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Meine Zeit des Rückzugs scheint ihrem Ende entgegen zu gehen. Ich merke, dass ich gerne wieder „Ja“ sage. Ich erspüre schon seit einer Weile eine neue innere Lust und eine aktivere Bewegung wieder mehr zu erschaffen. Mehr „mitzuspielen“. Dabei kommt immer wieder ein bestimmtes Thema hoch. Ich merke bei diesem Thema eine besonders kraftvolle innere Bewegung, die ich am Anfang mit einer leisen Sorge betrachtet habe. Es war eine Bewegung, die mit einem Gefühl von „Das ist ungerecht. Das ist nicht in Balance. Da braucht es Veränderung.“ hochkam.

Gefühle, die mit einer starken Kraft kommen, werden von mir besonders aufmerksam betrachtet.

Und zwar nach folgenden Gesichtspunkten: „Will ich Recht haben?“ – „Bin ich in der Bewertung gelandet?“ – „Gelingt es mir, dies mit Ruhe und Gelassenheit zu betrachten?“ Kraft ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Aber es braucht ein genaues Betrachten was der „Treibstoff“ dieser Kraft ist. Ist es eine Bewertung, eine Rechthaberei – oder ist es ein Aspekt meines Seelenweges, der sich mit dieser Kraft zeigen will? Denn Kraft, das wissen wir alle, ist für vieles ein Motor. Doch da kommt es eben auch auf den Treibstoff an: Ist es Öl oder Sonne, die dieses Gefährt bewegt?

Das Thema? Dass die Hälfte der Weltbevölkerung (das Weibliche) immer noch nicht ihren rechtmässigen Platz einnimmt und die alte Gewohnheit des Patriarchats sich bemüht, seine Position zu behalten. Ich lese gerade viel darüber (unter anderem auch das sehr zu empfehlende Buch: „Unsichtbaren Frauen – wie eine von Daten erherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert“ von Caroline Criado-Perez) und erspüre jedes Mal dieses innere – hm … aufflammen – mich da mehr einzubringen. Doch wie? Das ist ein weiterer Aspekt meiner Erforschung.

Doch dabei möchte ich das nicht verlieren, was ich seit Ende 2019 mir erschaffen habe: Den Genuss der Langsamkeit. Die noch tiefere und angenehme Freude des Seins. Die Zeit alleine. Das Co-Bewusstsein von Im-Körper-sein und Mehr-als-Körper-sein. So werden diese ersten Schritte in etwas „Neues“ aufmerksam von meiner neuen inneren Langsamkeit beobachtet.

Wie kann man/frau sich das vorstellen? Jede*r von uns hat Zeiten der Umorientierung und wie wir damit umgehen hängt von unserem Seelenweg und unserer Persönlichkeit ab. Und im Idealfall nehmen wir das mit, was wir in diesen Veränderungsphasen über uns erfahren oder vertieft haben. Doch da gibt es auch eine Eingewöhnungsphase in der das Neue in unserem Körper, in unseren Synapsen, vertieft wird. Die alten Synapsenverbindungen sind noch nicht ganz gelöst – die Neuen haben noch nicht komplett übernommen. Da gilt es wachsam zu sein…

Das, was ich in diese neue Phase mitnehmen werde, ist meine Entdeckung der Langsamkeit.

Die will ich nicht verlieren. Dafür muss ich selbst sorgen. Gestern Abend zum Beispiel war mir aufgefallen, dass mein Wohlfühlgefühl während des Tages leicht abgesunken war. Das nehme ich nicht nur wahr, sondern das will mir etwas sagen. Was genau hat mein energetisches Feld zu einer anderen – dichteren – Schwingung gebracht? Ich spreche hier nicht über ein dramatisches Abfallen. Da gibt es keine tiefe Trauer, Unzufriedenheit oder Frustration. Wenn ich das prozentual ausdrücken müsste, dann reden wir von vielleicht 10%. Früher – als ich mit meiner Erforschung erst begann – hatte ich Wechsel in meinem energetischen Feld – also dem Zustand zwischen Unwohl- und Wohlfühlen – die stündlich wechselten und zwar rigoros von oben nach unten. Ich dachte, so ist das Leben eben. Nun ja, so war „mein“ Leben. Und das konnte und habe ich verändert.

Wenn ich also merke, dass mein Wohlgefühl absinkt, dann braucht es dazu meine Erforschung.

Also: Was habe ich gedacht? Was habe ich getan? Wo war ich? Ich gehe durch jede dieser Fragen gesondert durch.

„Was habe ich gedacht?“

Gelegentlich gibt es Gedankenschlaufen, an denen wir festhängen. Dinge, die wir gedanklich wiederholen. Gestern habe ich einiges organisiert. Und festgestellt, dass ich zwar ein paar Mal meditiert habe, aber mein Kopf ziemlich beschäftigt war: Mit verschiedenen Projekten und einer Planung von „Was ist noch zu erledigen“. Eine meiner Hausaufgaben ist nichts mehr „schnell“ erledigen zu wollen. Beim Nachforschen merkte ich, dass ich einen Hauch zu schnell war für mein jetziges Sein.

Die zweite Frage: „Was habe ich getan?“

Morgens habe ich getanzt, mehrmals tagsüber meditiert, aber ich war nicht spazieren. Was für mich wichtig ist. Ich war also nicht „draußen“. Ein weitere Grund warum mein Wohlfühlen abfällt. Und ich saß lange vor dem Computer und fühlte wieder eine Art von Verpflichtung, etwas bald abzuschliessen. Ein Hauch der ehemaligen Schnelligkeit wollte sich auch da wieder breitmachen.  Und ich war mit Technik beschäftigt. Ich habe meinen Gesang für eine Meditation aufgenommen und mein Tontechniker-Equipment war eine Herausforderung. Das Singen hat mir Freude gemacht, aber das wurde durch die Technik anstrengender. Dinge klappten nicht so, wie ich mir das wünschte. Gelegentlich habe ich den Anspruch an mich alles alleine machen zu wollen. Alles können zu wollen (lach). In diesem Technikbereich gibt es noch zu häufig eine leichte Frustration – die auch ganz schön massiv werden kann. Da werde ich eine andere Lösung finden müssen. Da brauche ich Hilfe. Unterstützung.

Die dritte Frage: „Wo war ich?“

Das betrifft meistens einen Aspekt des Aufnehmen von anderen Energiefeldern. Ich war nur Zuhause und mein Liebster war in seinem Büro und zwar sehr beschäftigt, aber fühlte sich wohl. Also das kann es nicht gewesen sein. Allerdings auch da: Wo war ich nicht? Ich war nicht spazieren. Ein wichtiger Aspekt meines Wohlfühlens.

 

Als ich heute früh aufwachte, spürte ich mich immer noch nicht in meinem normalen Wohlgefühl angekommen und so meditierte ich ganz speziell darüber. Dazu scanne ich meinen Körper, um zu sehen wo diese „Dichte“ liegt. Sie lag in meinem Herzen. Ein wallnuss-großes Teil, das ein Gefühl hielt, das mir vertraut ist: „Es allen Recht machen zu wollen.“ Was natürlich auch mit der „Anerkennung Anderer“ zusammenhängt. Viel habe ich davon losgelassen und selten kommt es hoch. Aber es kommt noch hoch. Wie eben jetzt. Warum verstand ich auch sofort. Gestern ging es um die Planung einer virtuellen Eigentümerversammlung (ich bin im Beirat) und da wir uns nicht persönlich treffen können, war es mir wichtig, dass die Einladung so klar und verständlich wie möglich für alle ist. Denn der Text der Einladung ist – da der Austausch fehlt – für eine Abstimmung sehr viel wichtiger als üblicherweise. Dieser innere Wunsch „alle einbinden zu wollen“, „es verständlich zu machen“, „Unklarheiten vorzubeugen“, einen „guten Job als Beirätin“ zu machen, löste dieses Gefühl in mir aus. Zugleich fiel mir auf, dass eine alte Gewohnheit von mir wieder zurückkommen wollte: Dinge schnell zu erledigen. Am besten VIELE Dinge schnell zu erledigen. Früher war mein Tag angefüllt mit Verpflichtungen. Dinge, die ich zu erledigen hatte. Je voller der Kalender, desto „nützlicher“ fühle ich mich.

Dies war mein Treibstoff, der mich früher vorantrieb.

Die Langsamkeit hatte damals keine Platz. Ich habe in den letzten ein-einhalb Jahren meinen „Treibstoff“ verändert. Wenn man so will von Öl auf Sonne. Und an diesem Tag fiel ich wieder in meinem alten Treibstoff zurück. Diesen Treibstoff möchte ich nicht mehr nutzen. Mein abfallendes Wohlgefühl machte mich darauf aufmerksam.

Als ich das erkannte, verschwand es.

Der ganze Prozess der inneren Erforschung hat vielleicht zehn Minuten gedauert. Das ist auch das Wunderbare daran, dass diese Klarheit so leicht hochkommt. Und danach erlaubte ich der Meditation das zu sein, was sie ist: Stille. Innere Beobachtung des Körpers. Angenehmes Sein.

Wach bleiben. Eine Lebensaufgabe. Das hört sich vielleicht für manche nach einer Anstrengung an. Ich empfinde das als eine besonders bereichernde, eine besonders hilfreiche, eine besonders spannende Lebensaufgabe und damit ist sie eben auch

besonders schön …

 

 

 

Ihr Lieben,
ein neues Jahr beginnt. Selten wurde ein neues Jahr weltweit so erwartet wie dieses 2021 – so scheint es mir. Viele haben Wünsche und Hoffnungen damit verknüpft: Auf Veränderung. Verständnis. Gesundheit. Klarheit. Gemeinsamkeit. Umarmungen. Nähe. Nähe! Wie klar es uns in diesem Jahr wurde, was es zu einem erfüllten Leben braucht. Wir haben Dinge schätzen gelernt, die uns noch vor kurzem zu normal vorkamen, um überhaupt ein paar Gedanken daran zu verschwenden. Jede*r von uns schwingt in seiner einzigartigen Mischung und trägt damit dem Gesamtkunstwerk Welt bei. Und jede davon ist so wichtig. Ein paar Tropfen Essig können ein Gericht so verändern, dass es uns nicht mehr schmeckt. Sorgen wir dafür, dass wir nicht der Essig sind. Sondern dass mehr und mehr von uns verstehen, dass es uns alle braucht, um eine Welt zu erschaffen, in der sich alle wohlfühlen. Gerade habe ich mir noch überlegt, worüber ich in dem neuen Podcast sprechen soll, der am 1. Januar rauskommt. Jetzt weiß ich es: Lasst uns unser energetisches Feld anschauen. Unsere Schwingung. Was sie braucht. Was sie schwächt und wie wir es stärken können.


interwiew-sabrina-2020

interwiew-sabrina-2020

Barfuß und sensibel?

Ja. Barfuß bin ich immer noch. Allerdings dieses Jahr etwas weniger als sonst. Normalerweise schauen Leute nur neugierig, wenn ich barfuß gehe. 2020 – durch Corona – schauten einige verschreckt. Barfuß kann Corona nicht verbreitet werden – aber ich möchte trotzdem keinen Schrecken verbreiten. Deshalb war ich öfter als sonst mit Schuhen unterwegs. Aber immer noch viel, viel mehr als mit. Stefanie und Christiane haben einen Podcast der „Hochsensible AuJA!“ heißt und sie wollten mehr übers Barfußgehen wissen und ob das denn vielleicht hilfreich für die Erdung ist und damit die eigene Sensibilität stützt. Hier ist der link zum reinhören und zu unserem hoffentlich auch für Euch interessanten Gespräch.


WahreLiebe_Facebook-Post

WahreLiebe_Facebook-Post

Trennungen …

Astrid Dechant begann ihre Erforschung über Liebe und Trennungen mit einem Schock: „Nach 21 Jahren Partnerschaft brachte mich der Trennungswunsch meines Mannes in verzweifeltes Straucheln. Mein Leben beinhaltet die herzzerissene Sehnsucht und das Ziel wahre Liebe zu leben. Wie geht wahre Liebe leben und Trennung überwinden? Wohin mit meinen dunkelschwarzen Emotionen? Wie kann ich mich mit meinem wahren Selbst, der Selbstliebe, meiner Seele, meiner SchöpferInnenkraft und auch wieder in der Beziehung mit ihm verbinden? Wie kann ich die Schleier des Vergessens heben, die mich vergessen lassen haben, dass ich in einem gigantischen Quantenfeld der Liebe zuhause bin?“ Sie möchte teilen, was sie darüber erfahren hat und auch ich bin eine ihrer Gesprächs-PartnerInnen. Ihr wisst ja wahrscheinlich schon, wie es geht: Jeden Tag werden kostenlos Interviews für 24 Stunden freigeschaltet. Anmelden könnt ihr Euch hier. Mein Interview wird am Samstag, den 23. Januar ab 18.00 Uhr ausgestrahlt.


10 Gebote für Trennungen

10 Gebote für Trennungen

Ein Beziehungsbuch …

Trennungen können so ein wunderbarer Weg in unser eigenes Erwachen sein. Besonders dann, wenn wir verstehen, wozu uns das passiert ist und warum wir uns für diese Beziehung entschlossen haben. Deshalb ist mein letztes Buch besonders ein Beziehungsbuch. Es geht um unseren Umgang mit Anderen und natürlich auch mit uns selbst. Verstehen wir was Selbstliebe, Selbstfürsorge überhaupt ist? Wissen wir, wie wir uns mitteilen? Und geht das nicht vielleicht klarer? Damit wir das nächste Mal anders beginnen oder das letzte Mal endlich heilen können: Wenn wir uns trennen, lernen wir uns kennen. Und natürlich wünsche ich mir auch, dass meine drei Online-Kurse dazu beitragen. Gerade Kommunikation ist so ein wichtiger Bereich und meine Studierenden sind immer wieder überrascht wie schnell sich Gewohnheiten verändern können, wenn wir sie üben.


Podcast 18 Verzeihen

Podcast 18 Verzeihen

Verzeihen lernen

Ich saß viele Jahre in meiner Vergangenheit fest. Sie hatte mich im Griff. Der Weg daraus hat bei mir gedauert. Ich hatte lange nicht verstanden, was es dazu braucht. In diesem Podcast beschreibe ich wie ich gelernt habe die Vergangenheit zu befrieden und wie ich Verzeihen lernte.
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Und natürlich auch auf meiner Website www.sabrinafox.com


facebook

facebook

Live auf Facebook

Ab und zu bin ich live auf Facebook und das kann man wohl auch anschauen, wenn man nicht selbst auf Facebook ist. Dieses Mal gab es viele Themen und einen schönen Austausch. Gegen Ende ein Ritual für den Abschied – passend für den Jahreswechsel. Das Video ist auf meiner Seite weiterhin auch zu sehen – selbst wenn ihr live nicht dabei wart.


Weisheitsübung

Weisheitsübung

Die Weisheitsübung – eine Bewegungsmeditation

Es gibt verschiedene Arten der Meditation und diese hier ist eine Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele: Die Weisheitsübung. Dies ist ein Ausschnitt aus meiner Masterclass: Lebe die Sehnsucht Deiner Seele. Vielleicht möchtet ihr die Meditation mal ausprobieren?


stanko watermelon colorfieldpainting

stanko watermelon colorfieldpainting

Meditative Farbfelder

Die Bilder die in meinem ehemaligen Workshopraum in München hängen, sind von meinem Liebsten Stanko. Ich habe die große Freude sie täglich zu sehen und mich von Farbe und der Strahlkraft inspirieren zu lassen. Meine Lieblingsbilder wechseln. Zur Zeit ist es das hier. Wenn die Augen ruhen und eben nicht ein Boot, ein Gesicht, eine Landschaft sehen, sondern einfach nur die Schwingung einer Farbe – und wenn wir bereit sind uns darauf einzulassen, dann beruhigt sich der Geist. Vor Jahren habe ich einen Film über Stankos Bilder und Stankos Arbeitsweise gemacht. Falls es Euch interessiert: Ein Meer von Farben


sabrina beim kneipen

sabrina beim kneipen

Keine Sorge, lange blieb ich nicht im Wasser. Dazu ist es dann doch zu kalt. Aber so ein „Ich-Zusammenzieher“ – wie es mein Liebster Stanko nennt – kann nie schaden ;-) Das ist ein Moment sich wirklich im JETZT aufzuhalten – ein Zustand, der mir hoffentlich mal in Fleisch und Blut übergeht …
Eine alte Dame kam vorbei und meinte: „Also das sieht aber kalt aus!“ Und ich lachte und meinte: „Das ist es auch. Aber Spass macht es trotzdem.“
Und das wünsche ich uns in diesem Monat: Dafür zu sorgen, dass wir bei all den Aufregungen unserer Freude genügend Platz geben.

Seid umarmt,
Sabrina

Ihr Lieben,
wäre es nicht erleichternd, wenn wir immer genau wissen würden, was „richtig“ und was „falsch“ ist? Gerade in Zeiten der Unsicherheit sehnen sich viele nach Klarheit und nach einfachen Schwarz-Weiß-Regeln. Natürlich wissen wir, dass dies so einfach nicht ist. Wir sind unendliche Seelen, die hier eine menschliche Erfahrung machen und – manchmal fühlen wir uns mit der Unendlichkeit verbunden, und manchmal nicht. Das kann sich gelegentlich tage- oder stundenweise ändern. Manche von uns haben eine andere Art des „Verbindens“. Sie channeln. Channeln ist für manche ein Geschenk: Jemand geht in Trance und verbindet sich mit der Unendlichkeit. Für manche ist Channeln ein Akt des „Teufels“ oder „Spinnerei“.


In der Geschichte der Menschheit gingen Menschen in Trance um sich mit der Göttlichkeit zu verbinden. Manche können es, manche nicht – und manche tun so, als könnten sie es. Mein Seelenbruder LD Thompson channelt Solano, eine Wesensheit, die ich seit 25 Jahren schätze und die ich als weisen Meister und Lehrer betrachte. LD hat zwei seiner Bücher beim Amra-Verlag herausgegeben, der dieses Jahr vom 23. bis 30. Oktober einen Channeling-Kongress veranstaltet. Ihr könnt Euch dort kostenlos anmelden und es werden jeweils die Beiträge verschiedener Channelerfahrenen freigeschaltet. Hier ist der Link zur Anmeldung und hier der link zu meinem Beitrag bzw. dem Trailer dazu: Ich spreche über meine Erfahrungen mit Channeling.


Wie wollen wir alt werden?

podcast 6

podcast 6

Jeden Freitag gibt es einen neuen Podcast von mir. Die letzten Themen in den letzten Wochen waren: Brauchen unsere Träume ein Update? Warum ich meditiere. Und: Gewohnheiten (ich habe aufgehört Cremes zu benutzen). Wie kann man noch mit Meinungen umgehen (gerade zur Zeit sehr passend, finde ich). Im neuesten Podcast spreche ich über das Älterwerden. Ich werde gerne älter und freue mich auf das, was noch vor mir liegt. Wie gestalten wir eigentlich unseren Blick auf das Alter? Hier sind die Links dazu und ihr könnt den Podcast natürlich auch abonnieren.

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arte screenshot

Osteopathie…

Ich möchte Euch gerne einen Arte-Beitrag über die Osteopathe empfehlen. Ich schätze diese Art der Berührung sehr und vielleicht interessiert Euch ja diese Dokumentation. Immer mal wieder denke ich darüber nach, mich noch intensiver damit zu beschäftigen.


Zeit zusammen …

sabrina auf FBWie Ihr vielleicht aus den letzten Newslettern wisst, bin ich ab und zu live auf Facebook (Sabrina Fox Spirit). Im September war das am 10. und wenn ihr auf meiner Facebook-Seite runterscrolled, dann kommt Ihr auf das aufgezeichnete Video, in dem einige Fragen von Euch besprochen worden sind.
Immer wenn ich so eine Live-Schaltung mache, fallen mir später Sachen ein, die ich zu einem Thema „hätte“ dazufügen sollen; oder es könnte Mißverständnisse geben oder … ich habe etwas wichtiges vergessen. Zum Beispiel: Ich sprach darüber, dass ich nicht für eine Beziehung „kämpfe“ – natürlich tue ich was für eine Beziehung. Und klar kann ich das in meinem Büchern oder in den Online-Kursen tiefer und ausführlicher erklären. Also bitte verzeiht, wenn einiges fehlt …
Diese Videos werden aufgenommen und stehen dann auch weiterhin zur Verfügung. Falls Ihr bei Facebook seid (und ja, ich weiß, ich hadere auch immer mal wieder damit … aber habe noch keine Entscheidung getroffen) und mitmachen möchtet: Ich sage in der Regel einen Tag vorher Bescheid, wenn ich live bin.


segelnMir geht gerade das Schreiben ab. Das liegt auch daran, dass ich die letzten beiden Monate viel für den Binnenschifffahrtsschein gelernt und geübt habe. Schreiben hat eine andere Dimension, denn ich erforsche jedes Mal ein Thema tiefer, wenn ich an einem Blogbeitrag arbeite.
Es ist spannend Neues dazuzulernen. Man findet mehr über sich heraus: Möchte ich dieses Neue in mein Leben integrieren? War die Idee zwar interessant, aber die Realität nicht so stimmig wie gedacht? Oder wie bei mir und dem Segeln: Nette Idee, viel gelernt, aber meine neue Leidenschaft wird das nicht.
Und doch liebe ich es immer wieder Schülerin zu sein.
Vielleicht habt Ihr auch Lust im Herbst etwas Neues auszuprobieren?

Herzlichst,
Sabrina

Seit Dezember 2019 habe ich einen leeren Kalender. Da steht nichts mehr drin – außer den Geburtstagen, die sich jährlich wiederholen. Ich war weder krank, noch erschöpft, noch im Burnout. Ich war auch nicht gelangweilt oder unglücklich in meinem Leben. Und obwohl ich ein Leben führte, für das ich sehr dankbar war, wusste ich doch, dass meine Seele mich in eine andere Richtung leiten möchte. Aber in welche?

Am Anfang des letztes Jahres wurde mir klar, dass ich zu viele Wecker in meinem Leben gesetzt hatte. Wecker die mir sagen, was ich zu tun habe, wo ich wann zu sein habe, wen ich zu treffen habe und was ich zu erledigen habe. „Ticking clocks“ – also tickende Uhren – die mir meine Zeit und mein Leben einteilten. Und daran war ich gewöhnt; seit über vierzig erwachsenen Jahren.

Im Frühjahr 2019 begann ich „Nein“ zu sagen, um meinen Kalender frei zu kriegen. Das war das vierte Mal in meinem beruflichen Leben, dass ich mich zurückzog. Das erste Mal nach der Geburt meiner Tochter 1989. Dann Ende der 90ger Jahre für ein paar Jahre, als ich von meinem Helfersyndrom ausgebremst wurde und zu erschöpft war, um weiterzumachen. Zehn Jahre später war der Auslöser der Wunsch „ganz im Jetzt“ zu leben und der Wunsch herauszufinden, was ohne Planung eigentlich passiert (gleichzeitig rutschte ich in ein tiefes Loch initiiert durch meine Wechseljahre). Und jedes Mal habe ich danach – mal mehr und mal weniger verändert – wieder das aufgenommen, was ich vorher abgelegt hatte: Wieder Bücher geschrieben. Wieder Workshops gegeben. Wieder Vorträge gehalten.

Wird es auch dieses Mal so sein?

Ich ahnte anderes. Ende November 2019 dann hielt ich meinen letzten Workshop. Und nichts tickte mehr. Als das Ticken aufhörte, hörte auch meine alte Zeitrechnung auf. Ich verbrachte meine Zeit in meinem Hängesessel im Garten oder im Wald. Mein Liebster Stanko beschützte meine stillen Zeiten und wunderte sich, was sich daraus entwickeln würde. So kannte er mich nicht. Ich wunderte mich auch.

Ich wanderte durch leere Räume in meinem Hirn und verlor meine Lebenslust. Bewegte mich langsam, sehr langsam vom Sinn (etwas zu tun) zum Sein und bliebt dann dort erst einmal stehen.

Abwartend.

Ich hörte auf mich zu verabreden. Hörte auf zu schreiben. Dann hörte ich auf zu trommeln. Dann hörte ich auf zu singen. Ich hatte nicht nur die Lebenslust sondern auch meinen kreativen Schwung verloren und das war ich überhaupt nicht gewohnt. Ich dachte eigentlich, dass ich mit einem leeren Kalender eben mehr Zeit für Kreativität haben würde. Aber dem war nicht so. Mir fehlte schlichtweg die Lust und das Interesse.

Ich wartete. Erwartete, dass sich aus dem leeren Stoppelfeld, das jetzt mein Leben war, wieder etwas entwickeln würde. Aber es entstand nichts. Es blieb still. Dann kam Corona. Und es wurde noch stiller.

Jede und jeder verbrachte diese Zeit – und verbringt sie immer noch – passend zum eigenen Seelenweg. Ich schreibe hier über meinen, natürlich wissend, dass es für viele eine völlig andere Situation gab: Überforderung. Schnelligkeit. Sorgen. Und doch erlebten nicht wenige Mitmenschen eine ähnliche Zeitqualität. Wir entdeckten die Langsamkeit. Und zu meinem großen Erstaunen gefiel sie mir.

Das war ich nicht gewohnt. Alles was ich bisher machte, war schnell. Ich bewege mich schnell. Ich denke schnell. Ich organisiere schnell. Ich esse sogar immer noch zu schnell. Die Zeit war meine Begleiterin. Eine strenge Begleiterin. Eine, die eben auch mit einem Wecker (manchmal fühlte es sich an wie fünf!) in der Hand neben mir herlief – manchmal auch mit einer Peitsche. Zuerst verlor meine Begleiterin ihre Peitsche, dann den Wecker. Und dann lief sie nicht mal mehr neben mir her.

Die Zeit fing an unkonkreter zu werden, flüssiger und entschieden langsamer. Selbst die Stimme, die mich mein ganzes Leben lang vorwärts getrieben hatte, wurde still. Es blieb ihr ja auch nichts anderes übrig.

Vieles in der Welt wurde stiller. Langsamer. Ruhiger.

Wochen vergingen. Die Lebenslust kam nicht zurück – aber ein anderes Gefühl: Da entwickelte sich eine Art Lebensstille. Ein angenehmes und doch unvertrautes Gefühl. Nichts in mir trieb mich vorwärts. So muss sich eine Pflanze fühlen, die sich keine Gedanken darüber macht, ob sie wächst. Sie wächst einfach. In ihr und wahrscheinlich auch in uns ist das tiefe Wissen angelegt, dass alles, was da gerade passiert, genau so richtig ist.

Monate vergingen in denen ich lange schlief. Bis heute ist das so. Zehn, manchmal sogar zwölf Stunden. So als ob mein Treibstoff ein anderer wird und sich mein Körper umstellt. Dann wechselte langsam der morgendliche Blick. Ich sah beim Aufwachen nicht mehr das abgemähte Stoppelfeld vor meinem inneren Auge, sondern einen freien Raum, der von mir nichts erwartete. Der nicht gefüllt werden wollte. Der einfach nur sein durfte … und so lies ich ihn.

Ich merkte, dass ich mich von ego-driven goals (vom Ego getriebenen Zielen) komplett löste. Seit 40 Jahren stehe ich mehr oder weniger in der Öffentlichkeit. Erst durch meinen früheren Beruf als Fernsehmoderatorin, dann mit Vorträgen, Workshops, Büchern und Interviews. Da gab es Ziele. Erfolge & Misserfolge. Vergleiche. Nichts davon hatte ich mehr.

Immer wieder tauchte die Frage auf, ob ich mich in Zukunft von einem öffentlichen Leben zurückziehe. Werde ich eine Eremitin mit nur noch wenigen Kontakten? Es fühlte sich angenehm an, mich nur noch im weiten Sein aufzuhalten. Und der Gedanke, dass dies ab jetzt so bleiben wird, wurde verlockender.

In diesem Seinszustand gab es nichts mehr zu erreichen. Nichts mehr zu erschaffen. Ob ich jemals wieder schreibe, jemals wieder öffentlich etwas mache – all das war bedeutungslos geworden. Ich war in meiner eigenen Stille, in meinem eigenen Sein angekommen. Und doch war es nicht „mein eigenes“ Sein. Es war viel weiter als das. Oft löste ich mich auf. Von Sabrina zu … Nichts. Oder von Sabrina zu Allem. „Sabrina“ wurde meine Avatarin. Mein Spielzeug, mein Mensch: Erspürt und erfühlt als „Einzeln“ und – je nach Meditationstiefe – gleichzeitig als Teil eines „Nichts“ oder … Teil von Allem.

Wieder vergingen Wochen in denen ich diesen Zustand tief erspürte. Ich verbrachte Stunden in der Meditation und erfreute mich an diesem intensiven Körpergefühl  und an dem, was ich an und um mich herum erspürte: Die Anwesenheit der Engel. Pulsierende Farben. Geometrische Figuren, die sich in und um mich bewegten.

Mir fiel auch auf, das Dinge, für die ich früher vielleicht eine halbe Stunde gebraucht hatte, jetzt den ganzen Tag in Anspruch nahmen. Ich ahnte, was passiert, wenn man sich dem Sterben nähert. Und da ich schon immer Sterben interessant fand, fing ich an, mich noch mehr damit zu beschäftigen. Nicht nur deswegen, weil meine Mutter von uns Zeit und Aufmerksamkeit braucht und ihr Sterbeprozess ein so faszinierender wie langfristiger ist, sondern auch weil ich das raus- und reingleiten im Körper – sei es durch Schlaf oder Meditation – spannend finde. Kann ich „wach“ einschlafen? Kann ich mir beim schlafen zusehen?

Mir war klar, dass ich jetzt nicht sterben werde. Aber trotzdem starb etwas in mir. Löste sich auf. Ab und zu zog es mich an meinem Laptop und ich schrieb ein paar Gedanken auf. Das Schreiben erfreut mich und das werde ich bestimmt behalten. Eine neue Buchidee kam hoch und will erforscht werden. Im Außen begann ich kleinere Projekte zu übernehmen, um zu schauen, ob sie mich auch längerfristig begeistern. Bleibt das Interesse oder flacht es wieder ab? Durch die Erschütterungen für viele in der Corona-Krise entstand der Wunsch ausnahmsweise einen meiner Onlinekurse „Folge der Sehnsucht deiner Seele“ zu begleiten: Durch ein Forum mit Audionachrichten an die Gruppe, bei denen ich Fragen beantwortete. Es war eine sehr aktive Gruppe, bei der sich viel tat und es freute mich am Ende zu lesen „Ich hätte nie gedacht, dass ein Online-Kurs soviel bewegen kann“ oder „Ich fühle mich heute bei mir angekommen, wie noch nie in meinem Leben.“

Das Ergebnis meiner Unterstützung berührt den tiefen Wunsch in mir, etwas zum Wohl meiner Mitmenschen und der Welt beizutragen. Was möchte ich noch mitgestalten? Will ich überhaupt noch was mitgestalten? Und wenn ja, WIE möchte ich es mitgestalten?

Die Art und Weise wie ich bisher gelehrt hatte, fühlte sich beendet an. Das ahnte ich beim Erschaffen meiner drei Onlinekurse schon. Denn dort und damit hinterließ ich die Informationen und das Wissen, das ich gesammelt hatte, damit sie bei Interesse abgerufen werden können. Wie natürlich auch in meinen Büchern.

Ich begann auf Facebook ein paar Mal im Monat geführte Meditationen anzubieten. Vorher ein kurzes Gespräch über Themen, die vielleicht gerade in der Corona-Zeit hochgekommen sind. Das hat mich erfreut und die Mitmacher*innen auch. Inspirieren. Fragen stellen. Nachforschen. Unterstützen. Wie kann das gehen ohne meine Langsamkeit zu verlieren? Vielleicht ein Podcast? Wieder ein paar Videos?

In den letzten Tagen verspürte ich eine leichte Unruhe. Es zog mich weniger nach draußen. Ich wanderte mehr in meinem Büro herum. Räumte das weg. Schrieb dies auf. Doch da gibt es noch kein Ziel. Und ich wünsche mir eines, das merke ich.

Ich spüre wie sich die Wurzeln unter der abgemähten Wiese ausdehnen. Es sprießt noch nichts nach oben. Es ist noch ein Erforschen „unter der Erde“. Aber es bewegt sich was.

Langsam.

Genau wie ich es jetzt mag …

Gerade ist die beste Freundin unserer Mutter gestorben. Nicht an Corona … und doch wurde ihr Sterben durch Corona anders. Die zwei Töchter durften sie am Ende ihres Lebens kaum noch besuchen und nur eine sich von ihr verabschieden, da sie im Krankenhaus mit neuen, strengen Besuchsregeln lag.  Zuerst wurde den Töchtern abgeraten, die Mutter nach Hause zu holen, weil von den Ärzt*innen angenommen wurde, dass sie noch behandelbar war („Sie wollen ihre Mutter doch nicht sterben lassen!“). Dann, weil sie sich zwischenzeitlich zwar nicht mit Covid-19, aber dafür mit einem Krankenhauskeim angesteckt hatte. Dann weil sie (noch) nicht transportfähig war. Dann, weil sie zum Stabilisieren noch in eine andere Klinik verlegt werden sollte. Dann nicht mehr, weil sie dort im Sterben lag.

Die beste Freundin meiner Mutter wurde 85 Jahre alt. Sie selbst ist 92. Meine Mutter geht es gerade recht gut. Erst vor zwei Monaten hatte sie eine schwere Lungenentzündung überstanden. Meine Mutter gehört zur Risikogruppe.

Risiko für was?

Um zu sterben.

Unseren Körper zu verlassen ist für manche eine Erlösung, für manche ein entspannter natürlicher Vorgang und für wieder andere eine große Sorge. Die Angst vor Schmerzen, vor dem was danach kommt, vor dem Kontrollverlust, vor dem ganzen Prozess des Abschiedsnehmens setzt nicht wenigen zu.

Was brauchen wir, wenn wir uns vor etwas fürchten?

Hilft es uns, wenn wir so tun, als gäbe es das nicht? Wird es uns besser gehen, wenn wir Erkenntnisse, die uns Angst machen, weit von uns wegschieben? Wird es uns später an Entscheidungskriterien mangeln, weil wir uns nicht darum gekümmert haben, was unsere Wahlmöglichkeiten sind?

Oder ist es nicht unterstützender, wenn wir uns erst einmal informieren, wie so ein Sterben denn eigentlich aussieht – mal abgesehen von den Krimis die wir so gerne lesen und die in Fernsehsendern und Serien zum üblichen Abendprogramm gehören? Produzieren wir deswegen soviele Krimis, weil wir uns dadurch von unserem eigenen Sterben ablenken können?

Es gibt viele wichtige Bücher über diese Zeit, in der wir dabei sind unseren Körper zu verlassen („Über das Sterben“ von Gian Domenico Borasio ist eines davon) und die über Fakten und über Erfahrungen des Sterbeprozesses informieren. Vielen fällt es wahrscheinlich leichter danach die eigene individuell passende Entscheidung zu treffen.

Ich habe gerade zu meiner Überraschung gelesen, dass nur 1/3 aller Menschen in Pflegeheimen eine Patientenverfügung haben. Man müsste meinen, dass man – falls man es noch kann – darüber nachgedacht hat, wie man das Ende des Lebens verbringen will.

Aber viele tun das offensichtlich nicht. Die Verdrängung in diesem Bereich ist enorm. Manchmal sind es Kleinkinder, die mehr über das Sterben wissen wollen und uns dazu bringen, uns mit dem Thema zu beschäftigen (mein Buch: Der klitzekleine Engel hilft beim Abschied). Wir sind so mit unserem Körper identifiziert – trotzdem er selten wirklich gut behandelt wird – dass wir nicht darüber nachdenken wollen, was denn bitte passiert, wenn wir ihn verlassen. Mein Leben ist für mich ohne die spirituelle Basis nicht vorstellbar und so beschäftige ich mich seit vielen Jahrzehnten mit dem Sterben. Ich finde es einen faszinierenden Prozess. Genauso faszinierend wie eine Geburt; was Sterben in meinen Augen auch ist. Als Seele bewege ich mich aus meinem menschlichen Körper hinaus in einen anderen Zustand. Wie ich mich aus dem einen in den anderen Zustand bewege, hängt davon ab, wie „wach“ ich bin.

Was heißt in diesem Zusammenhang „wach“?

Das heißt, dass wir uns nicht nur mit unserem Körper identifizieren. Dass wir nicht bis zum letzten Atemzug von Emotionen hin und her geschleudert wurden, sondern sie schon gemeistert haben. Nicht unterdrückt wohlgemerkt. Sondern gemeistert. Das ist etwas völlig anderes.

Wir haben ebenfalls erfahren, dass wir unser Leben selbst gestalten und wir haben es gestaltet: Zu einem friedlichen, entspannten, freudigen, gelassenen Sein. Wir wissen um unsere eigene Schöpferkraft und wir wissen auch, wie wir sie zum eigenen Wohl und zum Wohle der Wesen um uns herum einsetzen. Und wir wissen, dass wir in der Lage sind, aus unserem Körper elegant herauszugleiten.

Sterben ist kein Zustand, den wir weg beten, weg denken oder weg diskutieren können. Wir werden sterben. Das ist eine Tatsache. Und es ist eben auch eine Tatsache, dass wir in den meisten Fällen sehr wohl ein Wörtchen mitzureden haben, wie das denn vonstatten gehen wird.

Gerade jetzt, zu diesen Zeiten kann eine Erforschung dazu nützlich sein. Da dies nur eine Übung ist und wir wissen oder zumindest ahnen, dass unsere Gedanken unsere Realität erschaffen können, stellen wir uns während dieser kommenden Übung vor, dass über uns eine undurchdringliche Glocke sitzt, die dafür sorgt, dass die Gedanken sich nicht ausbreiten.

Stellen wir uns also vor, wir sind im letzten Teil unseres Lebens angekommen. Und wir haben uns mit Corona angesteckt. Es gibt einige Videos bei denen Ärzte, Krankenschwestern oder Pfleger*innen kranken Senioren mitteilen, dass es bei ihnen einen Coronaverdacht gibt (ich habe mir ein paar  davon angesehen) und dann gibt es jedes Mal mehr oder weniger folgenden Dialog … oder eher Monolog:

„Es sieht nach Corona aus. Sie müssen ins Krankenhaus.“

Und die Antwort darauf ist ein verschrecktes Nicken. Was wäre, wenn wir eine andere, eine wirkliche Frage gestellt bekommen würden:

„Sie haben Symptome die darauf hindeuten, dass sie mit Covid-19 infiziert sind. Da gibt es jetzt für Sie verschiedene Möglichkeiten und selbstverständlich haben Sie Zeit in Ruhe darüber nachzudenken. Wahl Nummer eins: Sie gehen ins Krankenhaus, weil Sie sich dort besser aufgehoben und betreut fühlen. Dort kann es sein, dass Sie in die Intensivstation – je nach Ihrem Zustand – gelegt werden. Sind Sie dort, können Sie keinen Besuch bekommen. Im normalen Krankenzimmer auch sehr wenig bis gar keinem. Es kann sein, dass wir Ihnen eine künstliche Beatmung vorschlagen. Dass heißt, dass wir Sie in ein künstliches Koma setzen, Sie mit einem Beatmungsgerät intubieren – also wie bei einer Operation narkotisiert werden – allerdings in diesem Fall nicht wie bei einer Operation ein paar Stunden sondern jetzt Tage, wenn nicht Wochen so liegen werden. Es kann sein, dass Sie sich wieder erholen und weiterleben können. Es kann aber auch sein, dass Sie Schäden davon tragen und es kann sein, dass Sie während oder anschließend daran sterben. Natürlich können Sie das auch ablehnen und wir können versuchen, Sie durch andere mildere Arten der Beatmung zu stabilisieren. Es kann aber sein, dass uns das nicht gelingt.

Sie haben noch eine weitere Wahl: Sie möchten nicht in ein Krankenhaus sondern lieber zuhause bleiben. Dort können Sie weiterhin betreut werden und von Ihren Liebsten besucht werden. Sie werden keine Schmerzen haben und auch nicht qualvoll ersticken, sondern wir sind in der Lage Ihren Körper schmerzfrei zu halten. Es kann sein, dass Sie an dem Corona Virus sterben, es kann aber auch sein, dass Sie sich wieder erholen. Das können wir nicht mit Bestimmtheit sagen. Das hängt vor Ihrem Zustand ab. Das sind Ihre Wahlmöglichkeiten.

Überlegen Sie sich bitte, was sie wählen möchten.“

Was würden wir wählen – am Ende unseres Lebens?

 

Ihr Lieben,
im Februar gab es keinen Newsletter. Es gab keine Neuigkeiten. Der Februar lief so wie der Januar: Ruhig. Entspannt. Ich habe mich mit der Langsamkeit und mit dem jetzigen Zustand angefreundet. Sich mit ihm anzufreunden, ist etwas anderes, als ihn zu akzeptieren. Wenn wir uns mit ihm angefreundet haben, dann entsteht eine Leichtigkeit, eine entspannte Freude darüber. Es gibt keinen inneren Widerstand mehr. Kein „Wann-ist-das-jetzt-vorbei“ und „Wenn-ich-nur-wüsste-wie-es-weitergeht“. Man betrachtet sich selbst und den Moment mit einer milden und ja, auch schmunzelnden Gelassenheit. Eine Art Neugierde, die keine Befriedigung sucht – es ist einfach nur Interesse. Wie eine Knospe, die sich langsam auf dem Weg macht. Sie hat keine Eile, denn sie weiß, sie wird wachsen und blühen.
Leicht ist mir der Weg dorthin nicht wirklich gefallen. Schließlich waren meine Synapsen auf „schnell“ programiert. Näheres dazu im neuen Blog: Alle Zeit der Welt.

the earthing movie

the earthing movie

Zwei wichtige Dokumentarfilme

Ich möchte Euch gerne zwei Filme vorstellen. Einer heißt „The Earthing Movie“ (nur auf Englisch) und da geht es natürlich um die Wichtigkeit des Barfußgehens. Wie Ihr vielleicht wisst, habe ich vor vier Jahren ein Buch geschrieben das „Auf freiem Fuß“ heißt und gehe selbst seit fünf Jahren barfuß. Der zweite Film ist von Arte – meinem Lieblingssender – und dort geht es um das Fasten und was es bedeutet, gerade wenn man krank ist, zu fasten: Fasten und Heilen. Unser Körper ist unser Tempel. Mit ihm zu schwingen, auf ihn zu hören, sind wichtige Aspekte eines Lebens in dem wir uns wohlfühlen.

10 Gebote für Trennungen

10 Gebote für Trennungen

Die zehn Gebote für Trennungen

Als ich mein Buch über Beziehungen und Trennungen schrieb „Wenn wir uns trennen, lernen wir uns kennen“ , kam in einer meiner Meditationen der Gedanke hoch: Wie würden eigentlich „die zehn Gebote für Trennungen“ aussehen? Vielleicht möchtet ihr sie teilen… in der Hoffnung sie unterstützen Paare auf dem Weg zu einer friedlichen Trennung. Zusätzlich möchte ich Euch zu dem Thema Patchwork Yvonne Woloschyn vorstellen. Ihr liegen Patchworkfamilien am Herzen und sie hat auch dazu schon zwei Online-Kongresse gegeben, bei denen ich auch als Vortragende teilnahm. Bei ihr gibt es zum zweiten Mal eine Masterclass für Patchwork-Familien: An diejenigen gerichtet, die bei diesem Patchworkfamilien-Modell sich längerfristiges (sechs Monate) Gruppencoaching wünschen. Die nächste Gruppe beginnt Anfang März. Näheres dazu unter diesem Link.

flow-summit-2019

flow-summit-2019

Flow Summit – Online-Kongress

Vor einigen Monaten habe ich in Hamburg zum kommenden „Flow summit„, der vom 1. bis zum 11. März geht, ein Video mit Impulsen zum Wachstum bei Greta Lipp (und dem Wrage-Team) aufgezeichnet. Den „Flow summit“-Onlinekongress gibt es auch dieses Jahr mit 80 Beiträgen unter anderem mit meiner Freundin Eva-Maria Zurhorst und der von mir sehr geschätzten Byron Katie, dem Dalai Lama, Thich Nhat Hanh und vielen mehr. Von diesen Videos werden täglich einige zum kostenlosen Anschauen freigeschaltet – später kann man das ganze Paket auch erwerben. Mein Video wird am am 5. März für 48 Stunden freigeschaltet.

SabrinaFox

SabrinaFox

Und – falls Ihr an Online-Kongressen interessiert seid – gibt es noch eine weitere Sammlung von schon erschienenen Interviews aus der „Best of Congress Collection“. Dieser ist vom 19. bis 29. März und nähere Infos darüber gibt es hier.

„Best of“ – was genau das heißt, weiß ich nicht. Ich finde, jeder von uns hat etwas zu sagen und ist Unterstützung für unser gemeinsames Ziel: Wach zu werden und … wach zu bleiben. Manchmal bekomme ich Emails von Leser*innen in denen ich lese, dass sie Herausforderungen in ihrem Leben haben, sie sich einsam fühlen oder sich wünschen, neue Wege zu finden. Wenn ich das lese, versuche ich natürlich aufmunternde Worte zu schicken und doch weiß ich, dass es mehr braucht. Deswegen schreibe ich ja Bücher. Gerade wenn wir etwas wirklich verändern wollen, braucht es eine Art „Programm“ damit sich alte Gewohnheiten verändern können. Ich weiß, dass meine drei Online-Kurse helfen und Unterstützung sind und doch zögere ich bei diesen Emails das auch zu schreiben. Ich denke mir dann immer: Aber das wissen sie ja vielleicht schon, dass es diese Kurse gibt. „Werbung“ fällt mir nicht wirklich leicht und doch habe ich mir jetzt vorgenommen, das einfach auch zu schreiben: Es gibt Online-Kurse und sie helfen.

Herzlichst
Sabrina

„Tut mir leid, dass ich Sie störe. Sie haben bestimmt viel zu tun …“. Die meisten von uns nicken – und hoffen, dass der oder die Fragende nicht noch einiges auf den eh schon vollen Terminkalender oder die To-do-Liste schaufeln will. Was wäre, wenn die Antwort lauten würde: „Nein, ich habe nicht viel zu tun. Ich habe alle Zeit der Welt.“ Was würden wir über die Person denken? Wie sie einordnen? Wie würden wir uns selbst fühlen „alle Zeit der Welt“ zu haben? Ängstlich, besorgt, befreit? Selbst wenn wir es uns für eine Weile leisten könnten, würden wir die Chance ergreifen? Oder gäbe es zuviele Bedenken, die uns davon zurück halten, Zeit mal wirklich „sein zu lassen“? Für einige ist „Alle Zeit der Welt“ eine Rentenversion, wenn die berufliche Tätigkeit erledigt, die Kinder aus dem Haus und der Hund an Altersschwäche gestorben ist. Die Zeit für Stille und Meditation – wenn sie überhaupt untergebracht wird – fühlt sich für viele wie ein erschöpftes Ausatmen an.

Zeit. Viele nehmen sie sich erst, wenn der Körper krank wird oder sie so unglücklich sind, dass sie die Notbremse ziehen. Das passiert dann, wenn die Wünsche unserer Seele lange unterdrückt oder ignoriert worden sind. Wenn der Körper sich nicht anders zu helfen wusste, als massiv darauf hinzuweisen, dass das Leben neben der Achtsamkeit auch freie Zeit braucht. Seit dreißig Jahren gebe meinem Leben und meinem Körper viel Achtsamkeit. Freie Zeit habe ich mir selten gegönnt. Es gibt ja Dinge zu erledigen. Die Welt zu heilen. Unterstützung sein. Mehr zu lernen. Mehr zu erfahren. Wacher zu werden. Und, wenn man wie ich, gerne alles „richtig“ machen will, braucht man dafür all die Zeit, die einem zur Verfügung steht. Doch im Sommer im letzten Jahr merkte ich, dass ich freie Zeit brauche. Trotz alledem was mein Verstand so als „wichtig“ einordnet. Sich mal zurückzuziehen. Zu schauen was passiert, wenn der Kalender nicht gefüllt ist und es keinen Erledigungsdruck mehr gibt. Ich musste dafür nicht krank werden – dafür bin ich mir dankbar – ich habe mir die Zeit genommen, weil ich den Seelenwunsch spürte: „Für diese Erfahrung ist es jetzt Zeit.“

Einfach war es trotzdem nicht.

Gewohnheiten sind aus einem guten Grund Gewohnheiten geworden: Wir machten etwas häufig und unsere Synapsen, die diese Gedanken und diese Wege vorgeschlagen haben, waren dadurch stark miteinander verknüpft. Jede Änderung ist eine Änderung des Systems. Und ein System zu ändern, ist selten einfach. Bis noch vor zwei Monaten war meine Antwort immer die gleiche auf die Frage, wie es mir geht mit dieser von mir jetzt gestalteten freien Zeit ohne Termine. Wie ich damit umgehe von einem vollen Leben in ein leeres zu wechseln. Wie das ist, die Bremse anzuziehen und von Aktion in den Rückzug zu wechseln. Meine Antwort darauf: „Jeden Morgen wache ich auf und habe das Gefühl ich schaue auf eine abgemähte Wiese. Alles ist abgeerntet. Nichts Neues wächst. Es ist einfach leer bis auf ein paar Stoppeln und ein paar Steinen und dann denke ich mir nicht wirklich begeistert: „Und was mache ich jetzt mit dem angebrochenen Tag?“ Und jedes Mal, wenn ich das erzählte, wurde ich noch genauer angeschaut. Wie meint sie das? Ist sie deprimiert? Angestrengt? Traurig? Bedauert sie es? Wenn ja, warum ändert sie es nicht? Klingt ja nicht toll. Passt auch irgendwie nicht zu ihr. Wie lange geht das denn noch? Warum macht sie das nochmal? Und: Wann wird sie damit aufhören?

Ich bemerkte den Blick und spürte, dass ich noch etwas hinzufügen sollte, damit mein Gegenüber sich keine weiteren Sorgen um mich macht: „Alles ist gut. Es ist nur ungewohnt. Das ist gerade mein jetziger Zustand und ich bin täglich mehr dabei, mich damit anzufreunden. Etwas ist vorbei und etwas Neues wird daraus entstehen. Da heißt es, so lange im Geburtskanal zu bleiben, bis ich eben … in ein neues Sein geboren werde.“ Und dann lächelte ich beruhigend und schaute ihr oder ihm zu, wie sie schnell zurückgingen in ihr volles Leben und ich lehnte mich wieder zurück und richtete mich in meinem leeren Leben langsam ein.

Aber war es denn leer? Es war leer von Terminen. Leer von all den Aktionen, die ich gewöhnt war. Natürlich gab es immer noch Sachen die ich machte: Meditieren, Duschen, Anziehen, Aufräumen, Kochen, Einkaufen, Yoga, Bodyblessing, Emails beantworten, zu Anfragen Nein sagen. Vieles hatte mehr Zeit bekommen. Meine täglichen zwei Meditationen wurden vier, fünf, sechs. Länger als üblich. Ich lag eingepackt in meiner Hängematte im Garten und hörte den Vögeln zu. Früher mal eine viertel Stunde, in diesem neuen Sein manchmal Stunden. Meine Spaziergänge waren länger. Die Zeit mit mir alleine war länger. Ich hatte mich an die Langsamkeit gewöhnt und sie vor allen Dingen zu schätzen gelernt – die Langsamkeit, die in meinem Leben bisher fast gar keine Rolle spielen durfte.

Die Langsamkeit wird in unserer Gesellschaft nicht geschätzt.

Ist jemand in der Schule langsam, wird er oder sie als doof abgestempelt. Denkt jemand länger über eine Sache nach, ist sie entscheidungsschwach. Braucht jemand länger bei einer Arbeit, kostet das unnötig Geld. Meine Synapsen waren auf „schnell“ trainiert. Jetzt gab es ein umtrainieren. Die Bildung neuer Synapsen, die nicht mehr in „schnell“ oder „langsam“ einteilen werden, sondern nur noch im Einspüren: Was wollen wir (Seele, Persönlichkeit, Körper) gerade SEIN?

Als ich meiner Seele und ihrer Aufforderung mich in die Stille zurückzuziehen folgte und das, was ich bisher gemacht habe erst einmal sein ließ, da hatte mein Verstand eine bestimmte Vorstellung wie diese kommende Zeit denn aussehen würde: Ich sah mich wieder mehr im Atelier bildhauern, vielleicht sogar wieder malen, mehr singen, mehr trommeln.

Nichts davon war passiert. Meine Kreativität machte ebenfalls Pause und obwohl ich „alle Zeit der Welt“ hatte, gab ich dafür keine Zeit her. Es fehlte mir schlichtweg der Impuls. Das irritierte mich. Verwunderte mich. In einem Anflug von „Also das gibt es doch nicht“ begann ich wieder Gitarrenunterricht zu nehmen. Ich übte auch … ab und zu … dann seltener … dann gar nicht mehr. Jedes Mal wenn ich daran dachte, die Gitarre in die Hand zu nehmen, zögerte ich und legte mich lieber in den Garten.

Ich schätze das Zögern. Früher – also ganz früher – war ich unendlich genervt davon. Das Zögern schien mich von etwas abzuhalten. Von etwas Tollem, Großen. Von Wünschen, die ich mir erfüllen wollte. Ziele, die es zu erreichen gab. Von einem Leben, dass da vor mir lag und mir endlich Erfüllung bringen sollte. Und so schimpfte ich mit dem Zögern und ignoriert es meistens und stürzte mich in Abenteuer und Liebesgeschichten, von denen mich mein Zögern bewahren wollte. Dann fing ich an auf das Zögern zu hören. So wie man endlich einem gereizten Menschen zuhört, damit er hoffentlich Ruhe gibt. Ich begann die Weisheit im Zögern zu erkennen und jetzt – wenn ich zögere – lasse ich alles erst einmal stehen und liegen und warte bis ich verstehe WESWEGEN ich zögere. Es gibt immer einen Grund! Selbst wenn ich ihn noch nicht weiß, so gebe ich dem Zögern Platz sich zu entfalten. Und deswegen legte ich die Gitarre wieder auf die Seite und ging in den Garten, oder spazieren und gewöhnte mich daran, dass das – was mich mal ausgemacht hat – gerade nicht mehr da ist.

Mir war das schon mal passiert. In meinen Wechseljahren („Kein fliegender Wechsel“- mein Buch zum Thema) vor knapp zehn Jahren und damals stürzte ich überraschenderweise in ein tiefes Loch. Doch dieses Mal stürzte ich nicht mehr. Ich glitt eher dahin. Es gab auch kein Loch, sondern eher eine … hm … tja, eine gemähte Wiese. Irgendetwas wird irgendwann mal wieder darauf wachsen. Das weiß ich. Und obwohl sich auf der Oberfläche noch nichts zeigt, so bewegt und wächst doch etwas Unsichtbares unten im Wurzelwerk und es wächst nicht schneller, wenn ich daran ziehe.

Und so wartete ich ab und warte noch. Beobachtete meine Freunde, die weiterhin ihr volles Leben haben. Schaute ihnen ab und zu sehnsüchtig hinterher, wenn sie ihren üppigen Terminkalender abarbeiten und genau wussten, wohin sie gehen und was sie zu tun haben.

Ich weiß nicht wohin ich gehe und ich weiß auch nicht, was ich zu tun haben werde. Ich weiß nur, ich werde wieder etwas haben, das mich begeistert. Je länger ich in dieser Stille bin, desto wohler fühle ich mich. Ich weiß es ist richtig. Ich weiß das gehört sich so. Jetzt. Zu diesem Zeitpunkt. Für mich und mein Leben. Es entsteht jetzt eine Gelassenheit mit diesem Zustand. Ich schätze ihn jetzt. Erfreue mich sogar häufiger daran. Und ich bin achtsam und aufmerksam und ich bewege mich nur vorsichtig vorwärts, denn die Vorboten von etwas Neuem zeigen sich schon. Ich singe wieder mehr. War auch schon einmal im Atelier mit einem Pinsel in der Hand. Ich suche gerade neue Vorhänge für mein Büro aus, wir planen eine neue Heizung und bei uns auf dem Land organisiere ich einen Infoabend für Carsharing und ich schreibe gerade diesen Blog.

Es bewegt sich was …

 

 

Ihr Lieben,
es ist immer schön, Zeit mit meiner Freundin Eva-Maria Zurhorst zu verbringen und dieses Mal sind es gleich zwei Abende hintereinander mit uns und … mit EUCH! Eva und ich haben beide unsere neuen Bücher veröffentlicht und wir laden Euch herzlichst zu zwei gratis Webinaren ein: Am Dienstag, den 19. November sprechen wir ab 19.00 Uhr über ihr Buch: „Liebe kann alles“ und am Mittwoch, den 20. November ab 19.00 Uhr sprechen wir dann über meines: „Wenn wir uns trennen, lernen wir uns kennen.“ Wir freuen uns auf Eure Fragen und zwei gemeinsame Abende. Dieses Bild ist übrigens acht Jahre alt. Damals machten Eva-Maria und ihr Mann Wolfram einen Bildhauerkurs bei mir.


wie sage ich es?

„Wir müssen miteinander reden …“

Für viele löst so ein Satz erst einmal Schockstarre aus: „Oh Gott, was ist passiert?“ Wie schaffen wir es, herzlich und doch klar miteinander zu reden? Wenn wir es von Zuhause nicht gelernt haben, dann können wir das jetzt nachholen! Manchmal hatte ich auch Paare bei mir in den Wochenendkursen und es hilft natürlich, wenn beide ähnliches herausfinden. Jetzt kann dieser Kurs gemütlich und natürlich auch gemeinsam von Zuhause gemacht werden und ich freue mich, dass mein vorerst letzter Online-Kurs: „Wie sage ich es? Endlich befreit sprechen“ noch fertig geworden ist und dabei hilfreich ist, dass wir uns endlich frei und offen mitteilen können.


wer sein leben ändern möchte

wer sein leben ändern möchte

Letzte Workshop-Termine im November

Hamburg & Frankfurt

Im November bin ich in Hamburg (bei Wrage) mit einem Abend und einem längeren Wochenendworkshop (am 15. November ist der Vortrag und 16.&17. November der WE-Workshop). In Frankfurt (Frankfurter Ring) bin ich am 29. November (Vortrag) und am 30. November mit einem Tages-Workshop. Das Thema ist die Liebe – passend zum neuen Buch. Denn auch in Trennungen gab oder gibt es noch Liebe. Vielleicht sehen wir uns?


Petra, Marina & Sabrina

Petra, Marina & Sabrina

Ein Geschenk von Herzen …

Wir kenne das wahrscheinlich alle: Wir haben etwas erlebt, das uns bereichert hat und diese Begeisterung möchten wir gerne weitergeben. Marina und Petra möchten genau das tun. Beide waren in der von mir begleiteten Master-Class: LEBE die Sehnsucht Deiner Seele mit regelmässigen Videokonferenzen und Wochenenden. Die sechs Monate sind jetzt vorbei. Da ich mich aber gerade in der intensiven Nach-Innen-Richtung bewege und meinen Kalender frei halten soll, kann ich keinen neuen Kurs begleiten.

In einer meiner Meditationen kam allerdings der Impuls hoch, ob vielleicht Interesse bei den Absolventinnen besteht, den Neuen hilfreich unter die Arme zu greifen – als Tutorinnen. Marina und Petra fühlten ein „Ja“ in sich. Beides sind tolle Frauen, die sich mit großer Begeisterung und Wachheit um ihr spirituelles Leben kümmern und sie können ihr Wissen gut weitergeben.

Falls Euch das interessiert und ihr eine Gemeinsamkeit wollt (der Kurs kann natürlich auch alleine gemacht werden, das ist ja das praktische an Online-Kursen), könnt ihr den Kurs „gemeinsam“ machen. Das heißt, Ihr könnt euch in einer wie immer gearteten Gruppe (Email, Whatsapp, geheimen Facebook-Gruppe etc.) vernetzen und austauschen. Natürlich könnt Ihr Euch auch persönlich treffen oder einen Videochat machen. Ihr könnt mit der bereichernden Hilfe von Marina und Petra gemeinsam diese sechs Monate gestalten.
Beide geben ihre Zeit als Geschenk. Ich finde das ein wundervolles Angebot, denn sie bringen nicht nur Ihre eigene Erfahrung mit der Masterclass, sondern auch die Erfahrung der vorangegangenen Gruppe mit.
Lasst mich wissen, ob das von Interesse ist oder – falls Ihr noch Fragen dazu habt – meldet Euch per Email: akademie@sabrinafox.com.


Goodbye Hamsterrad

Goodbye Hamsterrad

Freiheit?

Was bedeutet das eigentlich, wenn wir uns wie im Hamsterrad fühlen – und wie kommt man da wieder raus? Katja Jäger hat 100 Experten dazu interviewt, um verschiedene Gedanken und Blickwinkel aufzuzeigen. Sie fühlte sich selbst wie im Hamsterrad und empfindet sich jetzt als frei davon. Mein Gespräch mit ihr wird am 17. November um 10. Uhr für 24 Stunden freigeschaltet. Wenn Du inspiriert werden möchtest und vielleicht selbst das Gefühl hast, ich möchte aus dem Ewig-gleichen raus, dann kannst Du Dich hier anmelden: https://goodbye-hamsterrad.de


Liebeskummer-online-kongress Liebeskummer?

Kongress über Liebeskummer.

Ich hatte ja im letzten Newsletter schon darüber geschrieben. Mein Interview wird am Mittwoch, den 6. November für 24 Stunden freigeschaltet.


Übrigens … die Entscheidung ist gefallen: Meine Workshopräume in der Galerie Schwabing können eine neue Bestimmung finden und werden vermietet. Ich bin gespannt wer sich meldet. Ich freue mich auf die passende Mieterin, den passenden Mieter.

Und: Am Freitag Abend um 22.55 bin ich als Gast bei Gaby Hauptmann und ihrer Talkshow: Talk am See. Vielleicht habt Ihr Lust und Zeit reinzuschauen?

Von Herzen alles Liebe und vielleicht sehen wir uns ja diesen Monat.

Sabrina

Vielleicht ist es auch aufgefallen, dass ich an den Feiertagen sehr selten etwas darüber schreibe. Das liegt daran, dass ich oft eine andere Sicht darauf habe oder ich mich auch von bestimmten Feierlichkeiten innerlich schon lange entfernt habe. Ostern. Auch so eine interessante Zeit.

Mich hat es immer schon irritiert, dass das Symbol in den Kirchen ein gekreuzigter Jesus ist. Kein Fisch – das erste Symbol der Christen – sondern ein Kreuz, dass uns daran erinnern soll, dass er „für unsere Sünden“ gestorben ist. Das werde ich nie verstehen und für mich macht das auch keinen Sinn. Jeder von uns hat in seinem Wachstum, seiner Wachwerdung, seine eigenen Herausforderungen. Und dass jemand für uns stirbt, weil wir gesündigt haben, auch noch gleich mit der Geburt und dann jemand diese „Sünden“ uns abnimmt … nun ja … diesen Gedankengängen kann ich nicht folgen.
Ich weiß, es gibt enorm viele Interpretationen dazu und natürlich auch eine „Offizielle“.

Das wunderbare an unseren Glaubensbekenntnissen ist, das wir sie selbst erforschen dürfen. Was ist für jeden einzelnen für uns als wahr erspürbar? Und das mag zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Mich spricht folgende Interpretation an: Ich glaube, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben ist. Er war in der Lage seinen Körper in einem tiefen meditativen Zustand zu versetzen, als ob er ihn verlassen hätte. Er wurde von seiner Mutter und seiner Frau gepflegt. Dann hat er sich von seinen Weggefährtinnen und Weggefährten verabschiedet (Auferstehung), um sich dann mit seiner Famlie zurückzuziehen.

Weswegen? Weil der Bote der Nachricht wichtiger wurde als die Nachricht. Und das war nicht in seinem Sinn. Er wollte damals schon nicht als Heilsbringer bewundert werden. Seine Nachricht war: Liebe dich selbst wie Deinen Nächsten. Und Gott ist gnädig (im Gegensatz zu dem strafenden Gott des alten Testaments – der meiner Meinung nach dringend eine Therapie gebraucht hätte


Und deshalb könnte ich mir gut vorstellen, dass die unendliche Seele Jesus sich auch gelegentlich wundert: „Wirklich? Außgerechnet dieses Bild von mir am Kreuz hängt jetzt in allen heiligen Räumen? Damit erschrecke ich kleine Kinder! Und die liebte ich doch besonders. Mensch Leute, hängt mich ab, und hängt stattdessen einen Spiegel auf. Schaut rein. Erfreut Euch an Euch und seht auch Euren Nachbarn in Freude darin. Und dann denkt daran: Liebe Deinen Nachbarn wie dich selbst.“

Und manchmal denke ich mir … Das tun wir doch schon. Leider haben das manche noch etwas anders verstanden: Sie lieben sich selbst nicht und den Nachbarn auch nicht.

Ihr Lieben,

wen wir uns trennen, lernen wir uns kennen

wen wir uns trennen, lernen wir uns kennen

gerade habe ich vom Verlag die Broschüre der neuen Bücher für den Herbst bekommen und mich gefreut, dass mein neues Buch (Oktober 2019 Erscheinungstermin) jetzt schon so „fertig“ aussieht. Tja, das ist es aber noch nicht. Ich schreibe daran. Aktuell bin ich auf Seite 80 und erfreue mich daran, dass es gut voran geht. Jedes Mal wenn ich den Titel „Wenn wir uns trennen, lernen wir uns kennen“ jemandem nenne, beobachte ich ein kurzes Nachdenken und dann ein klares Nicken und häufig einen kleinen Seufzer danach. Ja, wir lernen natürlich nicht nur den „Anderen“, die „Andere“ wirklich kennen, sondern eben auch uns selbst. Trennungen wollen geübt sein – allerdings auch wirklich nur dann, wenn es nötig ist. Dazu möchte das Buch Hilfestellung sein.


Weiterlesen

Ich schreibe diese Zeilen in einem Zug. Ich war in einer anderen Stadt und habe an einem Wochenend-Kongress in einer Stadthalle heute zwei Stunden … tja … was habe ich gemacht … ich habe etwas über ein waches, spirituelles Leben erzählt, wie wunderbar unser Körper ist und was er uns für Zeichen gibt. Ich habe über Selbstliebe, Liebe und Stille gesprochen, wir haben Übungen gemacht und gemeinsam meditiert. Als meine zwei Stunden fertig waren fühlte ich mich nicht erfüllt. Ich fühlte, als ob ich jetzt gerade erst angefangen hatte. Das war doch nur die Vorspeise…

Ich stand da und spürte nach. Dann kamen einige Teilnehmerinnen, die sich bedanken wollten und dann gab es noch ein gemeinsames Abendessen. Die Veranstalterin – eine entzückende und sehr engagierte Frau – meinte zum Abschied: „Das war so schön und das nächste Mal bleiben Sie hoffentlich das ganze Wochenende.“

Ich wusste, das wird nicht passieren.

Warum nicht? Ich habe hier interessierte Menschen getroffen. „Erfolgreiche“ zwei Stunden gehabt. Was gefällt mir denn da nicht?

Es passt nicht mehr in mein Leben. Ich kam mir vor wie eine Köchin, die in einer Sterne-Küche gelernt hat und dann die Gäste nur die Soße probieren lässt. Ich möchte lieber in die Küche einladen, damit jeder selber kochen lernt. Aber dafür reichen keine zwei Stunden. Dafür braucht es mehr. Vielleicht meine Akademie, an der ich schon seit zwei Jahren arbeite? Doch warum zögerte ich damit bisher?

Ich glaube, wir sind alle weise und wissen sehr wohl was es braucht, damit wir etwas verändern. Manchmal sind wir zu erschöpft, zu müde, zu abgelenkt und ja, auch zu faul um etwas zu ändern. Das Gewohnte ist uns vertraut und nicht selten ist es die Angst vor dem Neuen, die uns zurück hält. Und doch wissen wir, dass es ein „tiefer“ gibt und so suchen wir doch immer wieder nach Inspiration.

Wir wissen – oder erahnen zumindest -, dass wir selbstverantwortlich unser Leben betrachten können und – wenn wir mit dem was wir uns erschaffen haben nicht glücklich sind – es verändern können. Engel hin oder her (und ich liebe Engel) – aber es ist unsere Aufgabe sich darum zu kümmern. Deswegen sind wir hier! Wir wollen wach sein. Und wach werden wir nicht, wenn wir aus schmerzlicher Bedürftigkeit auf Wunder setzen und Elternersatz suchen, weil uns die Nähe und Liebe als Kind so gefehlt hat. Trost ist eine so hilfreiche Geste – aber eben nur eine Geste. Langfristig wird es uns nicht helfen, immer nur Trost zu bekommen. Genauso wenig wie es uns langfristig helfen wird, nur inspiriert zu werden.

Viele von uns gehen oder waren in diesen großen spirituellen Veranstaltungen wo einige hunderte, manchmal tausende von Zuschauern begeistert klatschen und demjenigen oder derjenigen zujubeln, die da auf der Bühne steht. Entweder weil wir sie/ihn bewundern, gerne so wären, auch so einen Erfolg haben möchten, oder wir drei, vier oder fünf Wahrheiten gehört haben von denen wir überzeugt sind: „Jetzt verstehe ich das und jetzt wird sich was ändern.“

Dann gehen wir nach Hause. Erzählen noch ein paar Mal begeistert von der Veranstaltung, lesen (vielleicht) das empfohlene Buch, schauen die Videos des Vortragenden an und dann … tja dann … geht unser Leben weiter. Manchmal mit kleinen Veränderungen und dem anklopfenden Wissen, dass es da noch mehr gibt. Unsere Seele schickt uns diese innere Unruhe, damit wir nicht aufgeben danach zu suchen. Und so gehen wir in den nächsten Vortrag, lesen das nächste Buch, jubeln dem nächsten oder gleichen Vortragenden zu – immer in der Hoffnung, dass es – wenn wir nahe genug an der Person dran bleiben – auf uns abfärbt. Und ja, manchmal tut es das auch. Wenn wir in der Präsenz von jemandem sind, der eine innere Ruhe, eine entspannte Sichtweise und ein herzliches Wesen hat, dann nützt uns das. Wir erspüren die entspannte Frequenz und das ist oft Unterstützung. Aber dann geht es ums selber dort hinkommen.

Gerade jetzt denkt etwas in mir: „Sabrina, du willst doch auch LeserInnen und die vergraulst du dir jetzt damit.“ Ja, ich möchte gerne, dass mich jemand liest. Deswegen schreibe ich. Aber das ist nicht der einzige Grund. Denn wenn es nur ums schreiben ginge, dann könnte ich auch Romane schreiben. Dinge, die von Verliebtheit erzählen und jemanden für ein paar Stunden einen Traum von einem anderen Leben schenken.

Aber das will ich nicht. Ich schreibe, weil das worüber ich schreibe, mir geholfen hat mein Leben um 180 Grad zu drehen. Von beleidigt zu verstehend. Von ungeduldig zu geduldig. Von unsicher zu sicher. Von angestrengt zu entspannt. Von angepasst zu individuell. Von schauspielernd zu authentisch. Sprich: Vom Drama zum Frieden.

Haben mir dabei meine Engel geholfen? Ja. Wodurch? In dem sie mich in der Stille und meinen Meditation immer wieder angeregt haben, Neues auszuprobieren. Sie haben mir nicht geholfen, weil sie einen Weg für mich geebnet haben. Das habe ich schon selber gemacht. Aber ich bin öfters mal aus dem Weg gegangen und habe dem Zögern zugehört, wenn ich gewohnte Schritte zum hundertsten Mal wieder gehen will. Ich habe die Stille ausgehalten und habe geübt. Ausprobiert. Bin auf die Nase gefallen und wieder aufgestanden. Ich habe mir die Pausen genommen, wenn ich spürte, dass ich sie brauche. Habe immer wieder aufgeräumt, aufgeräumt und nochmal aufgeräumt. Und dadurch habe ich mir ein Leben erschaffen, in dem ich eine Zufriedenheit, ein Glücksgefühl und eine Dankbarkeit erreicht habe, die ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht hätte vorstellen können.

Seit fast dreißig Jahren halte ich Vorträge und seit vierzig Jahren stehe ich auf Bühnen. Früher als Fernsehmoderatorin, später als Autorin bzw. Vortragende. Ich stand selbst auf der Bühne vor hunderten, sogar schon mal vor über tausenden von Leuten und hörte den Jubel und ich bekomme sehr berührende Emails in denen mir gesagt wird, dass das eine oder andere Erleben für den Absender nützlich war.

Warum ich das schreibe? Weil es keinen Unterschied macht, ob mir jemand zujubelt oder nicht. Ja es ist netter wenn die anderen klatschen, aber in meinem Leben macht das keinen Unterschied. Was allerdings einen Unterschied macht, ist wie ich mein Leben jeden Tag gestalte. Also falls jemand von Ihnen, die das hier lesen, selbst auch solche Erfahrungen auf Bühnen gemacht haben, so werden Sie das bestätigen: Es ist schön. Aber schöner ist das was ich in den anderen Stunden gestalte: Nämlich ein Leben dass ich gerne lebe.

Und dabei gibt es immer wieder Veränderungen.

Am Anfang diesen Jahres erspürte ich, dass ich keine individuellen Coachings mehr anbieten möchte. Ich wiederhole mich zu oft. Das ist für Leute, die das zum ersten Mal hören natürlich kein Problem. Für mich aber, die ich mir selber zuhöre, auf Dauer schon.

Vor zwei Jahren hatte ich zum ersten Mal den Gedanke an eine Akademie. Längerfristig weiterzugeben wie ich „kochen“ bzw. leben gelernt habe. Also eine Gruppe ernsthafter (was für ein eigenartiges Wort – mein Thesaurus gibt mir noch ein anderes zur Wahl „aufrichtig“), die aufrichtig ihr Leben gestalten wollen. Ich sammelte alle meine Themen (und dabei wünschte ich mir, ich würde mich nur um EINE Sache kümmern und nicht um alles, was das Leben so anbietet) und stellte fest, das es eine sehr umfangreiche Angelegenheit ist. Und, das Problem der Wiederholung stellt sich auch da. Es wird ja nicht nur eine Gruppe sein, die ich begleite, sondern mehrere.

Gleichzeitig eröffnete sich mir vor knapp einem Jahr die Möglichkeit in München einen Workshopraum zuzulegen – die Galerie Schwabing – und ich genieße es dort zu unterrichten. Die wunderbaren Farbfeld-Bilder meines Liebsten Stanko unterstützen meine Schwingung, meine Energie, meine Möbel, meinen Geschmack. Ja, es ist ein bisschen viel „meins“ – aber da ich weiß, dass wir alle Schwingung bzw. Klang sind, ist es wichtig, dass das, was ich weitergebe in meinem „Zuhause“ passiert. Sonst könnten wir ja auch gemütlich im einem Bahnhofsklo schlafen. Es macht einen Unterschied wo wir was erleben.

Die Akademie stockte. Ich merkte ein Zögern in mir. Ich wollte nichts anbieten, was einschränkt. Weder mich noch die Anderen. Wie oft sollen wir uns wirklich persönlich treffen? Wie viele Videomeetings sind wichtig? Welche Video-Vorträge? Braucht es eine regelmäßige PartnerIn? Kleingruppen? Wie soll das organisiert werden? Wie viel Zeit benötigt das? Wie lange soll das dauern?

Ich habe mir ein freiheitliches Leben erschaffen und bin nicht bereit das aufzugeben. Ich erahnte, dass mich eine regelmäßige Akademie in eine Art „Schulbetrieb“ zwingen würde – und das ganz ohne große Ferien oder sichere Beamtenanstellung ;-). Muss ich jetzt, da ich meinen Workshopraum habe, ihn auch wöchentlich füllen?

Mein Lehrer Solano – ein von LD Thompson gechannelter Meister – schlug eine Prototyp-Akademie-Gruppe vor. Damit ich erlebe, wie so etwas aussehen könnte. Ich nahm mir drei Monate und mit zwölf ausgesuchten Interessierten probierte ich aus, wie das Vorgestellte entwickelt werden kann.

Gleichzeitig fragte mich mein Verlag, ob ich nicht einen Online-Kurs machen möchte. Gesammelte Erfahrungen und Übungen über Körper, Geist, Seele, Intuition und Achtsamkeit, Selbstliebe und Beziehungen. Und ja, ich wollte. Es machte Freude. Ich hatte ein tolles Team. Und … ich muss mich nicht dauernd wiederholen. Das wird mir durch die Videos auf der Sinnsucher.de Plattform abgenommen und deshalb bleibt dann genug Zeit für Tieferes. Immer mal wieder gibt und wird es eine von mir begleitete Version geben. Das war eine erfüllende Erkenntnis für alle Beteiligten.

Eine unserer wunderbarsten Gaben ist es unser Leben so zu gestalten wie wir es brauchen. Wir sind zwar vergleichende Wesen, aber das vergleichen ist nur dann nützlich, wenn es uns unsere Einzigartigkeit zeigt. Ich beobachte von Freunden, dass sie gerade Ihre Präsenz erhöhen. Podcasts. Workshop-Tage mit hunderten von TeilnehmerInnen. Gemeinsame Reisen. Ausführliche Buchtouren. Größere Internetauftritte. Erweiterte MitarbeiterInnen und Teams.

Ich versuche es gerade anders. Mehr Freiraum. Weniger Wiederholungen. Tieferes Begleiten. Statt nur Vorspeise, das ganze Menü weitergeben. Der vom Verlag und auf Sinnsucher.de schon fertige 5-Wochen-Online-Kurs ist die Voraussetzung um in die Akademie einzusteigen, damit wir alle auf dem gleichen Wissensstand sind. Wann die Akademie losgehen wird? Voraussichtlich im März 2019. Der Termin fühlt sich gut an.

Neues. Immer wieder Neues. Das ist das was uns wach hält. Nicht nur unser Gehirn, sondern unser ganzes Sein. Das ist auch das was uns unsere Engel immer wieder sagen wollen, denn sie sind der Schöpfung so nahe: Erschaffe! Ohne Hektik. Ohne grimmige Entschlossenheit. Folge der Begeisterung. Und wenn Du zögerst, halte inne … und schau nach warum.

Das Foto ist ein Blick aus meinem Büro. Ich schaue auf einen Friedhof. Ich mag Friedhöfe. Nicht nur, weil die Nachbarn ruhig und entspannt sind und ich trommeln und singen kann soviel ich will – sondern auch weil mich das Bewusstsein über das Leben und das Sterben … beruhigt. Ich gehe auch gerne über Friedhöfe. Ich mag die Stimmung dort. Die Berührung mit gelebtem Leben und verabschiedeten Leben. Hier auf dem Land werden die Gräber enorm gepflegt. Unser Friedhof ist der am meisten frequentierte Platz in unserem kleinen Ort. Ich selbst möchte nicht so bestattet werden. Ein Friedwald entspräche mir mehr – aber eigentlich ist es mir nicht wichtig, was mit meinem dann abgelegten Körper passiert.

Ich denke oft über das Sterben nach. Nicht mit Angst und auch nicht mit Sorge. Es ist eher eine Neugierde, wie ich die Zeit erschaffen werde – oder wie sie mich erschafft. Wir sind gerade auf Haussuche und ich stelle fest, dass ich öfters auf die Möglichkeit von „barrierefrei“ und „extra Zimmer für die Pflegekraft“ angesprochen werde und dies zu meinem großen Erstaunen einige meiner Freunde jetzt schon mit knapp 60 Jahren in Erwägung ziehen. Vor ein paar Tagen hatten wir Freunde zum Brunch und jemand erzählte von Alzheimer und Rollstuhl, als wäre das der „normale“ Weg zum Sterben. Ich glaube, dass Alzheimer zurückgehen wird, denn dies ist eine Krankheit passend für die Generation des 2. Weltkrieges und der ersten Nachkriegsgeneration. Das waren Generationen die vergessen wollten. Und dass sie das Vergessen jetzt am Ende ihres Lebens einholt, scheint mir nicht ungewöhnlich. Bei einem anderen Freund musste sich sein Vater gerade mit einem rapide verschlechternden Gesundheitszustand auseinandersetzten, der absehbar zum Sterben führt. Er sagte zu seinen erwachsenen Kindern: „Ich bin da noch nicht, wo ihr seid.“ – Der Eindruck entstand, dass er sich mit der Möglichkeit seines Sterbens noch nicht wirklich auseinandergesetzt hat.

Das ist offensichtlich nicht selten. Für mich ist das erstaunlich. Nicht über das Sterben nachzudenken, ist für mich wie nicht über das Essen nachzudenken. Es gehört zum Leben dazu.

Meine Tochter war ca. 10 Jahre alt und zum ersten Mal in ihrem Leben krank. Sie lag fiebrig im Bett und schaute mich besorgt an, denn so kannte sie ihren Körper nicht: „Mama, werde ich sterben?“

„Ja“, antwortete ich. Dann streichelte ich ihr übers Gesicht, küsste sie und meinte: „Aber nicht heute und nicht daran.“ Diesen Satz benutze ich häufiger. Es ist erstaunlich, wie oft er passt …

Wir werden sterben. Ich kann zum Beispiel morgen von einem Bus überfahren werden. Warum morgen? Weil ich heute Abend nicht mehr aus dem Haus gehen werde. Ich glaube nicht, dass ich von meinem Tod überrascht werde. Ich nehme an, ich werde es vorher wissen. Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die meisten von uns von ihrem Tod nicht überrascht werden. Da gibt es zumindest eine Vorahnung. Ein Aufräumen. Mit manchen meiner Freunde hatte ich vorher längere Gespräche und sie erzählten mir von ihrem Wissen um den Abschied. Wenn wir nicht auf der Verstandesebene leben, sondern auf unserer Seelenebene, dann wissen wir, wenn es Zeit ist zu gehen.

Als ich mit meiner Tochter schwanger war (1988) waren mein damaliger Mann und ich im Urlaub in Südfrankreich und haben dort Freunde besucht. Auf dem Weg nach Hause nahmen wir einen Helikopter, der uns zum Flughafen bringen sollte. Die Koffer waren aufgereiht vorne neben dem Piloten auf dem Co-Pilotensitz. Wir saßen auf den Rücksitzen. Es war mein erster Flug in einem Helikopter und ich war dementsprechend aufgeregt. Ich war von dem Lärm überrascht den so ein Helikopter macht und schaute neugierig nach unten. Wir flogen über das Meer zu der anderen Stadt um dort unser Flugzeug zu erwischen. Einen Augenblick später verloren wir rapide an Höhe und ein Blick nach unten zeigte mir, dass wir in den nächsten Sekunden ins Wasser stürzen würden.

Ich legte einen Arm über meinen damaligen Mann und die andere Hand auf meinen hochschwangeren Bauch und dachte überrascht: „Das war es schon? Dieses Leben war aber kurz!“

Ich sah den Piloten wie er sich über den Nebensitz schmiss, um die Seitentür, die wohl durch die aufgeschichteten Koffer aufgegangen war, wieder zuzuziehen. Wir kamen kurz vor Aufprall im Meer wieder nach oben.

Ich war völlig ruhig. Obwohl ich damals noch nicht mit meinem spirituellen Training begonnen hatte, hat mich etwas Wahres berührt.  Ich erlebte mich als Seele: Wissend um die Unendlichkeit des Seins und gleichzeitig um die Endlichkeit des menschlichen Lebens. Sterben gehört zum Leben dazu und ähnelt dem Einschlafen und … wieder Aufwachen. Einschlafen im alten Leben und aufwachen im neuen Sein.

Einige Freundinnen und Freunde von mir sind schon voraus gegangen und natürlich auch Tiere, die zu unserem Familienverbund gehörten. Es ist, glaube ich, notwendig sich immer mal wieder Gedanken darüber zu machen, dass wir sterben werden und … wie wir bis dahin leben wollen. Wenn wir jünger sind, sind wir beschäftigt: Erwachsen zu werden, Liebe zu erleben, sich kreativ auszudrücken, Karriere zu machen, eine Familie zu gründen, sich finanziell auf stabile Beine zu stellen, Freundschaften aufzubauen, Geschehnisse zu heilen, Pläne zu machen, sich selbst und seinen Körper kennenzulernen, sich in einer Gemeinschaft einzubringen, sich zu entwickeln und zu lernen.

Wenn wir älter werden, uns selbst besser kennen und erkannt haben was für uns persönlich wichtig ist, dann gibt es immer wieder Phasen, in denen wir uns verändern. In denen es „updates“ braucht, die unser Leben in eine andere Richtung schicken. Im Idealfall zeigen wir uns so wie wir wirklich sind. Wir haben die „Rollen“ abgelegt, die früher für uns so wichtig waren. Wir haben abgelegt, wie wir gesehen werden wollen und zeigen uns jetzt so, wie wir wirklich sind. Wir haben uns innere Freiheit erschaffen und erfreuen uns an dem Leben so wie wir es uns kreiert haben. Wir erkennen unsere Schwächen und gehen nicht nur mit Anderen, sondern auch mit uns Selbst aufmerksam und liebevoll um. Und ja, wir sind vielleicht nicht mehr so knackig wie früher, aber das ist jetzt auch nicht mehr so wichtig. Der Unterschied zwischen äußerer Hülle und innerem Sein ist klarer geworden. Wir sind älter geworden und es ist schön, wenn wir uns immer noch freudig lächelnd im Spiegel betrachten und nicht mit einem: „Oh mein Gott, wie siehst Du denn aus?“

Gestern sah ich im Fernsehen ein Konzert, von einer Sängerin, die ich sehr bewundere. Ihre lange Karriere umfasst 60 Jahre. Manchmal, wenn man Menschen wiedersieht, die man lange kennt – Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, Nachbarn oder Prominenz – ist man überrascht, wie sie jetzt aussehen. Wir haben sie fitter, jünger in Erinnerung. Ich bin sicher, dass geht dem einen oder anderen auch bei mir so.

Da gibt es diesen Gedanken: „Oh ja, sie/er ist alt geworden“ oder die andere Variante: „Um Himmels willen, was ist denn da passiert?“ Geschuldet übertriebenen Schönheitsoperationen, Faltenunterspritzungen etc. pp.

Meine von mir so bewunderte Künstlerin – immerhin Mitte 70 – hatte einen so faltenfreien Hals, dass er wie retuschiert wirkte. Die Haare so blond wie bei einer Barbiepuppe. Unter dem runden und glatten Gesicht konnte ich nur noch Spuren von früher erkennen. Es dauerte eine Weile bis ich meine – Überraschung?/Enttäuschung? – ablegen konnte, und mich wieder auf ihre Stimme und ihre Begabung konzentrierte. Schade fand ich es trotzdem. Ich stellte sie mir grauhaarig vor. Mit ihren natürlichen Falten. Ich hätte das schön gefunden. Aber dann erinnerte ich mich wieder daran, dass jede das Recht hat, mit ihrem Körper das zu machen, was sie möchte. Und doch war ich davon begeistert, dass sie immer noch das machte, was ihr und uns – ihren Fans – offensichtlich Freude bereitet: Sie singt. Sie steht auf einer Bühne. Sie geht auf Tour. Sie ist nach wie vor eine begnadete Entertainerin.

Sie hat einfach nicht aufgehört, dass zu tun, was ihr Freude macht und das ist eine großartige Inspiration für uns alle.

Auf meiner Facebook Seite poste ich immer mal wieder Videos von alten Frauen und Männern, die fit sind. Yoga mit 90 machen. Mit 105 noch Theater spielen. Frauen, die Bogenschießen mit 70 gelernt haben und mit 90 Unterricht geben. Neueste Untersuchungen zeigen, dass unsere Aktivität, unser Wohlbefinden, unser „gutes Altern“ daran liegt, wie fit wir Gehirn und Körper halten. Je beweglicher wir uns halten – unser Gehirn, unseren Körper, unsere Gedanken – desto beweglicher bleiben wir. Doch dazu müssen wir uns – tja ratet mal: Wir müssen uns BEWEGEN! Die innere Faulheit ist da nicht immer unser bester Freund.

Natürlich kommt es auch darauf an, wie wir uns unser Alter vorstellen.

Rollstuhl und Alzheimer oder Yoga und Kunst?

Anti-Age oder Pro-Age?

Wie möchten wir altern? Wie möchten wir im Alter aussehen? Was möchten wir alt noch tun? Viele von uns gehen den Weg von kurzer kindlicher Freude zu einem langen ernsthaften und sorgfältigen Leben voller Pflichten und Verantwortung. Ab 30 ist von Freunde manchmal nicht mehr viel übrig: Es geht um Karriere, Sicherheit, Status. Es ist eine Herausforderung, die kindliche Freude nicht zu verlieren. Es ist eine Herausforderung, weiterhin bereit sein, sich möglichen Lächerlichkeiten hinzugeben. Es ist eine Herausforderung, aus der Masse herauszustechen. Und doch ist keiner von uns „Masse“. Wir sind alle wunderbare, individuelle, kreative, spannende Menschenwesen und je mehr Freude wir zulassen, desto mehr davon verbreiten wir in der Welt.  Mehr Freude zuzulassen war für mich eine Herausforderung. Ich war Mitte 30 als ich erkannte, dass ich viel zu wenig davon hatte und wenn ich so weitermache wie bisher, ich zwar enorm organisiert, aber auch enorm unglücklich werde. In einer Meditation sagten wir damals meine Engel, ich solle einmal die Woche etwas machen, dass mir Spass macht. Ich setzte mich hin und wollte eine Liste machen von den Dingen, die mir Freude machen – und zu meinem Entsetzen fiel mir nichts ein. Ich wusste nicht mehr, was mir Spass macht! Ich hatte mich in der Verantwortung verloren. Ich war darüber überrascht. Aber nicht nur das. Ich war entsetzt! Wie kann es sein, dass ich nicht mehr weiß, was mir Freude macht?

Ab dann fing ich an, mich um mehr Freude in meinem Leben zu kümmern. Ich begann Bildhauerei zu studieren. Ich sang wieder mehr. Ich lud zu Spieleabenden ein. Ich genoß Zeit im Garten. Ich passte auf, dass ich bei allem, was ich tun musste,  ich auch noch dazu kam, zu tun, was ich wirklich tun wollte.

Ich werde immer besser darin. Mit meinem Singen, meinem Trommeln, meinem Nia tanzen erschaffe ich mir immer wieder mehr Raum für Freude.

Freude um eben auch das Alter zu genießen. Macht jemand mit?