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Ich mag mein Hirn. Es kann großartig organisieren. Es liebt analytisches Denken. Es kann lange Ideen und Gedanken vertiefen. Es forscht gerne und schätzt interessante Beschäftigung. Es hilft mir mein Leben zu gestalten und ich kann mich darauf so wunderbar verlassen – nun ja, außer wenn es um das Verlegen von meinem Handy geht. Und Namen kann es sich auch nicht gut merken. Zahlen noch weniger. Aber sonst bin ich sehr zufrieden damit.

Laut letzten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist diese Art von Vergessen eher ein Vorteil, denn es deutet auf ein flexibles Hirn hin. Flexible Gehirne schmeißen raus, was sie nicht brauchen, damit es Platz für Neues gibt. Gut, dachte ich. Flexibles Gehirn? Das nehm` ich!

Doch zur Zeit ist mein Gehirn nicht flexibel. Es fühlt sich eher so an als würde es klemmen. Wie eine alte Schallplatte, die einen Kratzer hat und immer wieder an der gleichen Stelle festhängt. Und wir wissen alle (zumindest diejenigen, die noch mit Schallplatten aufgewachsen sind) wie das nervt. Da sitzt man gerade irgendwo gemütlich und erfreut sich an der Musik und dann dieser Kratzer und die letzten Töne werden wiederho, widerho, wiederho, wiederho.. und dann steht man auf, seufzt – weil ja jetzt die Platte einen Kratzer hat – und setzt die Nadel auf das nächste Musikstück.

Das möchte ich auch gerne.
Aber ich finde den Plattenspieler nicht.
Und so klemmt es weiter: “Das muss fertig werden, fertig werden, fertig werden, fertig werden …”

Mein Hirn legt eine Dringlichkeit zu Tage, die ich mir nicht wirklich erklären kann. Es führt sich auf, als müsste ich in der nächsten Stunde 180 Dinge erledigen – weil sonst die Welt zusammenbricht.

Die Welt bricht nicht zusammen. Ich habe keine 180 Dinge in der nächsten Stunde zu erledigen.

Vor ein paar Wochen habe ich den Beginn meiner Akademie um einen Monat nach hinten auf den 1. April verschoben (nein, kein Aprilscherz), weil ich merkte, dass mir das zu dicht wird und ich möchte weiterhin mit Freude und mit Ruhe vorbereiten.

Da ich mir schon vor einiger Zeit Hektik und grimmige Entschlossenheit abgewöhnt habe, merkte ich, dass die Hektik sich wieder einschleichend wollte. Da hilft nur ein ernsthaftes Gespräch mit ihr: “Sorry Hektik, aber du wirst nur noch gebraucht, wenn ich einer Straßenbahn hinterherlaufen muss.”

Ich war ganz zufrieden mit mir. Problem gelöst, dachte ich.

Am nächsten Morgen merkte ich, dass das wohl nicht ganz geklappt hat bzw. überhaupt nicht. Schon vor der Meditation ging es los mit: “Das muss fertig werden, fertig werden, fertig werden, fer…”

Wenn ich mit meinem Hirn spreche, zeigt es sich oft als Pferd. Manchmal auch als ein Hund. Ein “Golden Retriever” um genau zu sein. Der mich meistens mit großen Augen anschaut, schnell mit dem Schwanz wedelt und mit heraushängender Zunge und großem Enthusiasmus wartet bis ich ihm etwas zuwerfe, dass er fangen kann.

Wenn ich in die Stille gehe und mein Gehirn bitte, sich zu zeigen, dann kommt es aber doch meistens als ein Pferd angaloppiert. Man merkt gleich, es bewegt sich gerne. Immer mal wieder haben wir Gespräche um das entspannte Grasen. Das ist leider nicht so ihr Ding…
Der Hund hat übrigens das gleiche Problem. Er döst nicht gerne.
Schade eigentlich.

Ich merkte, das hat wohl nicht gereicht mit dem Termin nach hinten verschieben. Mein Hirn macht sich Sorgen, dass mein nächstes Buch “Wir lernen uns kennen, wenn wir uns trennen” nicht fertig wird, welches ich Mitte April abgeben muss. Es ist zwar vorbereitet, aber eben noch nicht geschrieben.

Ich erklärte meinem Gehirn, dass ich lieber eine Sache nach der Anderen fertig machen will, aber das passte ihm irgendwie nicht. Dann erklärte ich ihm, dass wir noch nie ein Buch unpünktlich abgegeben haben und immerhin schon über ein Duzend davon fertiggestellt haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich nicht fertig werde ist also äußerst gering.

Mein Hirn beruhigte sich nicht. Langsam aber sicher erinnerte mich die Aktivität in meinem Hirn an diese Schallplattenkratzer: “Das muss fertig werden, fertig werden, fertig werden, fer…”

Nun gut. Ich versuche immer alle Aspekte in mir zufriedenzustellen und so dachte ich: “Okay. Dann fangen wir jetzt mit dem Buch an, das hilft vielleicht.” Zwei Tage später fing ich zu schreiben an und erfreute mich daran, wie leicht und zügig es voran ging.

Mein Gehirn beruhigte sich nicht. Im Gegenteil. Es benahm sich so, als wäre ich in einem Kriegsgebiet, pleite und schwerkrank. Ich redete ihm gut zu: “Schau mal, wir sitzen in einem schönen Zuhause, Wir sind kerngesund, wir erfreuen uns an unserem Leben und an unserer Umgebung. Es ist doch alles gut!”

Mein Gehirn hört mir nicht zu. “Das muss fertig werden, fertig werden, fertig werden, fer…”

Dann zeige ich meinem Hirn meinen Kalender: “Siehst du, alles gut geplant. Erinnere Dich, wir haben uns Hektik abgewöhnt. Keine Notwendigkeit durchzudrehen.”

Es hört immer noch nicht zu. “Das muss fertig werden, fertig werden, fertig werden, fer…”

Ich habe ihm erklärt, dass es nicht hilfreich ist, was es da tut. Es scheint ihm egal zu sein. “Das muss fertig werden, fertig werden, fertig werden, fer…”

Ich versuchte meinem Gehirn zu erklären, dass es – solange wir leben – immer Sachen geben wird, die noch nicht fertig sind. Ich kann nicht jeden Tag “alles fertig machen”. Das geht nicht. Ich renoviere noch ein Zuhause, es ist Wäsche noch nicht gebügelt, ich bin in den letzten Zügen die Videos für die Akademie fertig zu machen und wir habe gerade begonnen ein Buch zu schreiben. “Das wird bis Morgen nicht fertig!!! Das musst Du doch einsehen! Du bist doch sonst so gescheit!”

Mein Hirn ignorierte mich einfach: “Das muss fertig werden, fertig werden, fertig werden, fer…”

Mehrmals jeden Tag fragte ich nach:: “Was brauchst du denn?” “Wie können wir Dich wieder beruhigen?” “Übersehe ich etwas, und Du versuchst mich darauf aufmerksam zu machen?”

Alles was kam war: “Das muss fertig werden, fertig werden, fertig werden, fer…”

Ich kenne diese Loops, diese Gedankenschlaufen, diese unendlichen Wiederholungen des Gehirns. Meistens ist da etwas, was nochmal ein genaues Anschauen braucht. Jede Gedankenschlaufe hat ja auch einen Sinn. Was könnte dieser also sein? Ja, ich habe viel zu tun. Wäre es mir lieber weniger zu tun zu haben? Ja. Ich merke, dass mein Körper mehr freie, ruhigere Zeiten möchte, aber die gebe ich mir nicht, denn nicht nur mein Hirn sondern auch der Rest von mir möchte meinen Schreibtisch wieder etwas leerer haben.

In meinen Meditationen bekomme ich Anweisungen: “Nur zwei Stunden am Tag mit Organisatorischem verbringen.”
Okay. Mache ich. Was kann ich noch machen? Außer Alkohol und Valium? Soll ich verreisen? Mehr singen? Mehr in der Natur sein? Mehr Yoga machen? Ich sah mich im Computerbildschirm spiegeln und machte ihn aus. So. Ab ins Atelier. Ich fing an eine meiner Skulpturen zu bemalen, die schon seit Ewigkeiten eine Farbe braucht.

Hirn beruhigt sich. Okay. Reicht das jetzt vielleicht? Sind wir über den Kratzer, die Wiederholungen hinweg?

Nö.

Am nächten Morgen ging es wieder weiter. Etwas weniger zwar, aber offensichtlich reichte das noch nicht. Ich habe mir Zeit fürs Singen genommen, ging Langlaufen, bekam eine Massage und habe dann zwei Stunden Oranisatorisches gemacht und ein paar Seiten am Buch geschrieben.

Hirn klemmt immer noch. “Das muss fertig werden, fertig werden, fertig werden, fer…”

Als ich mit meiner Assistentin und Freundin Claudia über ihres und mein Leben sprach, meinte sie: “Das kenne ich! In der Regel passiert mir das, wenn ich etwas ablege, also ich mich auf eine neue Stufe bewege und kurz vorher kommt nochmal alles hoch.”

Mein Seelenbruder LD schlug vor, das ich das tun soll, was ich sonst auch immer tue: “Schreibe es auf.”

“Nein!”, warnt mich mein Hirn. “Wir müssen ein Buch schreiben und das Skript für die Akademie schreiben und wir haben keine Zeit jetzt auch noch über mich zu schreiben!”

Es ist zwar schon fast Mitternacht, aber ich nehme mir meinen Laptop und schreibe, denn ich habe mir angewöhnt Dinge gleich umzusetzen, wenn ich sie begriffen habe – bzw. in diesem Fall, wenn ich erinnert wurde. Ich weiß aus Erfahrung: Schreiben hilft!

Als ich dann noch im Bett meditierte, konnte ich es sofort spüren: Meine energetische Schwingung war dabei sich zu verändern. Vorsichtig fragte ich nach: “Liebstes Hirn, hast Du Dich beruhigt?”

Angenehme Stille da oben. Und dann sind wir beide eingeschlafen.

 

Zusatzinfo zwei Wochen später.

Obwohl sich mein Gehirn beruhigt hatte, war mein Körper noch in einer anderen energetischen Schwingung als ich es gewohnt bin. Kurz nachdem ich den Blog veröffentlicht habe, bekam ich nochmal eine Anweisung: Fünf Tage ganz ohne organisatorische Arbeit zu verbringen. Das tat ich auch. Ich schrieb an meinem Buch und erfreute mich daran. Ich merke, dass ich im Buchschreib-Modus bin und nicht im Akademie-fertig-mach-Modus. Wenn ich Bücher schreiben, dann brauche ich meine absolute Konzentration darauf und das ist immer wieder spannend zu erleben. Nach diesen fünf Tagen beschloss ich den Rest der Akademie erst später fertig zu machen. Nämlich dann, wenn mein Körper mir sagt: JETZT! Und bis dahin schreibe ich …

Ihr Lieben,
viele von uns sind schon lange „aufgewacht“ und auf dem spirituellen Weg. Es ist dieses und jenes schon gemacht worden. Diese Ausbildung und jener Workshop schon besucht worden. Viel gelernt und schon einiges erreicht. Schon gut vorangekommen – und gleichzeitig sehend was noch zu tun ist. Eine Workshop-Teilnehmerin sagte es mir vor ein paar Wochen halb lachend halb verzweifelnd: „Jetzt werde ich wach und sehe, was alles in mir noch aufzuräumen ist. Das ist zwar schön, aber auch viel Arbeit!“
Ja. Manches ist „Arbeit“. Aber ist das wirklich so störend? Ich liebe meine Arbeit. Wenn ich Handwerker sehe, die ihr Handwerk können und mögen, dann sieht man die Liebe in ihrer Arbeit. Wir kennen wohl alle die Assoziation von Arbeit ist gleich Anstrengung. Denn „alles was etwas taugt, muss auch anstrengend zu erreichen sein.“ Und natürlich müssen wir uns darum kümmern. Doch wenn wir etwas lernen, dass uns Spaß macht, würden wir das dann auch Arbeit nennen? Weiterlesen

Das Foto ist ein Blick aus meinem Büro. Ich schaue auf einen Friedhof. Ich mag Friedhöfe. Nicht nur, weil die Nachbarn ruhig und entspannt sind und ich trommeln und singen kann soviel ich will – sondern auch weil mich das Bewusstsein über das Leben und das Sterben … beruhigt. Ich gehe auch gerne über Friedhöfe. Ich mag die Stimmung dort. Die Berührung mit gelebtem Leben und verabschiedeten Leben. Hier auf dem Land werden die Gräber enorm gepflegt. Unser Friedhof ist der am meisten frequentierte Platz in unserem kleinen Ort. Ich selbst möchte nicht so bestattet werden. Ein Friedwald entspräche mir mehr – aber eigentlich ist es mir nicht wichtig, was mit meinem dann abgelegten Körper passiert.

Ich denke oft über das Sterben nach. Nicht mit Angst und auch nicht mit Sorge. Es ist eher eine Neugierde, wie ich die Zeit erschaffen werde – oder wie sie mich erschafft. Wir sind gerade auf Haussuche und ich stelle fest, dass ich öfters auf die Möglichkeit von “barrierefrei” und “extra Zimmer für die Pflegekraft” angesprochen werde und dies zu meinem großen Erstaunen einige meiner Freunde jetzt schon mit knapp 60 Jahren in Erwägung ziehen. Vor ein paar Tagen hatten wir Freunde zum Brunch und jemand erzählte von Alzheimer und Rollstuhl, als wäre das der „normale“ Weg zum Sterben. Ich glaube, dass Alzheimer zurückgehen wird, denn dies ist eine Krankheit passend für die Generation des 2. Weltkrieges und der ersten Nachkriegsgeneration. Das waren Generationen die vergessen wollten. Und dass sie das Vergessen jetzt am Ende ihres Lebens einholt, scheint mir nicht ungewöhnlich. Bei einem anderen Freund musste sich sein Vater gerade mit einem rapide verschlechternden Gesundheitszustand auseinandersetzten, der absehbar zum Sterben führt. Er sagte zu seinen erwachsenen Kindern: „Ich bin da noch nicht, wo ihr seid.“ – Der Eindruck entstand, dass er sich mit der Möglichkeit seines Sterbens noch nicht wirklich auseinandergesetzt hat.

Das ist offensichtlich nicht selten. Für mich ist das erstaunlich. Nicht über das Sterben nachzudenken, ist für mich wie nicht über das Essen nachzudenken. Es gehört zum Leben dazu.

Meine Tochter war ca. 10 Jahre alt und zum ersten Mal in ihrem Leben krank. Sie lag fiebrig im Bett und schaute mich besorgt an, denn so kannte sie ihren Körper nicht: „Mama, werde ich sterben?“

„Ja“, antwortete ich. Dann streichelte ich ihr übers Gesicht, küsste sie und meinte: „Aber nicht heute und nicht daran.“ Diesen Satz benutze ich häufiger. Es ist erstaunlich, wie oft er passt …

Wir werden sterben. Ich kann zum Beispiel morgen von einem Bus überfahren werden. Warum morgen? Weil ich heute Abend nicht mehr aus dem Haus gehen werde. Ich glaube nicht, dass ich von meinem Tod überrascht werde. Ich nehme an, ich werde es vorher wissen. Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die meisten von uns von ihrem Tod nicht überrascht werden. Da gibt es zumindest eine Vorahnung. Ein Aufräumen. Mit manchen meiner Freunde hatte ich vorher längere Gespräche und sie erzählten mir von ihrem Wissen um den Abschied. Wenn wir nicht auf der Verstandesebene leben, sondern auf unserer Seelenebene, dann wissen wir, wenn es Zeit ist zu gehen.

Als ich mit meiner Tochter schwanger war (1988) waren mein damaliger Mann und ich im Urlaub in Südfrankreich und haben dort Freunde besucht. Auf dem Weg nach Hause nahmen wir einen Helikopter, der uns zum Flughafen bringen sollte. Die Koffer waren aufgereiht vorne neben dem Piloten auf dem Co-Pilotensitz. Wir saßen auf den Rücksitzen. Es war mein erster Flug in einem Helikopter und ich war dementsprechend aufgeregt. Ich war von dem Lärm überrascht den so ein Helikopter macht und schaute neugierig nach unten. Wir flogen über das Meer zu der anderen Stadt um dort unser Flugzeug zu erwischen. Einen Augenblick später verloren wir rapide an Höhe und ein Blick nach unten zeigte mir, dass wir in den nächsten Sekunden ins Wasser stürzen würden.

Ich legte einen Arm über meinen damaligen Mann und die andere Hand auf meinen hochschwangeren Bauch und dachte überrascht: „Das war es schon? Dieses Leben war aber kurz!“

Ich sah den Piloten wie er sich über den Nebensitz schmiss, um die Seitentür, die wohl durch die aufgeschichteten Koffer aufgegangen war, wieder zuzuziehen. Wir kamen kurz vor Aufprall im Meer wieder nach oben.

Ich war völlig ruhig. Obwohl ich damals noch nicht mit meinem spirituellen Training begonnen hatte, hat mich etwas Wahres berührt.  Ich erlebte mich als Seele: Wissend um die Unendlichkeit des Seins und gleichzeitig um die Endlichkeit des menschlichen Lebens. Sterben gehört zum Leben dazu und ähnelt dem Einschlafen und … wieder Aufwachen. Einschlafen im alten Leben und aufwachen im neuen Sein.

Einige Freundinnen und Freunde von mir sind schon voraus gegangen und natürlich auch Tiere, die zu unserem Familienverbund gehörten. Es ist, glaube ich, notwendig sich immer mal wieder Gedanken darüber zu machen, dass wir sterben werden und … wie wir bis dahin leben wollen. Wenn wir jünger sind, sind wir beschäftigt: Erwachsen zu werden, Liebe zu erleben, sich kreativ auszudrücken, Karriere zu machen, eine Familie zu gründen, sich finanziell auf stabile Beine zu stellen, Freundschaften aufzubauen, Geschehnisse zu heilen, Pläne zu machen, sich selbst und seinen Körper kennenzulernen, sich in einer Gemeinschaft einzubringen, sich zu entwickeln und zu lernen.

Wenn wir älter werden, uns selbst besser kennen und erkannt haben was für uns persönlich wichtig ist, dann gibt es immer wieder Phasen, in denen wir uns verändern. In denen es „updates“ braucht, die unser Leben in eine andere Richtung schicken. Im Idealfall zeigen wir uns so wie wir wirklich sind. Wir haben die “Rollen” abgelegt, die früher für uns so wichtig waren. Wir haben abgelegt, wie wir gesehen werden wollen und zeigen uns jetzt so, wie wir wirklich sind. Wir haben uns innere Freiheit erschaffen und erfreuen uns an dem Leben so wie wir es uns kreiert haben. Wir erkennen unsere Schwächen und gehen nicht nur mit Anderen, sondern auch mit uns Selbst aufmerksam und liebevoll um. Und ja, wir sind vielleicht nicht mehr so knackig wie früher, aber das ist jetzt auch nicht mehr so wichtig. Der Unterschied zwischen äußerer Hülle und innerem Sein ist klarer geworden. Wir sind älter geworden und es ist schön, wenn wir uns immer noch freudig lächelnd im Spiegel betrachten und nicht mit einem: “Oh mein Gott, wie siehst Du denn aus?”

Gestern sah ich im Fernsehen ein Konzert, von einer Sängerin, die ich sehr bewundere. Ihre lange Karriere umfasst 60 Jahre. Manchmal, wenn man Menschen wiedersieht, die man lange kennt – Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, Nachbarn oder Prominenz – ist man überrascht, wie sie jetzt aussehen. Wir haben sie fitter, jünger in Erinnerung. Ich bin sicher, dass geht dem einen oder anderen auch bei mir so.

Da gibt es diesen Gedanken: „Oh ja, sie/er ist alt geworden“ oder die andere Variante: „Um Himmels willen, was ist denn da passiert?“ Geschuldet übertriebenen Schönheitsoperationen, Faltenunterspritzungen etc. pp.

Meine von mir so bewunderte Künstlerin – immerhin Mitte 70 – hatte einen so faltenfreien Hals, dass er wie retuschiert wirkte. Die Haare so blond wie bei einer Barbiepuppe. Unter dem runden und glatten Gesicht konnte ich nur noch Spuren von früher erkennen. Es dauerte eine Weile bis ich meine – Überraschung?/Enttäuschung? – ablegen konnte, und mich wieder auf ihre Stimme und ihre Begabung konzentrierte. Schade fand ich es trotzdem. Ich stellte sie mir grauhaarig vor. Mit ihren natürlichen Falten. Ich hätte das schön gefunden. Aber dann erinnerte ich mich wieder daran, dass jede das Recht hat, mit ihrem Körper das zu machen, was sie möchte. Und doch war ich davon begeistert, dass sie immer noch das machte, was ihr und uns – ihren Fans – offensichtlich Freude bereitet: Sie singt. Sie steht auf einer Bühne. Sie geht auf Tour. Sie ist nach wie vor eine begnadete Entertainerin.

Sie hat einfach nicht aufgehört, dass zu tun, was ihr Freude macht und das ist eine großartige Inspiration für uns alle.

Auf meiner Facebook Seite poste ich immer mal wieder Videos von alten Frauen und Männern, die fit sind. Yoga mit 90 machen. Mit 105 noch Theater spielen. Frauen, die Bogenschießen mit 70 gelernt haben und mit 90 Unterricht geben. Neueste Untersuchungen zeigen, dass unsere Aktivität, unser Wohlbefinden, unser „gutes Altern“ daran liegt, wie fit wir Gehirn und Körper halten. Je beweglicher wir uns halten – unser Gehirn, unseren Körper, unsere Gedanken – desto beweglicher bleiben wir. Doch dazu müssen wir uns – tja ratet mal: Wir müssen uns BEWEGEN! Die innere Faulheit ist da nicht immer unser bester Freund.

Natürlich kommt es auch darauf an, wie wir uns unser Alter vorstellen.

Rollstuhl und Alzheimer oder Yoga und Kunst?

Anti-Age oder Pro-Age?

Wie möchten wir altern? Wie möchten wir im Alter aussehen? Was möchten wir alt noch tun? Viele von uns gehen den Weg von kurzer kindlicher Freude zu einem langen ernsthaften und sorgfältigen Leben voller Pflichten und Verantwortung. Ab 30 ist von Freunde manchmal nicht mehr viel übrig: Es geht um Karriere, Sicherheit, Status. Es ist eine Herausforderung, die kindliche Freude nicht zu verlieren. Es ist eine Herausforderung, weiterhin bereit sein, sich möglichen Lächerlichkeiten hinzugeben. Es ist eine Herausforderung, aus der Masse herauszustechen. Und doch ist keiner von uns “Masse”. Wir sind alle wunderbare, individuelle, kreative, spannende Menschenwesen und je mehr Freude wir zulassen, desto mehr davon verbreiten wir in der Welt.  Mehr Freude zuzulassen war für mich eine Herausforderung. Ich war Mitte 30 als ich erkannte, dass ich viel zu wenig davon hatte und wenn ich so weitermache wie bisher, ich zwar enorm organisiert, aber auch enorm unglücklich werde. In einer Meditation sagten wir damals meine Engel, ich solle einmal die Woche etwas machen, dass mir Spass macht. Ich setzte mich hin und wollte eine Liste machen von den Dingen, die mir Freude machen – und zu meinem Entsetzen fiel mir nichts ein. Ich wusste nicht mehr, was mir Spass macht! Ich hatte mich in der Verantwortung verloren. Ich war darüber überrascht. Aber nicht nur das. Ich war entsetzt! Wie kann es sein, dass ich nicht mehr weiß, was mir Freude macht?

Ab dann fing ich an, mich um mehr Freude in meinem Leben zu kümmern. Ich begann Bildhauerei zu studieren. Ich sang wieder mehr. Ich lud zu Spieleabenden ein. Ich genoß Zeit im Garten. Ich passte auf, dass ich bei allem, was ich tun musste,  ich auch noch dazu kam, zu tun, was ich wirklich tun wollte.

Ich werde immer besser darin. Mit meinem Singen, meinem Trommeln, meinem Nia tanzen erschaffe ich mir immer wieder mehr Raum für Freude.

Freude um eben auch das Alter zu genießen. Macht jemand mit?

 

 

 

 

 

Ihr Lieben,

Chakra Skizze Sabrina Fox

Chakra Skizze Sabrina Fox

manchmal fehlt uns die Leichtigkeit, die Entspanntheit, die Gewissheit, dass alles in unserem Leben genauso ist, wie wir es als Seele brauchen. Unsere Persönlichkeit – unser Ego – hat Schwierigkeiten sich der Seele unterzuordnen. Wir merken das besonders, wenn wir ungeduldig oder hektisch werden. Ungeduld und Hektik sind Zeichen, dass unsere Persönlichkeit/Ego gerade die Oberhand hat. Die Seele ist nicht hektisch; sie kennt keine Ungeduld. Ein naher Verwandter zur Ungeduld ist die verbissene Entschlossenheit. Die hat mein Leben lange begleitet: “Das machen wir jetzt so!” und dann begann ich Dinge zu machen, die sich anfühlten, als ob ich schwere Felsbrocken einen Hügel hinaufschiebe. Seit einigen Monaten bin ich sehr bewusst und aufmerksam dabei, mir beides abzugewöhnen und es klappt ganz wunderbar. Ich kann es nur von Herzen empfehlen. Unser Körper sagt uns sofort (!!!) wenn wir ungeduldig werden. Vieles im Leben wird sehr viel leichter, wenn wir diese beiden Dinge loslassen und ändern.


Heilung aus der Mitte

Anne Devillard

Anne Devillard

Einen gesunden Körper zu haben, ist für viele von uns eine Herausforderung. Was macht uns krank? Was heilt? Meine Freundin Anne Devillard war dreissig Jahre lang Chefredakteurin von “Natur&Heilen” und hat leider beschlossen, die Chefredaktion aufzugeben. Was für ein Verlust! Gott sei Dank bleibt sie uns in Ihren Büchern erhalten. Ich möchte Euch gerne ihr Buch “Heilung aus der Mitte” empfehlen. Sie hat dort unter vielen Aspekten Menschen zu diesem Thema interviewt – unter anderem auch mich – und es hat mich sehr inspiriert und bereichert, die verschiedenen anderen Interviews zu lesen.


Wenn ich mit den Händen rede …

wenn ich mit den Händen rede

wenn ich mit den Händen rede

… ist das manchmal ganz praktisch. Ich erinnere mich daran, dass sich mal ein Onkel darüber beschwert hat, dass ich immer “mit den Händen rumfuchtel” – damals habe ich mich geschämt und heute bin ich meinen Händen dankbar, dass sie mich beim sprechen unterstützen. Besonders wenn ich etwas ersichtlich machen möchte, wie das Thema des neuen YouTube Videos: “Zu sensibel für diese Welt?” Gelegentlich höre ich von Mitmenschen, die sich mehr und mehr zurückziehen, weil sie ihre Umwelt nicht ertragen. Was steckt dahinter? Das möchte ich in diesem Video erklären. Seit über 25 Jahren entwickle ich mich mit Begeisterung weiter und merke wie wichtig jeder einzelne Schritt war, ist – und weiterhin sein wird.


Nur noch Berlin …

Kommunikation mit Sabrina Fox

Kommunikation mit Sabrina Fox

Der letzte Workshop in diesem Jahr zum Thema: “Wie sage ich es?” findet in Berlin am 9. und 10. Dezember statt und ich habe zum Thema Kommunikation im Online SEIN Magazin einen Artikel veröffentlicht.

Mehr Infos unter Termine


Was ist für uns Erfolg?

Sabrina Fox - was ist Erfolg?

Sabrina Fox – was ist Erfolg?

Ich kenne niemanden, der noch sein erstes Handy oder seinen ersten Computer hat. Monatlich gibt es updates. Gerade heute arbeitete ich für das weiter oben angekündigte YouTube Video mit FinalCutPro und stellte fest, dass die Dinge, die ich so kenne – seit dem neuen Update woanders sind. Nicht nur unsere Computer brauchen updates – auch wir. Ist das, was wir früher wollten, wirklich noch das, was jetzt wichtig ist? Dazu gibt es einen Blog: “Was ist für uns Erfolg?”. In meinen Meditationen mache ich zur Zeit fast jeden dritten Tag “Updates”. Updates am neuen Zuhause suchen. Updates für die Akademie, die ich vorbereite. Updates was mein Körper braucht. Es ist spannend und ich wünsche Euch von Herzen wunderbare, erfreuende und klärende persönliche Updates.

Herzlichst,

Sabrina

Ihr Lieben,

unser Körper. Wirklich ein faszinierendes Instrument. Ich habe schon seit letztem Sommer eine Stelle an der Fußunterseite – eher am Rand kurz vor meiner rechten Ferse – welche sich eigenartig anfühlt. Ich bin da wohl mal irgendwo reingestiegen. Wenn ich mich richtig erinnere, dann bemerkte ich da vor einem Jahr mal was und schaute nach, ob ich mir etwas eingetreten hatte. Natürlich bin ich vorsichtig, wenn ich an meinen Fußsohlen etwas spüre und „raushole“. Das passiert zwei, drei Mal im Jahr. Mal eine kleine Glasscherbe. Mal ein Holzsplitter oder eine kleine Dorne. Nie etwas Anstrengendes oder Mühsames. Kleinkram eben – wie es ja auch gelegentlich bei den Händen passiert. Und natürlich bin ich immer sehr sorgfältig und desinfiziere die kleine Wunde anschließend und klebe sie mit einem Pflaster ab.

Diese Stelle hat sich zu nichts Großem entwickelt, aber sie ist da. Sie hat den Durchmesser eines Stecknadelkopfes. Leicht gerötet. Nicht heißer als der Rest. Aber sie fühlt sich anders an. Da ich nicht wirklich beim Gehen draufsteige, beobachte ich sie, aber es schien bisher kein großer Aktionsbedarf zu bestehen. Dieser Bereich wurde in letzter Zeit etwas härter, und so nahm ich an, dass da noch irgendwas Kleines drin steckt und es mein wunderbarer Körper mit dem Nachwachsen der Haut wieder ausstoßen wird. Letzte Woche bemerkte ich, dass ich mein Gewicht verlagere und eine Schonhaltung für diesen rechten Fuß einnehme, was ja barfuß sehr viel leichter festzustellen ist, als mit Schuhen. Immer noch ging ich davon aus, dass “es” jetzt wahrscheinlich durch die Haut ausgestoßen wird. Aber meine Intuition meinte, ich sollte da noch jemand anderen draufschauen lassen. Daraufhin ging ich zu meiner Nachbarin – einer Fußpflegerin. Ich habe zwar Lupen, aber sie hat eindeutig bessere und mehr Erfahrung auf dem Gebiet. Sie feilte das bisschen Hornhaut weg, dass sich da schon gebildet hatte. Ob was drin ist, konnte sie nicht sehen. Nur einen kleinen schwarzen Punkt. Sie schlug mir die Benutzung einer Zugsalbe vor.

Ich schätze Zugsalben und benutzte sie für eine Woche. Die Haut wurde wieder weicher und der Auftrittsschmerz hörte auf. Ich machte trotzdem einen Termin bei meinem Hautarzt um sicher zu gehen, dass ich da nichts übersehe, denn meine Nachbarin war auch nicht sicher, ob es nicht doch eine Warze ist. Eine Warze??? Das konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Ich hatte noch nie eine.

Mein Hautarzt war zwar nicht da, aber auch sein Kollege wusste um mein Barfußgehen und neugierig wie ich war, wollte ich mir die Stelle bei der Untersuchung genauer ansehen und konnte auch durch die Vergrößerung am Bildschirm kleine, schwarze Punkte erkennen. “Ja, das ist eine Warze und die ist ziemlich tief drin.” Warze – das Wort alleine ist wirklich sehr unsexy. Warzen hatten Hexen im Märchen. Ich merkte, ich muss mein Verhältnis zu Warzen entwickeln. Bevor ich überhaupt reagieren konnte, wurde etwas weggeschnitten, dann vereist und die nicht wirklich schmerzfreie Ameisensäure – auch eine interessante Erfahrung -draufgetupft. Und dann kam es: Die Ameisensäure-Behandlung muss zwei Mal in der Woche für sechs Wochen erfolgen und dabei darf man sie nicht abdecken (kein Pflaster etc.). Ich schaute meine Arzt etwas verzweifelt an: “Schuhe?”

Er nickte bedauernd: “Schuhe.”

Ich seufzte. Schuhe im Frühling. Also gut. Wie Fußwarzen entstehen, wollte ich wissen. Und er meinte, dass kann natürlich immer mal passieren und das Imunsystem sorgt normalerweise dafür, dass sie sich nicht einnisten. Ich habe ein fantastisches Imunsystem und war überrascht – aber da ich mich nicht mit der Realität anlege, ist es nun mal so. So zog ich meine Xero-Schuhe (dünne Sohle und ein paar Bänder) auf den Gehwegen und Straßen wieder an. Mit offenen Wunden am Fuß rum zu marschieren ist dann doch keine gute Idee.

Danach ging ich zu einem Mittagessen mit einem Freund, der einen Blick auf meine Füße warf, meine Xero-Schuhe entdeckte und meinte: “Du schummelst ja!”

Das hat man davon, wenn man fast immer barfuß geht. Das wird dann für das Umfeld zur allgemeinen Verpflichtung. Muss ich jetzt ein Schild tragen, dass ich das nur für sechs Wochen machen muss?

Meine Freundin Rita Fasel – ihres Zeichen Expertin in Augen- Hand- und Fußlesen – sagt mir dazu, dass die Stelle, auf der sich die Warze zeigt, genau die Schnittstelle von Körper und Verstand ist – und eine von diesen beiden Energien mich puscht. Und das Warzen auch gerne etwas mit unterdrücktem Ärger zu tun haben.

Unterdrückter Ärger. Das Problem daran ist ja wohl die Unterdrückung – und die festzustellen ist nicht ganz einfach. Schließlich heißt es ja „unterdrückt“. Habe ich unterdrückten Ärger? Ich überlege. Spüre mich ein.

Nicht das ich wüsste. Ja, wir sind gerade auf der Suche nach einem neuen Zuhause wegen Eigenbedarfs und natürlich bin ich nicht begeistert davon, dass wir ausziehen müssen, aber ärgerlich darüber? Eher nicht. Ich sehe das als Chance und bin gespannt wohin mich meine Seele zieht. Gibt es einen anderen Bereich bei dem ich ärgerlich bin?

Ich komme nicht drauf.

Grundsätzlich finde ich alles spannend, was man über sich selbst herausfindet. Und ich wehre das auch nicht ab. Im Gegenteil. Ich bin wie ein Detektiv auf der Suche … doch manchmal finde ich nichts. Manchmal findet sich das auch erst später. Manchmal gar nicht.

Da ich aber alles, was mein Körper mir zeigt, als Information wahrnehme, möchte ich gerne wissen, warum er diese Warze hat. Ich beschließe meine chinesische Ärztin zu fragen, da ich sowieso gerade meine Frühlingsdosis Akkupunktur bei ihr abhole. Seit dem ich jedes Jahr im Frühjahr für ein paar Wochen zur Akkupunktur gehe, habe ich keine allergischen Reaktionen mehr gegen das Blühen der Esche.

Als ich im Wartezimmer mit zwei anderen Patientinnen wartete, kam sie herein und begrüßte uns. Da wir noch etwas Zeit hatten, erzählte meine chinesische Ärztin von meinem Barfußgehen – obwohl gerade in Minimal-Schuhen – und stellte mich als Autorin von ganzheitlichen Büchern vor. Darauf hin schaute mich eine der beiden Patientinnen überrascht an und meinte: „Und dann sind Sie immer noch hier?“

Ich lachte: „Ja, genau deswegen. Ich kümmere mich um meinen Körper. Und wenn er etwas braucht, dann kriegt er es.“

Die Patientin schüttelte den Kopf: „Ich glaube, das muss ich alleine machen.“ Dabei schaut sie müde und angestrengt. Viele glauben wohl, dass ein ganzheitliches Leben eines ist, bei dem man alles alleine macht und kann – beziehungsweise wo es keine Probleme und Herausforderungen gibt und der Körper mit schwingender Glückseligkeit antwortet. Wir machen eine menschliche Erfahrung und sind diversen Herausforderungen ausgesetzt. Da gibt es die Umwelt, Mitmenschen, Erfahrungen, Verletzungen.

Und es gibt Hilfe, Unterstützung, Experten. Und die kann man befragen. Dabei aber immer im Hinterkopf behalten, dass wir selbst Experten sind. Wir sind die besten Experten in unserem eigenen Leben. Wir wissen mehr über unseren Körper als irgendjemand sonst.

Im Behandlungszimmer zeige ich meiner chinesischen Ärztin die Stelle und sie meinte, dass der Körper manchmal etwas rauslässt und sich Öffnungen schafft. Schade, so dachte ich mir, dass mein Körper sich dazu nicht einfach meine Nase genommen hat. Die ist schon auf…

Ich habe immer noch Fragen und da ich dazu gerne eine Antwort hätte, gehe ich in die Stille und meditiere. Das erste was ich sehe und was mir eine innerliche Freude bringt, ist dass die Warze rauspoppt. Vergleichbar mit dem leichten Drücken von Noppen- bzw. Verpackungsfolien. Blup und weg ist sie. Als ich dann fragte, warum ich das bekam, zeigte sich folgendes: Seit dem ich vor einem Jahr auf das Land gezogen bin, habe ich Herausforderungen mit meinem rechten Fuß. Zuerst der Knöchel nach einem Jogginglauf. Dann die Fußsohle mit der besagten Stelle. Als Satz kam: „Das ist noch nicht unser Platz. Hier werden wir uns nicht niederlassen.“ Was ganz gut passt, denn wir müssen wegen Eigenbedarfs ausziehen und suchen gerade ein neues Zuhause. Sechs Wochen Ameisensäure werden es also nicht. Dazu „flog“ die Warze zu schnell während meiner Meditation aus meiner Sohle heraus.

Drei Tage später wäre wieder – laut Plan – ein Ameisensäuretupfer notwendig. Aber ich zögere. Die Stelle an meinem Fuß ist jetzt dunkel und sieht wie ein Bluterguss aus. Da nochmal was drauf? Das fühlt sich nicht richtig an. Eher will ich die Stelle trösten, als ihr Schmerz zufügen. Ich rufe meinen Hautarzt an, der jetzt wieder da ist, und ich kann vorbeikommen. Er schaut sich das mit der Lupe an und meint: „Das heilt jetzt gerade. Da muss nichts mehr hin.“

„Und Schuhe?“

„Die brauchst du auch nicht mehr.“

 

 

Meine Lieben,
in diesem Newsletter geht es um ein paar Termine, die ich Euch gerne vorstellen möchte.

Näher zur Meisterschaft

Das letzte Halbjahrestraining ist gerade mit jeweils einer Einzelstunde mit mir zu Ende gegangen und ich bin berührt und begeistert! Ich habe selbst immer wieder festgestellt, dass man sich leichter mit Unterstützung einer Gruppe vorwärtsbewegt. Besonders wenn man das Gefühl hat, dass man alleine nicht wirklich weiterkommt oder bestimmte Aspekte vielleicht selbst nicht ganz erkennen kann. Wieder hat es sich gezeigt, dass Erstaunliches in sechs Monaten passieren kann und ich freue mich schon auf die neue Gruppe.

Das neue Halbjahrestraining (maximal zehn Teilnehmer) beginnt Mitte März. Die Hälfte der Plätze sind schon belegt. Falls es Euch interessiert, hier der Link zu mehr Information. Vor ein paar Wochen gab es eine Telefonkonferenz dazu. Falls Ihr Interesse am Mitschnitt habt, dann schickt bitte eine Email an Claudia van der Kamp unter Coaching@Sabrinafox.com. Thema: Näher zum Wachstum – Telefonmitschnitt. Weitere Fragen beantwortet Claudia natürlich auch gerne.

sabrinafox-com

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Eva-Maria & Wolf Zurhorst

Eva-Maria & Wolf Zurhorst

Liebes und Lust-Kongress in der Schweiz

Liebe und Lust-Kongress? Sabrina? Du? Neben vielen anderen Referenten sind auch meine lieben Freunde Eva-Maria Zurhorst (Eva`s neuestes Buch SoulSex, das ich Euch sehr empfehlen kann) und Wolfram Zurhorst bei diesem Kongress, um die verschiedenen Aspekte einer erfüllten Liebe und Partnerschaft zu beleuchten. Eva hat in ihrer wundervollen Art ein Thema in ihrem neuen Buch angesprochen, dass ihr sehr am Herzen liegt: Ein erfülltes Liebesleben.

Ich werde keine Sex-Therapeutin werden, sondern spreche über eines meiner Lieblingsthemen: „Den Körper lieben“, denn ohne den Körper – wie wir wissen – geht es nicht.

Die Schweiz ist immer eine Reise wert (falls ihr nicht selbst dort wohnt) und über folgenden link gibt es jede Menge Informationen plus für Frühbucher einen Sonderpreis. www.liebe-und-lust-kongress.com/sabrinafox


Engelkongress 2015

Seit zehn Jahren gibt es jetzt den Engelkongress und das wird gefeiert. Die Veranstalter, Familie Lipp von der Wrage Buchhandlung, möchten sich dieses Jahr wieder auf die Engel besinnen und ich freue mich besonders darauf in meinem Vortrag auch Fragen zu beantworten. www.engelkongress.de
Hier ein YouTube Video zum Engelkongress:


Ausstellung mit Stanko in München

Vernissage-Einladungskarte

Vernissage-Einladungskarte

Vom 19.- bis 29. März laden der Farbfeldmaler Stanko und ich zu unserer Ausstellung in der Orangerie im Englischen Garten ein. Ich bewundere seine Farbfelder schon lange und habe auch einen Film über ihn und seine meditativen Bilder gemacht:

Letztes Jahr haben wir gemeinsam ein paar Projekte gestaltet, die jetzt zum ersten Mal ausgestellt werden. Wir würden uns freuen Euch zu sehen.


Lass die Seele singen

ines-cala

Ines Cala

In meinem täglichen Meditationen – wie in meinem Leben – spielt singen eine wichtige Rolle. Durch die Töne entspannt sich nicht nur der Körper; er wird auch genährt und unser Herz und Wohlbefinden gleich mit. Meine Freundin Ines Cala bietet in München einen Frühjahrszyklus an: Let your soul sing.
Sie schreibt dazu: „Singen ist klingender Atem, jeder kann es und es ist eine wunderbar einfache Art, in kurzer Zeit den Alltag ganz leise werden zu lassen, in eine erfrischende innere Ruhe und Anbindung zu kommen. Die Gedanken werden still und das Herz weit.“
Ich kann Ines und Ihre Arbeit von Herzen empfehlen. Ich singe oft mir ihr und es ist immer ein wunderbares Erlebnis. Näheres dazu unter http://www.inescala.com/workshops


Ich arbeite gerade mit MysticaTV und Seinswelten zusammen und wir produzieren ein paar Videos. In diesem spreche ich über die „Erhellende Dunkelheit“. Vielleicht habt ihr Lust mal reinzuschauen?


Gehst du noch barfuß?

Das ist die Frage, die mir immer wieder gestellt wird und ja, ich gehe noch barfuß. Allerdings nicht bei unter 0 Grad. Schließlich will ich meine Zehen behalten. Ein paar Minuten gehen immer und im Schnee ist es wirklich herrlich – aber eben nur bis meine Füße sagen: Jetzt reicht es. Ich habe festgestellt: Wenn ich keine Handschuhe brauche, dann brauche ich auch keine Schuhe.

sabrina-nana-barfuss

sabrina-nana-barfuss

Etwas mühsam sind die kleinen Splittsteinchen, die leider recht scharfkantig sind. Obwohl ich mich schon langsam daran gewöhnt habe, ziehe ich mir dann nach einer Weile meine Barfuß-Schuhe an, denn ich habe nicht vor, fürs „Durchhalten“ nominiert zu werden. Barfuß gehen macht Spaß und wenn nicht, dann schütze ich mich. Ich schreibe gerade über mein erstes Jahr barfuß, und das Buch wird im Oktober mit dem Titel: „Auf freiem Fuß“ herauskommen. Falls Ihr in der Zwischenzeit mehr übers Barfußgehen erfahren wollt, empfehle ich das Buch von Carsten Stark: „Füße gut, alles gut“, welches mich sehr inspiriert hat.
In diesem Sinne von Herzen eine schöne Zeit,
Sabrina
Das Foto zeigt mich mit meine Freundin Nana, die den Schnee an den nackten Füßen auch probieren wollte. Nachdem sie die Schuhe wieder anzog, meinte sie überrascht: „War ja gar nicht schlimm!“ Vielleicht inspiriert Euch das ja, ab und zu mal die Schuhe auszuziehen.

fluegel_01Suchen Sie sich einen bequemen Platz. Sie müssen nicht unbedingt den Schneidersitz oder die Meditationshaltung einnehmen. Allerdings ist es von Vorteil, wenn Sie aufrecht sitzen und sich nicht anlehnen. So bleiben Sie aufmerksamer im Körper und … schlafen nicht ein. Meine Engel sagten mir mal, es ist sehr viel einfacher, mit uns Menschen Kontakt aufzunehmen, wenn wir auch „Zuhause“ sind … und Zuhause ist für unsere Seele jetzt der Körper.

Wir meditieren, damit wir uns entspannen können. Das bedeutet, dass wir beim Meditieren eigentlich üben konzentrierter zu sein. Je mehr wir unsere Gedanken beruhigen, desto entspannter kann unser Körper werden und desto klarer bekommen wir unsere intuitiven Nachrichten. Wann immer Sie merken, dass Ihre Gedanken weitergewandert sind … holen Sie sich einfach zurück, indem Sie sich wieder auf Ihren Atem konzentrieren.

Und das ist auch schon die ganze Übung: Wir hören unserem Atem zu. Am einfachsten geht es, wenn wir dabei die Augen schließen. Versuchen Sie diese Übung erstmal für 10 Minuten und vielleicht möchten Sie sie später auf 20 Minuten ausdehnen.

Meditieren und Stille sind die wichtigsten Schritte in ein erfülltes, waches Leben. In dieser Telefonkonferenz stelle ich unterschiedliche Meditationen vor.