damit umgehen hängt von unserem Seelenweg und unserer Persönlichkeit ab. Und im Idealfall nehmen wir das mit, was wir in diesen Veränderungsphasen über uns erfahren oder vertieft haben. Doch da gibt es auch eine Eingewöhnungsphase in der das Neue in unserem Körper, in unseren Synapsen, vertieft wird. Die alten Synapsenverbindungen sind noch nicht ganz gelöst – die Neuen haben noch nicht komplett übernommen. Da gilt es wachsam zu sein…

Das, was ich in diese neue Phase mitnehmen werde, ist meine Entdeckung der Langsamkeit.

Die will ich nicht verlieren. Dafür muss ich selbst sorgen. Gestern Abend zum Beispiel war mir aufgefallen, dass mein Wohlfühlgefühl während des Tages leicht abgesunken war. Das nehme ich nicht nur wahr, sondern das will mir etwas sagen. Was genau hat mein energetisches Feld zu einer anderen – dichteren – Schwingung gebracht? Ich spreche hier nicht über ein dramatisches Abfallen. Da gibt es keine tiefe Trauer, Unzufriedenheit oder Frustration. Wenn ich das prozentual ausdrücken müsste, dann reden wir von vielleicht 10%. Früher – als ich mit meiner Erforschung erst begann – hatte ich Wechsel in meinem energetischen Feld – also dem Zustand zwischen Unwohl- und Wohlfühlen – die stündlich wechselten und zwar rigoros von oben nach unten. Ich dachte, so ist das Leben eben. Nun ja, so war „mein“ Leben. Und das konnte und habe ich verändert.

Wenn ich also merke, dass mein Wohlgefühl absinkt, dann braucht es dazu meine Erforschung.

Also: Was habe ich gedacht? Was habe ich getan? Wo war ich? Ich gehe durch jede dieser Fragen gesondert durch.

„Was habe ich gedacht?“

Gelegentlich gibt es Gedankenschlaufen, an denen wir festhängen. Dinge, die wir gedanklich wiederholen. Gestern habe ich einiges organisiert. Und festgestellt, dass ich zwar ein paar Mal meditiert habe, aber mein Kopf ziemlich beschäftigt war: Mit verschiedenen Projekten und einer Planung von „Was ist noch zu erledigen“. Eine meiner Hausaufgaben ist nichts mehr „schnell“ erledigen zu wollen. Beim Nachforschen merkte ich, dass ich einen Hauch zu schnell war für mein jetziges Sein.

Die zweite Frage: „Was habe ich getan?“

Morgens habe ich getanzt, mehrmals tagsüber meditiert, aber ich war nicht spazieren. Was für mich wichtig ist. Ich war also nicht „draußen“. Ein weitere Grund warum mein Wohlfühlen abfällt. Und ich saß lange vor dem Computer und fühlte wieder eine Art von Verpflichtung, etwas bald abzuschliessen. Ein Hauch der ehemaligen Schnelligkeit wollte sich auch da wieder breitmachen.  Und ich war mit Technik beschäftigt. Ich habe meinen Gesang für eine Meditation aufgenommen und mein Tontechniker-Equipment war eine Herausforderung. Das Singen hat mir Freude gemacht, aber das wurde durch die Technik anstrengender. Dinge klappten nicht so, wie ich mir das wünschte. Gelegentlich habe ich den Anspruch an mich alles alleine machen zu wollen. Alles können zu wollen (lach). In diesem Technikbereich gibt es noch zu häufig eine leichte Frustration – die auch ganz schön massiv werden kann. Da werde ich eine andere Lösung finden müssen. Da brauche ich Hilfe. Unterstützung.

Die dritte Frage: „Wo war ich?“

Das betrifft meistens einen Aspekt des Aufnehmen von anderen Energiefeldern. Ich war nur Zuhause und mein Liebster war in seinem Büro und zwar sehr beschäftigt, aber fühlte sich wohl. Also das kann es nicht gewesen sein. Allerdings auch da: Wo war ich nicht? Ich war nicht spazieren. Ein wichtiger Aspekt meines Wohlfühlens.

 

Als ich heute früh aufwachte, spürte ich mich immer noch nicht in meinem normalen Wohlgefühl angekommen und so meditierte ich ganz speziell darüber. Dazu scanne ich meinen Körper, um zu sehen wo diese „Dichte“ liegt. Sie lag in meinem Herzen. Ein wallnuss-großes Teil, das ein Gefühl hielt, das mir vertraut ist: „Es allen Recht machen zu wollen.“ Was natürlich auch mit der „Anerkennung Anderer“ zusammenhängt. Viel habe ich davon losgelassen und selten kommt es hoch. Aber es kommt noch hoch. Wie eben jetzt. Warum verstand ich auch sofort. Gestern ging es um die Planung einer virtuellen Eigentümerversammlung (ich bin im Beirat) und da wir uns nicht persönlich treffen können, war es mir wichtig, dass die Einladung so klar und verständlich wie möglich für alle ist. Denn der Text der Einladung ist – da der Austausch fehlt – für eine Abstimmung sehr viel wichtiger als üblicherweise. Dieser innere Wunsch „alle einbinden zu wollen“, „es verständlich zu machen“, „Unklarheiten vorzubeugen“, einen „guten Job als Beirätin“ zu machen, löste dieses Gefühl in mir aus. Zugleich fiel mir auf, dass eine alte Gewohnheit von mir wieder zurückkommen wollte: Dinge schnell zu erledigen. Am besten VIELE Dinge schnell zu erledigen. Früher war mein Tag angefüllt mit Verpflichtungen. Dinge, die ich zu erledigen hatte. Je voller der Kalender, desto „nützlicher“ fühle ich mich.

Dies war mein Treibstoff, der mich früher vorantrieb.

Die Langsamkeit hatte damals keine Platz. Ich habe in den letzten ein-einhalb Jahren meinen „Treibstoff“ verändert. Wenn man so will von Öl auf Sonne. Und an diesem Tag fiel ich wieder in meinem alten Treibstoff zurück. Diesen Treibstoff möchte ich nicht mehr nutzen. Mein abfallendes Wohlgefühl machte mich darauf aufmerksam.

Als ich das erkannte, verschwand es.

Der ganze Prozess der inneren Erforschung hat vielleicht zehn Minuten gedauert. Das ist auch das Wunderbare daran, dass diese Klarheit so leicht hochkommt. Und danach erlaubte ich der Meditation das zu sein, was sie ist: Stille. Innere Beobachtung des Körpers. Angenehmes Sein.

Wach bleiben. Eine Lebensaufgabe. Das hört sich vielleicht für manche nach einer Anstrengung an. Ich empfinde das als eine besonders bereichernde, eine besonders hilfreiche, eine besonders spannende Lebensaufgabe und damit ist sie eben auch

besonders schön …

 

 

 

Ihr Lieben,
das Alleinesein genießen oder in Einsamkeit versinken … das ist kein „Entweder-Oder“. Es gibt Zeiten, in denen wir gerne alleine sind und das auch brauchen, aber genauso wichtig ist der gegenseitige Austausch und das Wissen, das wir eben nicht alleine sind und dass es Menschen gibt, die uns und denen wir am Herzen liegen. Wenn wir unser eigenes Leben und das Leben Anderer beobachten, dann sehen wir unterschiedliche Entscheidungen, die wir zu Freundschaften und deren Aufbau getroffen haben. In dem Podcast von letzter Woche beschreibe ich mein Erleben mit Freundschaften. Oft wird angenommen, dass ich mich vor Freundschaftsanfragen kaum retten kann – aber ich erlebe das anders…

Und hier die links zu meinem Podcast Sinn&Sein mit den Themen des letzten Monats: Nr. 11 – Die Wahrheit sagen Nr. 12: Channeling – was ist das eigentlich? Nr. 13: Ich habe mich verletzt Nr. 14: Freundschaften:
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Kurs-des-TagesWeihnachtsgeschenke …

von Sinnsucher.de, vielen anderen AutorInnen und mir: Jeden Tag gibt es bis Weihnachten bei Sinnsucher.de einen Online-Kurs zum halben Preis. Zwei meiner Kurse sind auch dabei. Morgen, am 2. Dezember gibt es „Folge der Sehnsucht Deiner Seele“ und am 14. Dezember „Lebe die Sehnsucht Deiner Seele“. Gerade jetzt kann es sehr hilfreich sein, wenn wir uns wieder dem widmen, was uns gut tut: Innerer Wachheit, Gelassenheit, der eigenen Intuition folgen, Emotionen verstehen und heilen, Mut üben, die Angst verstehen, die Vergangenheit aufräumen, sich selbst beruhigen, Vertrauen in das eigene Sein, Meditationen, Übungen und natürlich … Hausaufgaben. Hier ist der link dazu.


facebook talks

Die Erforschung der Angst …

Ihr wisst ja vielleicht, dass ich mindestens einmal im Monat unter Facebook (Sabrina Fox Spirit) live bin und Fragen beantworte. Letzen Monat war das am 16. November. Falls Ihr Euch das Video anschauen wollt, einfach auf meiner Facebook-Seite runterscrollen. Es geht wohl auch ohne Facebook-Konto – das sagte mir eine Leserin. Der nächste live Termin dort ist am Samstag, den 5. Dezember um 14.00 Uhr.


weihnachtenDie Zeit in der wir leben hat für jeden von uns eine andere Qualität. Und das hängt eben auch mit unseren individuellen Seelenhausaufgaben zusammen und der wachen und aufmerksamen Erforschung derselben: Was sind meine größten Herausforderungen? Wie erlebe ich meine Emotionen? Hänge ich irgendwo fest? Wozu ist das gut?
Dies ist für viele eine unbequeme Zeit. Doch wie wir wissen, gehen alle unbequemen Zeiten auch mal vorbei. Aus jedem Chaos entsteht immer wieder Ordnung. Und so wünsche ich uns allen das Wissen, das wir unendlich sind, ich wünsche uns das Vertrauen, dass alles seinen Sinn hat und dass es an uns liegt, wie wir unser Leben gestalten.
Als dieses neue Jahr 2020 anfing, war ich schon von der Zahl begeistert. 2020 klang so gut! Wer hätte gedacht, wieviele Herausforderungen es für viele von uns bringen würde. Und im Nachhinein – später, wenn wir vieles verdaut und verstanden haben – werden wir uns daran erinnern, wie wir dieses Jahr erlebt haben. Und es wird viele Erkenntnisse darüber geben. Und die wünsche ich uns schon bald …

Frohe Weihnachten, sinn-volle Feiertage.
Von Herzen
Sabrina

„Ein Meister, eine Meisterin ist in Frieden – inmitten von Aufruhr“ (a master is in peace in the midst of turmoil) als ich das zum ersten Mal hörte, vor knapp dreißig Jahren, war ich wie elektrisiert. DAS ist es, was ich erreichen will. Doch dieses Ziel schien weit, weit im Märchenland zu liegen. Mein Leben war voller kleiner und großer Dramen. Ich fühlte mich angestrengt und rumgeschleudert. Mein Gehirn lieferte mir stündlich neue Möglichkeiten des „was-wäre-wenn“ und „wie-doof-sind-die-anderen“. Frieden inmitten von Aufruhr? Schön wär’s! Und das war ja nur mein eigenes Leben! Da gab es ja noch das Außen. Aspekte im gemeinschaftlichen Leben, die mir wichtig waren. Die ich gerne mitgestalten wollte. Oft der Grund warum jemand in die Politik geht oder sich sozial engagiert. Es gibt ja was zu tun, wenn wir die Welt verbessern wollen und Unterstützung für Andere sein möchten, oder nicht?

Immer wieder scheint es mir, als wenn es zwei Arten gibt, dass zu tun. Ruhig und verständnisvoll oder laut und aggressiv. Wo wird sich da wohl der innere Frieden platzieren?

Gerade in der jetzigen Zeit können wir das üben

Natürlich nur, wenn uns innerer Frieden wichtig ist. Manche lieben Drama, brauchen den Aufruhr um sich am Leben zu fühlen, wollen mitspielen, einheizen oder aufheizen. Manche befürchten ein Ende der Welt und wollen verteidigen, was sie als gefährlich ansehen. Viele haben Angst. Um ihr Leben, so wie sie es kennen. Um unsere Gesellschaft und deren Entwicklung. Um unseren Planeten und unsere Mitgeschöpfe. Ob wir da auf der von uns angenommenen richtigen Seite stehen, spielt beim Drama keine Rolle. Wir spielen mit. Wenn wir inneren Frieden wollen, müssen wir unseren Teil des Mitspielens genau anschauen.

Bin ich ruhig und verständnisvoll oder laut und aggressiv? Halte ich alle anderen für doof und mich auf der Seite des Wissenden?

In unserer jetzigen Zeit gibt es viele Möglichkeiten zum Aufruhr und zum Chaos. Nicht nur Corona, sondern auch diverse politische Tendenzen, religiöse Vorstellungen, Menschen, die vor dem Krieg fliehen, massive Umweltschäden. Die Liste scheint lang. Ein Blick in die Nachrichten, ein Aufenthalt auf Social Media, die Zeitung am Wochenende, die „push“ Informationen am Handy – man kommt kaum aus.

Oder doch?

Zum Beispiel die US Wahl. Ich besitze beide Staatsbürgschaften und kann dort wählen. Habe ich mir alle Debatten angeschaut? Jeden Post gelesen? Ich bekomme pro Tag mindestens zehn Emails in denen etwas zur Wahl steht. Schaue ich sie mir alle an? Diskutiere ich stundenlang darüber? Nein. Ich wähle auch da aus. Ich bin informiert – aber erlaube es nicht, dass die US-Wahl meine Gedankengänge und damit mein Leben bestimmt. Gestern war die Wahl. Jede mögliche Informationsquelle sprach, schrieb und informierte darüber. Das Ergebnis interessiert mich auch, aber nicht das Drama davor. Ich möchte in diesem Spiel nicht mitspielen. Ist es nützlich, wenn ich mir alles darüber anschaue? Macht das einen Unterschied? Oder macht es mich und mein Hirn verrückt?

Das ist der gleiche Grund, warum ich mir lieber Dokumentationen als Spielfilme anschaue. Ich bin gänzlich ungeeignet für Dramen im Film. Ich erlebe das mit. Ich weine mit. Ich fürchte mich. Ich mache die Augen zu und träume noch Tage danach davon. Da brennen sich Bilder in mein Gehirn, die ich da nicht haben will. Wenn ein Film, eine Serie gut gemacht ist, dann ist das für mich echt. Dem Adrenalin, dass mein Körper bei Stress produziert, ist es egal ob ich einen Film ansehe, der mir Angst macht, oder mich wirklich in einer gefährlichen Situation aufhalte. Ich brauche mein Adrenalin, falls es wirklich mal gefährlich wird. Ich will damit nicht dauernd meinem Körper überfluten, denn ich weiß, dass ein Körper sich nur um seine Heilung und sein Wohlbefinden kümmern kann, wenn er nicht im Stress ist.

Ich wähle ein anderes Sein: Ruhe. Gelassenheit. Verständnis. Ich weiß jetzt wie das geht: Frieden wählen, Frieden leben –  inmitten von Aufruhr.

Weniger Input von Außen. Mehr Input von Innen.

Angst. Gerade jetzt können wir das oft erspüren. Manche erspüren es selbst. Manche bei Anderen. Was passiert da mit unserem eigenen Leben und unserer Welt? Wohin wird uns dieses beobachtete Durcheinander, dieses Chaos bringen? Ungewissheit. Unsicherheit. Die Sorge pleite zu gehen, keinen Job, keinen Auftrag, keinen Laden, kein Restaurant mehr zu haben. Da beginnt auch unsere spirituelle Ausrichtung und unser eigenes Erforschen: Wie sehe ich das Leben? Weiß ich um meine Seelenhausaufgaben und meine eigenen Herausforderungen in diesem Leben? Wie viel Angst habe ich vor dem Tod? Und … habe ich mich damit schon ausführlich beschäftigt?

Die Angst ist mein bester Freund.

Sie zeigt mir, wo ich noch hinschauen muss. Sie zeigt auch, was wirklich wichtig ist im Leben. Es gab viele von uns, die das durch diese Corona-Zeiten für sich erkannt haben.

Jeder Aufruhr hat zwei Seiten: Da gibt es eben auch den frischen Wind und das Aufzeigen von dem, was nicht mehr funktioniert, um dann Platz zu machen für Neues. Aus jedem Chaos entwickelt sich immer wieder eine Ordnung. Es gibt vieles, was wir verbessern, verändern können. Wir befinden uns in einer Zeit eines großen Umbruchs. Und dazu möchten viele von uns Unterstützung sein. Wie wir unterstützen, liegt an unserer persönlichen Präferenz.

Das habe ich vom Aufruhr gelernt:

  • Der Sturm bleibt vor der Tür, wenn ich sie nicht aufmache.
  • Jeder Sturm geht vorbei.
  • Menschen helfen einander, wenn ein Sturm kommt.

Das ist schön zu wissen.

 

 

Ihr Lieben,
wäre es nicht erleichternd, wenn wir immer genau wissen würden, was „richtig“ und was „falsch“ ist? Gerade in Zeiten der Unsicherheit sehnen sich viele nach Klarheit und nach einfachen Schwarz-Weiß-Regeln. Natürlich wissen wir, dass dies so einfach nicht ist. Wir sind unendliche Seelen, die hier eine menschliche Erfahrung machen und – manchmal fühlen wir uns mit der Unendlichkeit verbunden, und manchmal nicht. Das kann sich gelegentlich tage- oder stundenweise ändern. Manche von uns haben eine andere Art des „Verbindens“. Sie channeln. Channeln ist für manche ein Geschenk: Jemand geht in Trance und verbindet sich mit der Unendlichkeit. Für manche ist Channeln ein Akt des „Teufels“ oder „Spinnerei“.


In der Geschichte der Menschheit gingen Menschen in Trance um sich mit der Göttlichkeit zu verbinden. Manche können es, manche nicht – und manche tun so, als könnten sie es. Mein Seelenbruder LD Thompson channelt Solano, eine Wesensheit, die ich seit 25 Jahren schätze und die ich als weisen Meister und Lehrer betrachte. LD hat zwei seiner Bücher beim Amra-Verlag herausgegeben, der dieses Jahr vom 23. bis 30. Oktober einen Channeling-Kongress veranstaltet. Ihr könnt Euch dort kostenlos anmelden und es werden jeweils die Beiträge verschiedener Channelerfahrenen freigeschaltet. Hier ist der Link zur Anmeldung und hier der link zu meinem Beitrag bzw. dem Trailer dazu: Ich spreche über meine Erfahrungen mit Channeling.


Wie wollen wir alt werden?

podcast 6

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Jeden Freitag gibt es einen neuen Podcast von mir. Die letzten Themen in den letzten Wochen waren: Brauchen unsere Träume ein Update? Warum ich meditiere. Und: Gewohnheiten (ich habe aufgehört Cremes zu benutzen). Wie kann man noch mit Meinungen umgehen (gerade zur Zeit sehr passend, finde ich). Im neuesten Podcast spreche ich über das Älterwerden. Ich werde gerne älter und freue mich auf das, was noch vor mir liegt. Wie gestalten wir eigentlich unseren Blick auf das Alter? Hier sind die Links dazu und ihr könnt den Podcast natürlich auch abonnieren.

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arte screenshot

Osteopathie…

Ich möchte Euch gerne einen Arte-Beitrag über die Osteopathe empfehlen. Ich schätze diese Art der Berührung sehr und vielleicht interessiert Euch ja diese Dokumentation. Immer mal wieder denke ich darüber nach, mich noch intensiver damit zu beschäftigen.


Zeit zusammen …

sabrina auf FBWie Ihr vielleicht aus den letzten Newslettern wisst, bin ich ab und zu live auf Facebook (Sabrina Fox Spirit). Im September war das am 10. und wenn ihr auf meiner Facebook-Seite runterscrolled, dann kommt Ihr auf das aufgezeichnete Video, in dem einige Fragen von Euch besprochen worden sind.
Immer wenn ich so eine Live-Schaltung mache, fallen mir später Sachen ein, die ich zu einem Thema „hätte“ dazufügen sollen; oder es könnte Mißverständnisse geben oder … ich habe etwas wichtiges vergessen. Zum Beispiel: Ich sprach darüber, dass ich nicht für eine Beziehung „kämpfe“ – natürlich tue ich was für eine Beziehung. Und klar kann ich das in meinem Büchern oder in den Online-Kursen tiefer und ausführlicher erklären. Also bitte verzeiht, wenn einiges fehlt …
Diese Videos werden aufgenommen und stehen dann auch weiterhin zur Verfügung. Falls Ihr bei Facebook seid (und ja, ich weiß, ich hadere auch immer mal wieder damit … aber habe noch keine Entscheidung getroffen) und mitmachen möchtet: Ich sage in der Regel einen Tag vorher Bescheid, wenn ich live bin.


segelnMir geht gerade das Schreiben ab. Das liegt auch daran, dass ich die letzten beiden Monate viel für den Binnenschifffahrtsschein gelernt und geübt habe. Schreiben hat eine andere Dimension, denn ich erforsche jedes Mal ein Thema tiefer, wenn ich an einem Blogbeitrag arbeite.
Es ist spannend Neues dazuzulernen. Man findet mehr über sich heraus: Möchte ich dieses Neue in mein Leben integrieren? War die Idee zwar interessant, aber die Realität nicht so stimmig wie gedacht? Oder wie bei mir und dem Segeln: Nette Idee, viel gelernt, aber meine neue Leidenschaft wird das nicht.
Und doch liebe ich es immer wieder Schülerin zu sein.
Vielleicht habt Ihr auch Lust im Herbst etwas Neues auszuprobieren?

Herzlichst,
Sabrina

Ihr Lieben,

was für eine erstaunliche Zeit. Wir erleben Veränderungen – nicht nur in unserer Weltgemeinschaft, sondern auch in uns selbst.
Jede*r von uns ist jetzt gefragt. Mit was? Klar, aufmerksam, herzlich, angstfrei und mit der eigenen Seele verbunden zu leben und … zu handeln. Es hilft dabei, wenn wir in uns stabil sind – und gefestigt in unserer spirituellen Ausrichtung. In diesem Zusammenhang heißt es oft, wir sollen „in die eigene Kraft kommen“ – „to come into your own power“ und irgendwie habe ich das nie verstanden. Was genau soll das heißen? Ich bin doch in meiner Kraft, oder nicht?
Letzte Woche in meiner Meditation kam plötzlich der Satz, der mir klar machte, was das eigentlich bedeutet: „To recognize the impact that each of us has“. Also das Erkennen unserer Wirkung.

Jeder von uns hat eine Wirkung: In der Familie. Im Freundeskreis. Im Beruf. Im Supermarkt. Einfach durch unser SEIN wirken wir. Und je stabiler und friedvoller wir in unserem SEIN sind, desto klarer ist unsere Wirkung.

Wie also wollen wir dieses Wirken einsetzen? Jetzt? In dieser Zeit? Jeder von uns muss sich diese Frage selbst beantworten. Meine Antwort habe ich erhalten: Ich erspüre wieder ein nach Außen gehen – obwohl ein Aspekt von mir weiterhin in meinem Rückzug bleiben möchte. Doch ein anderer – stärkerer – drängt nach außen und möchte eben gerade in dieser Zeit Unterstützung sein. Ich erlebe in mir auch wieder mehr Kraft – die ich lange nicht mehr gespürt habe.
So habe ich mich von dem Rückzugsgedanken wieder verabschiedet – allerdings nicht von der Langsamkeit, denn die möchte ich behalten – und freue mich auf das erste „Kind“ dieser Kraft: Ab dem 1. September wird es einen regelmässigen Podcast geben: Sinn&Sein. Zum gemeinsamen Erforschen. Hier findet ihr die Links oder hier direkt:

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johann-siemens-591Veränderungen … nicht immer leicht

In meinem letzten Blog schrieb ich über Veränderungen. Warum sie manchen leichter fällt als anderen. Wir haben durch Corona erlebt, dass sich die Welt und das was wir gewöhnt sind, schnell verändern kann. Im Januar noch erzählte mir mein früherer Mann, dass Freunde von ihm in Peking nur einmal die Woche die Wohnung verlassen dürfen, um Lebensmittel einzukaufen. Ich konnte das kaum glauben.
Die Möglichkeit nicht – wann immer man will – aus dem Haus zu gehen, nicht verreisen zu können, jemanden nicht besuchen zu dürfen, war uns allen fremd. Und doch mussten wir mit diesem Wandel umgehen. Wie wir uns an diese neue Situation gewöhnten war sehr unterschiedlich. Mehr [..]


Liebe …

Meine Tochter Julia hat geheiratet und ich freue mich sehr einen großartigen Schwiegersohn Josh bekommen zu haben, den ich schon kenne, seitdem er 13 Jahre alt ist. Beide fragten mich, ob ich sie verheiraten würde. Das ist in den USA möglich und nicht so ungewöhnlich, wie es hier klingen mag. Ich bin seit 25 Jahren eingetragener „Minister*in“. Ich sagte gerne ja. Allerdings (was für eine Überraschung ;-) gab es vorher „Hausaufgaben“, die ich „Wedding Talks“ nannte. Ich verbrachte einige Zeit damit Fragen zusammenzustellen, die beide bei ihrem zukünftigen Leben unterstützen mögen. Und so wurden es 14 Themen, die in 14 nummerierten Umschlägen waren und beide bekamen jeden Tag einen Umschlag und nahmen sich Zeit über die Fragen nachzudenken, darüber zu sprechen und sich auszutauschen.
Beide waren so begeistert davon, dass sie mich baten, dass doch auch für andere Paare zur Verfügung zu stellen, was ich gerne mache. Ich bin gerade dabei das vorzubereiten (denn das Original ist nur auf Englisch) und werde es dann auf meine Website stellen. Ich melde mich in einem der nächsten Newsletter, wenn sie fertig sind. Kurzfristig dachte ich daran, mit meinem Verlag eine Geschenkbox zu machen, doch ich glaube, es macht mehr Sinn, wenn die „Wedding talks“ von denjenigen, die sie verschenken möchten, individuell gestaltet werden kann. Das macht so ein Geschenk persönlich – und das ist es ja was Geschenke ausmacht…


Ein Buch über die Liebe …

Obwohl es heißt: „Wenn wir uns trennen, lernen wir uns kennen“ ist es ein Beziehungsbuch. Und deshalb steht das auch auf dem Titel. Wir verstehen unsere Entscheidungen, unser „Verliebtsein“ so viel besser, wenn wir wissen, worauf es aufgebaut ist. Es gibt eine kindliche Liebe, eine erwachsene Liebe und eine wache Liebe – und die meisten Liebeslieder und Liebesfilme erzählen von der „kindlichen“ Liebe: Also die Liebe, die sich wünscht versorgt, niemals verlassen und unersetzlich zu sein. Das ist die Liebe die eine Eltern-Kind-Beziehung beschreibt – aber keine wache Liebe. Wenn wir erkennen, dass jeder von uns das Recht hat sich zu verbinden und sich auch wieder zu trennen, dann beginnen wir auch da in unsere Kraft zu kommen. Wir wissen nämlich wirklich erst dann, was es bedeutet, sich jeden Tag FÜR diese Partnerschaft zu entscheiden.
Manche haben sich in einer Beziehung selbst verloren und für sie ist die Trennung der einzige Weg zurück zu sich selbst. Das muss aber nicht sein! Auch wenn eine Beziehung sich „verlaufen“ hat, so kann sie doch wieder zur Partnerschaft und Liebe zurückfinden – wenn beide es wollen … und wir unsere „Hausaufgaben“ machen. Dabei möchte das Buch unterstützen.
Als ich in meine Rückzugspause ging, kam gerade dieses Buch heraus und ich merke, dass ich ihm wenig Hilfe mitgegeben habe. Das möchte ich jetzt gerne nachholen …


Falls es Euch interessiert …

Beinahe hätte ich es vergessen: Ab und zu biete ich auf Facebook (Sabrina Fox Spirit) live Meditationen an – und auch das Erforschen bestimmter Themen, die Euch auf dem Herzen liegen. Am 26. August war es mal wieder so weit und am Ende gab es eine Meditation „Mit dem Verstand sprechen“ – wie wir dieses „Hamsterrad“ verstehen und unterbrechen können.
Diese Videos werden aufgenommen und stehen dann auch weiterhin zur Verfügung. Falls Ihr bei Facebook seid (und ja, ich weiß, ich hadere auch immer mal wieder damit … aber habe noch keine Entscheidung getroffen): Ich sage in der Regel einen Tag vorher Bescheid, wenn ich live bin.

Seid von Herzen umarmt,
Sabrina

PS: Da ich gerade wieder gefragt wurde: Obwohl ich wieder mehr nach „außen“ gehe, sind doch keine Workshops in Planung. Zur intensiven eigenen Heilung und Erforschung gibt es ja meine Online-Kurse […]

Seit Dezember 2019 habe ich einen leeren Kalender. Da steht nichts mehr drin – außer den Geburtstagen, die sich jährlich wiederholen. Ich war weder krank, noch erschöpft, noch im Burnout. Ich war auch nicht gelangweilt oder unglücklich in meinem Leben. Und obwohl ich ein Leben führte, für das ich sehr dankbar war, wusste ich doch, dass meine Seele mich in eine andere Richtung leiten möchte. Aber in welche?

Am Anfang des letztes Jahres wurde mir klar, dass ich zu viele Wecker in meinem Leben gesetzt hatte. Wecker die mir sagen, was ich zu tun habe, wo ich wann zu sein habe, wen ich zu treffen habe und was ich zu erledigen habe. „Ticking clocks“ – also tickende Uhren – die mir meine Zeit und mein Leben einteilten. Und daran war ich gewöhnt; seit über vierzig erwachsenen Jahren.

Im Frühjahr 2019 begann ich „Nein“ zu sagen, um meinen Kalender frei zu kriegen. Das war das vierte Mal in meinem beruflichen Leben, dass ich mich zurückzog. Das erste Mal nach der Geburt meiner Tochter 1989. Dann Ende der 90ger Jahre für ein paar Jahre, als ich von meinem Helfersyndrom ausgebremst wurde und zu erschöpft war, um weiterzumachen. Zehn Jahre später war der Auslöser der Wunsch „ganz im Jetzt“ zu leben und der Wunsch herauszufinden, was ohne Planung eigentlich passiert (gleichzeitig rutschte ich in ein tiefes Loch initiiert durch meine Wechseljahre). Und jedes Mal habe ich danach – mal mehr und mal weniger verändert – wieder das aufgenommen, was ich vorher abgelegt hatte: Wieder Bücher geschrieben. Wieder Workshops gegeben. Wieder Vorträge gehalten.

Wird es auch dieses Mal so sein?

Ich ahnte anderes. Ende November 2019 dann hielt ich meinen letzten Workshop. Und nichts tickte mehr. Als das Ticken aufhörte, hörte auch meine alte Zeitrechnung auf. Ich verbrachte meine Zeit in meinem Hängesessel im Garten oder im Wald. Mein Liebster Stanko beschützte meine stillen Zeiten und wunderte sich, was sich daraus entwickeln würde. So kannte er mich nicht. Ich wunderte mich auch.

Ich wanderte durch leere Räume in meinem Hirn und verlor meine Lebenslust. Bewegte mich langsam, sehr langsam vom Sinn (etwas zu tun) zum Sein und bliebt dann dort erst einmal stehen.

Abwartend.

Ich hörte auf mich zu verabreden. Hörte auf zu schreiben. Dann hörte ich auf zu trommeln. Dann hörte ich auf zu singen. Ich hatte nicht nur die Lebenslust sondern auch meinen kreativen Schwung verloren und das war ich überhaupt nicht gewohnt. Ich dachte eigentlich, dass ich mit einem leeren Kalender eben mehr Zeit für Kreativität haben würde. Aber dem war nicht so. Mir fehlte schlichtweg die Lust und das Interesse.

Ich wartete. Erwartete, dass sich aus dem leeren Stoppelfeld, das jetzt mein Leben war, wieder etwas entwickeln würde. Aber es entstand nichts. Es blieb still. Dann kam Corona. Und es wurde noch stiller.

Jede und jeder verbrachte diese Zeit – und verbringt sie immer noch – passend zum eigenen Seelenweg. Ich schreibe hier über meinen, natürlich wissend, dass es für viele eine völlig andere Situation gab: Überforderung. Schnelligkeit. Sorgen. Und doch erlebten nicht wenige Mitmenschen eine ähnliche Zeitqualität. Wir entdeckten die Langsamkeit. Und zu meinem großen Erstaunen gefiel sie mir.

Das war ich nicht gewohnt. Alles was ich bisher machte, war schnell. Ich bewege mich schnell. Ich denke schnell. Ich organisiere schnell. Ich esse sogar immer noch zu schnell. Die Zeit war meine Begleiterin. Eine strenge Begleiterin. Eine, die eben auch mit einem Wecker (manchmal fühlte es sich an wie fünf!) in der Hand neben mir herlief – manchmal auch mit einer Peitsche. Zuerst verlor meine Begleiterin ihre Peitsche, dann den Wecker. Und dann lief sie nicht mal mehr neben mir her.

Die Zeit fing an unkonkreter zu werden, flüssiger und entschieden langsamer. Selbst die Stimme, die mich mein ganzes Leben lang vorwärts getrieben hatte, wurde still. Es blieb ihr ja auch nichts anderes übrig.

Vieles in der Welt wurde stiller. Langsamer. Ruhiger.

Wochen vergingen. Die Lebenslust kam nicht zurück – aber ein anderes Gefühl: Da entwickelte sich eine Art Lebensstille. Ein angenehmes und doch unvertrautes Gefühl. Nichts in mir trieb mich vorwärts. So muss sich eine Pflanze fühlen, die sich keine Gedanken darüber macht, ob sie wächst. Sie wächst einfach. In ihr und wahrscheinlich auch in uns ist das tiefe Wissen angelegt, dass alles, was da gerade passiert, genau so richtig ist.

Monate vergingen in denen ich lange schlief. Bis heute ist das so. Zehn, manchmal sogar zwölf Stunden. So als ob mein Treibstoff ein anderer wird und sich mein Körper umstellt. Dann wechselte langsam der morgendliche Blick. Ich sah beim Aufwachen nicht mehr das abgemähte Stoppelfeld vor meinem inneren Auge, sondern einen freien Raum, der von mir nichts erwartete. Der nicht gefüllt werden wollte. Der einfach nur sein durfte … und so lies ich ihn.

Ich merkte, dass ich mich von ego-driven goals (vom Ego getriebenen Zielen) komplett löste. Seit 40 Jahren stehe ich mehr oder weniger in der Öffentlichkeit. Erst durch meinen früheren Beruf als Fernsehmoderatorin, dann mit Vorträgen, Workshops, Büchern und Interviews. Da gab es Ziele. Erfolge & Misserfolge. Vergleiche. Nichts davon hatte ich mehr.

Immer wieder tauchte die Frage auf, ob ich mich in Zukunft von einem öffentlichen Leben zurückziehe. Werde ich eine Eremitin mit nur noch wenigen Kontakten? Es fühlte sich angenehm an, mich nur noch im weiten Sein aufzuhalten. Und der Gedanke, dass dies ab jetzt so bleiben wird, wurde verlockender.

In diesem Seinszustand gab es nichts mehr zu erreichen. Nichts mehr zu erschaffen. Ob ich jemals wieder schreibe, jemals wieder öffentlich etwas mache – all das war bedeutungslos geworden. Ich war in meiner eigenen Stille, in meinem eigenen Sein angekommen. Und doch war es nicht „mein eigenes“ Sein. Es war viel weiter als das. Oft löste ich mich auf. Von Sabrina zu … Nichts. Oder von Sabrina zu Allem. „Sabrina“ wurde meine Avatarin. Mein Spielzeug, mein Mensch: Erspürt und erfühlt als „Einzeln“ und – je nach Meditationstiefe – gleichzeitig als Teil eines „Nichts“ oder … Teil von Allem.

Wieder vergingen Wochen in denen ich diesen Zustand tief erspürte. Ich verbrachte Stunden in der Meditation und erfreute mich an diesem intensiven Körpergefühl  und an dem, was ich an und um mich herum erspürte: Die Anwesenheit der Engel. Pulsierende Farben. Geometrische Figuren, die sich in und um mich bewegten.

Mir fiel auch auf, das Dinge, für die ich früher vielleicht eine halbe Stunde gebraucht hatte, jetzt den ganzen Tag in Anspruch nahmen. Ich ahnte, was passiert, wenn man sich dem Sterben nähert. Und da ich schon immer Sterben interessant fand, fing ich an, mich noch mehr damit zu beschäftigen. Nicht nur deswegen, weil meine Mutter von uns Zeit und Aufmerksamkeit braucht und ihr Sterbeprozess ein so faszinierender wie langfristiger ist, sondern auch weil ich das raus- und reingleiten im Körper – sei es durch Schlaf oder Meditation – spannend finde. Kann ich „wach“ einschlafen? Kann ich mir beim schlafen zusehen?

Mir war klar, dass ich jetzt nicht sterben werde. Aber trotzdem starb etwas in mir. Löste sich auf. Ab und zu zog es mich an meinem Laptop und ich schrieb ein paar Gedanken auf. Das Schreiben erfreut mich und das werde ich bestimmt behalten. Eine neue Buchidee kam hoch und will erforscht werden. Im Außen begann ich kleinere Projekte zu übernehmen, um zu schauen, ob sie mich auch längerfristig begeistern. Bleibt das Interesse oder flacht es wieder ab? Durch die Erschütterungen für viele in der Corona-Krise entstand der Wunsch ausnahmsweise einen meiner Onlinekurse „Folge der Sehnsucht deiner Seele“ zu begleiten: Durch ein Forum mit Audionachrichten an die Gruppe, bei denen ich Fragen beantwortete. Es war eine sehr aktive Gruppe, bei der sich viel tat und es freute mich am Ende zu lesen „Ich hätte nie gedacht, dass ein Online-Kurs soviel bewegen kann“ oder „Ich fühle mich heute bei mir angekommen, wie noch nie in meinem Leben.“

Das Ergebnis meiner Unterstützung berührt den tiefen Wunsch in mir, etwas zum Wohl meiner Mitmenschen und der Welt beizutragen. Was möchte ich noch mitgestalten? Will ich überhaupt noch was mitgestalten? Und wenn ja, WIE möchte ich es mitgestalten?

Die Art und Weise wie ich bisher gelehrt hatte, fühlte sich beendet an. Das ahnte ich beim Erschaffen meiner drei Onlinekurse schon. Denn dort und damit hinterließ ich die Informationen und das Wissen, das ich gesammelt hatte, damit sie bei Interesse abgerufen werden können. Wie natürlich auch in meinen Büchern.

Ich begann auf Facebook ein paar Mal im Monat geführte Meditationen anzubieten. Vorher ein kurzes Gespräch über Themen, die vielleicht gerade in der Corona-Zeit hochgekommen sind. Das hat mich erfreut und die Mitmacher*innen auch. Inspirieren. Fragen stellen. Nachforschen. Unterstützen. Wie kann das gehen ohne meine Langsamkeit zu verlieren? Vielleicht ein Podcast? Wieder ein paar Videos?

In den letzten Tagen verspürte ich eine leichte Unruhe. Es zog mich weniger nach draußen. Ich wanderte mehr in meinem Büro herum. Räumte das weg. Schrieb dies auf. Doch da gibt es noch kein Ziel. Und ich wünsche mir eines, das merke ich.

Ich spüre wie sich die Wurzeln unter der abgemähten Wiese ausdehnen. Es sprießt noch nichts nach oben. Es ist noch ein Erforschen „unter der Erde“. Aber es bewegt sich was.

Langsam.

Genau wie ich es jetzt mag …

Gerade ist die beste Freundin unserer Mutter gestorben. Nicht an Corona … und doch wurde ihr Sterben durch Corona anders. Die zwei Töchter durften sie am Ende ihres Lebens kaum noch besuchen und nur eine sich von ihr verabschieden, da sie im Krankenhaus mit neuen, strengen Besuchsregeln lag.  Zuerst wurde den Töchtern abgeraten, die Mutter nach Hause zu holen, weil von den Ärzt*innen angenommen wurde, dass sie noch behandelbar war („Sie wollen ihre Mutter doch nicht sterben lassen!“). Dann, weil sie sich zwischenzeitlich zwar nicht mit Covid-19, aber dafür mit einem Krankenhauskeim angesteckt hatte. Dann weil sie (noch) nicht transportfähig war. Dann, weil sie zum Stabilisieren noch in eine andere Klinik verlegt werden sollte. Dann nicht mehr, weil sie dort im Sterben lag.

Die beste Freundin meiner Mutter wurde 85 Jahre alt. Sie selbst ist 92. Meine Mutter geht es gerade recht gut. Erst vor zwei Monaten hatte sie eine schwere Lungenentzündung überstanden. Meine Mutter gehört zur Risikogruppe.

Risiko für was?

Um zu sterben.

Unseren Körper zu verlassen ist für manche eine Erlösung, für manche ein entspannter natürlicher Vorgang und für wieder andere eine große Sorge. Die Angst vor Schmerzen, vor dem was danach kommt, vor dem Kontrollverlust, vor dem ganzen Prozess des Abschiedsnehmens setzt nicht wenigen zu.

Was brauchen wir, wenn wir uns vor etwas fürchten?

Hilft es uns, wenn wir so tun, als gäbe es das nicht? Wird es uns besser gehen, wenn wir Erkenntnisse, die uns Angst machen, weit von uns wegschieben? Wird es uns später an Entscheidungskriterien mangeln, weil wir uns nicht darum gekümmert haben, was unsere Wahlmöglichkeiten sind?

Oder ist es nicht unterstützender, wenn wir uns erst einmal informieren, wie so ein Sterben denn eigentlich aussieht – mal abgesehen von den Krimis die wir so gerne lesen und die in Fernsehsendern und Serien zum üblichen Abendprogramm gehören? Produzieren wir deswegen soviele Krimis, weil wir uns dadurch von unserem eigenen Sterben ablenken können?

Es gibt viele wichtige Bücher über diese Zeit, in der wir dabei sind unseren Körper zu verlassen („Über das Sterben“ von Gian Domenico Borasio ist eines davon) und die über Fakten und über Erfahrungen des Sterbeprozesses informieren. Vielen fällt es wahrscheinlich leichter danach die eigene individuell passende Entscheidung zu treffen.

Ich habe gerade zu meiner Überraschung gelesen, dass nur 1/3 aller Menschen in Pflegeheimen eine Patientenverfügung haben. Man müsste meinen, dass man – falls man es noch kann – darüber nachgedacht hat, wie man das Ende des Lebens verbringen will.

Aber viele tun das offensichtlich nicht. Die Verdrängung in diesem Bereich ist enorm. Manchmal sind es Kleinkinder, die mehr über das Sterben wissen wollen und uns dazu bringen, uns mit dem Thema zu beschäftigen (mein Buch: Der klitzekleine Engel hilft beim Abschied). Wir sind so mit unserem Körper identifiziert – trotzdem er selten wirklich gut behandelt wird – dass wir nicht darüber nachdenken wollen, was denn bitte passiert, wenn wir ihn verlassen. Mein Leben ist für mich ohne die spirituelle Basis nicht vorstellbar und so beschäftige ich mich seit vielen Jahrzehnten mit dem Sterben. Ich finde es einen faszinierenden Prozess. Genauso faszinierend wie eine Geburt; was Sterben in meinen Augen auch ist. Als Seele bewege ich mich aus meinem menschlichen Körper hinaus in einen anderen Zustand. Wie ich mich aus dem einen in den anderen Zustand bewege, hängt davon ab, wie „wach“ ich bin.

Was heißt in diesem Zusammenhang „wach“?

Das heißt, dass wir uns nicht nur mit unserem Körper identifizieren. Dass wir nicht bis zum letzten Atemzug von Emotionen hin und her geschleudert wurden, sondern sie schon gemeistert haben. Nicht unterdrückt wohlgemerkt. Sondern gemeistert. Das ist etwas völlig anderes.

Wir haben ebenfalls erfahren, dass wir unser Leben selbst gestalten und wir haben es gestaltet: Zu einem friedlichen, entspannten, freudigen, gelassenen Sein. Wir wissen um unsere eigene Schöpferkraft und wir wissen auch, wie wir sie zum eigenen Wohl und zum Wohle der Wesen um uns herum einsetzen. Und wir wissen, dass wir in der Lage sind, aus unserem Körper elegant herauszugleiten.

Sterben ist kein Zustand, den wir weg beten, weg denken oder weg diskutieren können. Wir werden sterben. Das ist eine Tatsache. Und es ist eben auch eine Tatsache, dass wir in den meisten Fällen sehr wohl ein Wörtchen mitzureden haben, wie das denn vonstatten gehen wird.

Gerade jetzt, zu diesen Zeiten kann eine Erforschung dazu nützlich sein. Da dies nur eine Übung ist und wir wissen oder zumindest ahnen, dass unsere Gedanken unsere Realität erschaffen können, stellen wir uns während dieser kommenden Übung vor, dass über uns eine undurchdringliche Glocke sitzt, die dafür sorgt, dass die Gedanken sich nicht ausbreiten.

Stellen wir uns also vor, wir sind im letzten Teil unseres Lebens angekommen. Und wir haben uns mit Corona angesteckt. Es gibt einige Videos bei denen Ärzte, Krankenschwestern oder Pfleger*innen kranken Senioren mitteilen, dass es bei ihnen einen Coronaverdacht gibt (ich habe mir ein paar  davon angesehen) und dann gibt es jedes Mal mehr oder weniger folgenden Dialog … oder eher Monolog:

„Es sieht nach Corona aus. Sie müssen ins Krankenhaus.“

Und die Antwort darauf ist ein verschrecktes Nicken. Was wäre, wenn wir eine andere, eine wirkliche Frage gestellt bekommen würden:

„Sie haben Symptome die darauf hindeuten, dass sie mit Covid-19 infiziert sind. Da gibt es jetzt für Sie verschiedene Möglichkeiten und selbstverständlich haben Sie Zeit in Ruhe darüber nachzudenken. Wahl Nummer eins: Sie gehen ins Krankenhaus, weil Sie sich dort besser aufgehoben und betreut fühlen. Dort kann es sein, dass Sie in die Intensivstation – je nach Ihrem Zustand – gelegt werden. Sind Sie dort, können Sie keinen Besuch bekommen. Im normalen Krankenzimmer auch sehr wenig bis gar keinem. Es kann sein, dass wir Ihnen eine künstliche Beatmung vorschlagen. Dass heißt, dass wir Sie in ein künstliches Koma setzen, Sie mit einem Beatmungsgerät intubieren – also wie bei einer Operation narkotisiert werden – allerdings in diesem Fall nicht wie bei einer Operation ein paar Stunden sondern jetzt Tage, wenn nicht Wochen so liegen werden. Es kann sein, dass Sie sich wieder erholen und weiterleben können. Es kann aber auch sein, dass Sie Schäden davon tragen und es kann sein, dass Sie während oder anschließend daran sterben. Natürlich können Sie das auch ablehnen und wir können versuchen, Sie durch andere mildere Arten der Beatmung zu stabilisieren. Es kann aber sein, dass uns das nicht gelingt.

Sie haben noch eine weitere Wahl: Sie möchten nicht in ein Krankenhaus sondern lieber zuhause bleiben. Dort können Sie weiterhin betreut werden und von Ihren Liebsten besucht werden. Sie werden keine Schmerzen haben und auch nicht qualvoll ersticken, sondern wir sind in der Lage Ihren Körper schmerzfrei zu halten. Es kann sein, dass Sie an dem Corona Virus sterben, es kann aber auch sein, dass Sie sich wieder erholen. Das können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Das hängt vor Ihrem Zustand ab. Das sind Ihre Wahlmöglichkeiten.

Überlegen Sie sich bitte, was sie wählen möchten.“

Was würden wir wählen – am Ende unseres Lebens?

 

„Tut mir leid, dass ich Sie störe. Sie haben bestimmt viel zu tun …“. Die meisten von uns nicken – und hoffen, dass der oder die Fragende nicht noch einiges auf den eh schon vollen Terminkalender oder die To-do-Liste schaufeln will. Was wäre, wenn die Antwort lauten würde: „Nein, ich habe nicht viel zu tun. Ich habe alle Zeit der Welt.“ Was würden wir über die Person denken? Wie sie einordnen? Wie würden wir uns selbst fühlen „alle Zeit der Welt“ zu haben? Ängstlich, besorgt, befreit? Selbst wenn wir es uns für eine Weile leisten könnten, würden wir die Chance ergreifen? Oder gäbe es zuviele Bedenken, die uns davon zurück halten, Zeit mal wirklich „sein zu lassen“? Für einige ist „Alle Zeit der Welt“ eine Rentenversion, wenn die berufliche Tätigkeit erledigt, die Kinder aus dem Haus und der Hund an Altersschwäche gestorben ist. Die Zeit für Stille und Meditation – wenn sie überhaupt untergebracht wird – fühlt sich für viele wie ein erschöpftes Ausatmen an.

Zeit. Viele nehmen sie sich erst, wenn der Körper krank wird oder sie so unglücklich sind, dass sie die Notbremse ziehen. Das passiert dann, wenn die Wünsche unserer Seele lange unterdrückt oder ignoriert worden sind. Wenn der Körper sich nicht anders zu helfen wusste, als massiv darauf hinzuweisen, dass das Leben neben der Achtsamkeit auch freie Zeit braucht. Seit dreißig Jahren gebe meinem Leben und meinem Körper viel Achtsamkeit. Freie Zeit habe ich mir selten gegönnt. Es gibt ja Dinge zu erledigen. Die Welt zu heilen. Unterstützung sein. Mehr zu lernen. Mehr zu erfahren. Wacher zu werden. Und, wenn man wie ich, gerne alles „richtig“ machen will, braucht man dafür all die Zeit, die einem zur Verfügung steht. Doch im Sommer im letzten Jahr merkte ich, dass ich freie Zeit brauche. Trotz alledem was mein Verstand so als „wichtig“ einordnet. Sich mal zurückzuziehen. Zu schauen was passiert, wenn der Kalender nicht gefüllt ist und es keinen Erledigungsdruck mehr gibt. Ich musste dafür nicht krank werden – dafür bin ich mir dankbar – ich habe mir die Zeit genommen, weil ich den Seelenwunsch spürte: „Für diese Erfahrung ist es jetzt Zeit.“

Einfach war es trotzdem nicht.

Gewohnheiten sind aus einem guten Grund Gewohnheiten geworden: Wir machten etwas häufig und unsere Synapsen, die diese Gedanken und diese Wege vorgeschlagen haben, waren dadurch stark miteinander verknüpft. Jede Änderung ist eine Änderung des Systems. Und ein System zu ändern, ist selten einfach. Bis noch vor zwei Monaten war meine Antwort immer die gleiche auf die Frage, wie es mir geht mit dieser von mir jetzt gestalteten freien Zeit ohne Termine. Wie ich damit umgehe von einem vollen Leben in ein leeres zu wechseln. Wie das ist, die Bremse anzuziehen und von Aktion in den Rückzug zu wechseln. Meine Antwort darauf: „Jeden Morgen wache ich auf und habe das Gefühl ich schaue auf eine abgemähte Wiese. Alles ist abgeerntet. Nichts Neues wächst. Es ist einfach leer bis auf ein paar Stoppeln und ein paar Steinen und dann denke ich mir nicht wirklich begeistert: „Und was mache ich jetzt mit dem angebrochenen Tag?“ Und jedes Mal, wenn ich das erzählte, wurde ich noch genauer angeschaut. Wie meint sie das? Ist sie deprimiert? Angestrengt? Traurig? Bedauert sie es? Wenn ja, warum ändert sie es nicht? Klingt ja nicht toll. Passt auch irgendwie nicht zu ihr. Wie lange geht das denn noch? Warum macht sie das nochmal? Und: Wann wird sie damit aufhören?

Ich bemerkte den Blick und spürte, dass ich noch etwas hinzufügen sollte, damit mein Gegenüber sich keine weiteren Sorgen um mich macht: „Alles ist gut. Es ist nur ungewohnt. Das ist gerade mein jetziger Zustand und ich bin täglich mehr dabei, mich damit anzufreunden. Etwas ist vorbei und etwas Neues wird daraus entstehen. Da heißt es, so lange im Geburtskanal zu bleiben, bis ich eben … in ein neues Sein geboren werde.“ Und dann lächelte ich beruhigend und schaute ihr oder ihm zu, wie sie schnell zurückgingen in ihr volles Leben und ich lehnte mich wieder zurück und richtete mich in meinem leeren Leben langsam ein.

Aber war es denn leer? Es war leer von Terminen. Leer von all den Aktionen, die ich gewöhnt war. Natürlich gab es immer noch Sachen die ich machte: Meditieren, Duschen, Anziehen, Aufräumen, Kochen, Einkaufen, Yoga, Bodyblessing, Emails beantworten, zu Anfragen Nein sagen. Vieles hatte mehr Zeit bekommen. Meine täglichen zwei Meditationen wurden vier, fünf, sechs. Länger als üblich. Ich lag eingepackt in meiner Hängematte im Garten und hörte den Vögeln zu. Früher mal eine viertel Stunde, in diesem neuen Sein manchmal Stunden. Meine Spaziergänge waren länger. Die Zeit mit mir alleine war länger. Ich hatte mich an die Langsamkeit gewöhnt und sie vor allen Dingen zu schätzen gelernt – die Langsamkeit, die in meinem Leben bisher fast gar keine Rolle spielen durfte.

Die Langsamkeit wird in unserer Gesellschaft nicht geschätzt.

Ist jemand in der Schule langsam, wird er oder sie als doof abgestempelt. Denkt jemand länger über eine Sache nach, ist sie entscheidungsschwach. Braucht jemand länger bei einer Arbeit, kostet das unnötig Geld. Meine Synapsen waren auf „schnell“ trainiert. Jetzt gab es ein umtrainieren. Die Bildung neuer Synapsen, die nicht mehr in „schnell“ oder „langsam“ einteilen werden, sondern nur noch im Einspüren: Was wollen wir (Seele, Persönlichkeit, Körper) gerade SEIN?

Als ich meiner Seele und ihrer Aufforderung mich in die Stille zurückzuziehen folgte und das, was ich bisher gemacht habe erst einmal sein ließ, da hatte mein Verstand eine bestimmte Vorstellung wie diese kommende Zeit denn aussehen würde: Ich sah mich wieder mehr im Atelier bildhauern, vielleicht sogar wieder malen, mehr singen, mehr trommeln.

Nichts davon war passiert. Meine Kreativität machte ebenfalls Pause und obwohl ich „alle Zeit der Welt“ hatte, gab ich dafür keine Zeit her. Es fehlte mir schlichtweg der Impuls. Das irritierte mich. Verwunderte mich. In einem Anflug von „Also das gibt es doch nicht“ begann ich wieder Gitarrenunterricht zu nehmen. Ich übte auch … ab und zu … dann seltener … dann gar nicht mehr. Jedes Mal wenn ich daran dachte, die Gitarre in die Hand zu nehmen, zögerte ich und legte mich lieber in den Garten.

Ich schätze das Zögern. Früher – also ganz früher – war ich unendlich genervt davon. Das Zögern schien mich von etwas abzuhalten. Von etwas Tollem, Großen. Von Wünschen, die ich mir erfüllen wollte. Ziele, die es zu erreichen gab. Von einem Leben, dass da vor mir lag und mir endlich Erfüllung bringen sollte. Und so schimpfte ich mit dem Zögern und ignoriert es meistens und stürzte mich in Abenteuer und Liebesgeschichten, von denen mich mein Zögern bewahren wollte. Dann fing ich an auf das Zögern zu hören. So wie man endlich einem gereizten Menschen zuhört, damit er hoffentlich Ruhe gibt. Ich begann die Weisheit im Zögern zu erkennen und jetzt – wenn ich zögere – lasse ich alles erst einmal stehen und liegen und warte bis ich verstehe WESWEGEN ich zögere. Es gibt immer einen Grund! Selbst wenn ich ihn noch nicht weiß, so gebe ich dem Zögern Platz sich zu entfalten. Und deswegen legte ich die Gitarre wieder auf die Seite und ging in den Garten, oder spazieren und gewöhnte mich daran, dass das – was mich mal ausgemacht hat – gerade nicht mehr da ist.

Mir war das schon mal passiert. In meinen Wechseljahren („Kein fliegender Wechsel“- mein Buch zum Thema) vor knapp zehn Jahren und damals stürzte ich überraschenderweise in ein tiefes Loch. Doch dieses Mal stürzte ich nicht mehr. Ich glitt eher dahin. Es gab auch kein Loch, sondern eher eine … hm … tja, eine gemähte Wiese. Irgendetwas wird irgendwann mal wieder darauf wachsen. Das weiß ich. Und obwohl sich auf der Oberfläche noch nichts zeigt, so bewegt und wächst doch etwas Unsichtbares unten im Wurzelwerk und es wächst nicht schneller, wenn ich daran ziehe.

Und so wartete ich ab und warte noch. Beobachtete meine Freunde, die weiterhin ihr volles Leben haben. Schaute ihnen ab und zu sehnsüchtig hinterher, wenn sie ihren üppigen Terminkalender abarbeiten und genau wussten, wohin sie gehen und was sie zu tun haben.

Ich weiß nicht wohin ich gehe und ich weiß auch nicht, was ich zu tun haben werde. Ich weiß nur, ich werde wieder etwas haben, das mich begeistert. Je länger ich in dieser Stille bin, desto wohler fühle ich mich. Ich weiß es ist richtig. Ich weiß das gehört sich so. Jetzt. Zu diesem Zeitpunkt. Für mich und mein Leben. Es entsteht jetzt eine Gelassenheit mit diesem Zustand. Ich schätze ihn jetzt. Erfreue mich sogar häufiger daran. Und ich bin achtsam und aufmerksam und ich bewege mich nur vorsichtig vorwärts, denn die Vorboten von etwas Neuem zeigen sich schon. Ich singe wieder mehr. War auch schon einmal im Atelier mit einem Pinsel in der Hand. Ich suche gerade neue Vorhänge für mein Büro aus, wir planen eine neue Heizung und bei uns auf dem Land organisiere ich einen Infoabend für Carsharing und ich schreibe gerade diesen Blog.

Es bewegt sich was …

 

 

Ihr Lieben,
ein neues Jahr. Alleine die Zahl sieht – finde ich – sympatisch aus: 2020. Ein neues Jahr beginnt für viele mit Wünschen, Vorsätzen, neuen Ausrichtungen. Es ist wie ein Aufwachen: Was will ich gestalten? Wie möchte ich leben? Was unbedingt verändern? Jede Veränderung braucht ca. zwei Monate, bis sie sich in unser Leben integriert hat und sich „normal“ anfühlt. Diese Zeit der Veränderung läuft selten rund. Meine Freundin Margit hat es so beschrieben: „Manchmal fühle ich mich, als wenn ich im Türrahmen zwischen zwei Zimmern stehen würde – und es zieht.“
Ein Raum ist noch nicht verlassen worden. Der andere noch nicht betreten. Wir erspüren, dass wir eine Mischung sind: Aus dem, was wir bisher waren und aus dem anderen Aspekt, zu dem wir uns entwickeln bzw. erblühen möchten. Die Herausforderung dabei ist, dies nicht verbissen zu tun. Sich immer wieder daran zu erinnern, dass wir nur mit Verständnis und Leichtigkeit in die wache Weite gelangen …

Die Erforschung der Zeit

Erforschung der Zeit

Erforschung der Zeit

Passend dazu habe ich vor kurzem einen Blog geschrieben. Es geht um die flüssige Zeit – wie wir sie erleben und/oder verändern können. Nicht nur durch Emails, Handys oder Soziale Medien werden wir immer schneller (hektischer?) und es wird auch erwartet, dass wir schnell reagieren. Was heißt das in unserem Leben? Wie können wir unsere Zeit verteidigen?
Hier der link zum Blog


Über die Liebe …

Über die Liebe ...

Über die Liebe …

Ein Gespräch mit Peggy Rockteschel für Welt im Wandel TV. Es war eines meiner letzten Video-Interviews vor meiner jetzigen Rückzugspause und bitte verzeiht, dass ich nicht oft in die Kamera (also zu Euch) geschaut habe: Ich habe mich den Leuten zugewandt die da waren und im Publikum saßen.
Als ich das Video zum ersten Mal sah, bemerkte ich klar die „zwei Seelen in meiner Brust“ – wie man es gerne nennt. Einmal (im Video) die Sabrina, die unterhalten kann, die sich bemüht Zusammenhänge zu verbinden, gepaart mit Humor und Leichtigkeit, die lebendigen Austausch mit dem Publikum anregen möchte und für die die Bühne und die Öffentlichkeit ein vertrauter Raum ist.
Die andere Sabrina taucht in diesem Gespräch kaum auf. Die Sabrina, die die Stille bevorzugt, langsam ist, abwartend. Ich betrachtete mich im Video mit dem Bewusstsein, dass ich hier die „alte“ Sabrina beobachte. Es war ein bißchen so als schaute man ein altes Fotoalbum an. Ein interessantes Gefühl …
Hier gehts zum Link:
Die drei Arten von Liebe.


Zwei Bücher – über Trennungen

Zwei Bücher - über Trennungen

Zwei Bücher – über Trennungen

Die Rechtsanwältin Corinna Langwara hat ebenfalls ein Buch über Trennungen geschrieben und ich empfehle es gern. Beide Bücher „Trennungsversprechen“ und „Wenn wir uns trennen, lernen wir uns kennen“ beleuchten manchmal unterschiedliche, manchmal verwandte Aspekte. Corinna ist Fachanwältin für Familienrecht und ich wünsche ihr und uns sehr, dass es bald mehr Anwältinnen und Anwälte wie sie gibt.


Magic …

akademie raumDie Galerie Schwabing ist ab diesem Jahr vermietet. Es war mal wieder ein wundervoll magischer Moment. Mein Verstand wollte unbedingt eine Anzeige in Immoscout aufgeben und meine Intuition schmunzelte darüber. Ich sagte dann meinem Verstand, dass wir das mal für zwei Wochen probieren, nur damit er Ruhe gibt. Es gab über die Anzeige nur wenige Anfragen, die sich auflösten. Ich nahm die Anzeige wieder herunter und … wartete.
Kurz danach sagte mir meine Intuition, dass ich Nachts das Licht in der Galerie anlassen soll – was wir nie machten. Freunde von mir gingen „ausnahmsweise“ Nachts an dieser Straße in München spazieren und sahen Stankos Bilder und meine Bücher und den Zettel am Fenster, dass die Galerie zu vermieten ist. Sie riefen mich sofort an und kamen am nächsten Tag. Sie übernahmen alle Möbel, wollen es weiterhin als Galerie und als Raum für Gemeinschaft benutzen und ich kann die Galerie auch tageweise zurück mieten, falls ich das wünsche.

Ohne das in der Nacht brennende Licht wäre weder die Galerie, noch der Vermietungshinweis aufgefallen.
Immer wieder darf ich erleben, wie Intuition funktioniert. Der Verstand – den ich sehr schätze – ist für bestimmte Aspekte einfach nicht wirklich geeignet. Es ist einfacher sich auf die tiefe Stimme unserer Seele zu verlassen.

Das wünsche ich uns allen von Herzen,
Sabrina