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Warum ich barfuß gehe …

Ein Plädoyer für die Füße

Stellen Sie sich vor, man würde Ihnen verbieten, ein Bett in einer kleinen, dunklen Kammer zu verlassen. Man ist besorgt um sie. Möchte nicht, dass Sie sich verletzen. Außerdem könnten Sie dreckig werden. Die Welt ist nicht sauber. Es ist also zu Ihrem Schutz. Das müssen Sie doch einsehen!

Nun gut, Sie werden etwas von Ihren Bewegungsfähigkeiten verlieren, aber wer ist denn wirklich heute noch ganz und gar beweglich? Von der Welt bekommen Sie natürlich auch nicht mehr viel mit, aber dafür sind Sie vor Überraschungen sicher. Und ja, es müffelt ein bisschen – so ganz ohne Fenster – aber es fliegen auch keine Ungeziefer herein. Dafür bekommen Sie immer mal wieder ein neues Bett. Zugegeben, viel Platz haben Sie da drin nicht und Sie stoßen auch dauernd mit dem Kopf an die Bettkante, aber Sie und das Bett sehen gut aus. Das ist doch was!

Vor so einer Einschränkung würden wir uns ganz sicher wehren. Ja, das Leben ist zu einem gewissen Grad gefährlich, aber das Risiko gehen wir für unsere Freiheit ein. Natürlich kann man mal die Treppe herunterfallen, aber wir werden uns dafür nicht nur im Erdgeschoss aufhalten. Ja, es gibt Autounfälle, aber trotzdem sitzen wir gelegentlich in einem. Jedes Jahr sterben ca. 8.000 Menschen in Deutschland durch Grippe und doch gehen wir im Winter aus dem Haus.
Wir wollen uns frei bewegen.

Unsere Füße wollen das auch. Aber wir sperren sie ein. Zu ihrem Schutz. Natürlich lassen wir sie ab und zu mal „raus“: Im Sommer auf einer Wiese. Vielleicht in der Wohnung. Am Strand im Urlaub. Doch wie viel Prozent der Zeit dürfen sich die Füße wirklich frei bewegen, vom nächtlichen Schlafen und der halben Stunde im Bad mal abgesehen?

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barfuss im Wasser

Muskeln und Sehen müssen trainiert werden. Unser Fußgewölbe stabilisiert sich durch das Bewegen unserer Füße. Mit jedem Schritt müssen wir uns den unterschiedlichen Untergründen anpassen. Das hält den Fuß auf Trapp. Leider verlieren wir mit Schuhen einen unserer Sinne und unsere Füße schlafen ein. Wir erspüren keinen Untergrund mehr und keine Temperaturschwankung. Das was uns mit Schuhen hingegen am meisten beschäftigt ist ihre Bequemlichkeit, ihre Schönheit und … die Frage was wir mit der Hornhaut, den entstandenen Blasen, dem Käsegeruch und den verkümmerten Zehen machen sollen?

Seit Juli 2014 gehe ich barfuß. Zuhause, auf der Straße, in Flugzeugen, in Straßenbahnen, in Läden, in Museen, in Galerien, in Restaurants, auf Bühnen, auf Reisen, bei Regen und Schnee. Natürlich höre ich auf meinen Körper und wenn es meinen Füßen zu kalt ist, dann schütze ich sie. Doch selbst unter Null Temperaturen gehen noch für ein paar hundert Meter. Wer hätte das gedachte? Ich damals nicht.

Und nein, ich habe keine dicke Hornhaut. Diese bildet sich als Schutzfunktion gegen Reibung. Meine Füße reiben gegen nichts mehr. Als ich anfing immer barfuß zu gehen, fiel mir als erstes eine Sache auf: Die Welt ist voller unterschiedlicher Temperaturen und Bodenbeläge und es macht richtig Spaß, das zu entdecken. Jeder Schritt wird zum Abenteuer!

Einige Leute fragen interessiert: Wo sind denn ihre Schuhe? (Zuhause im Schrank.) Macht das Spaß? (Ja!). Sind Sie schon mal irgendwo reingestiegen? (Ja. Zweimal in eine kleine Glasscherbe – aber meine Hände haben sich schon öfter geschnitten). Schauen die Leute? (Ja. Manchmal fällt das auf, manchmal nicht.). Sind ihre Füße nicht kalt? (Nein, sie werden ja bewegt.) Ekelt es sie nicht? (Nicht mehr. Das habe ich mir abgewöhnt und meine Füße werden so oft gewaschen wie nie zuvor).

Eine Frage wird mir allerdings nie gestellt: „Ist das denn gesund?“

Wir wissen, dass es gesund ist

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Barfuss in München

Ich war gesund, als ich mit dem Barfußgehen anfing. Obwohl ich nicht krank war, hatte ich doch einige Herausforderungen. Ich fand oft, dass ich nicht gerade stehe. Dass da irgendetwas mit meinem Bewegungsablauf nicht stimmt. Meine Sehnen an den Beinen waren verkürzt und meldeten sich öfters. Das hat sich alles zum besseren verändert. In nicht einmal einem Jahr.

Unsere Füße sind ein hochkomplexes, fantastisches Kunstwerk. Sie sind mit 26 Knochen, 27 Gelenken, 107 Bändern, 32 Muskeln und Sehnen und unzähligen Nervenzellen ähnlich faszinierend wie unsere Hände. Wir können springen, landen, laufen, stehen. Wir könnten sogar mit ihnen Heruntergefallenes vom Boden aufheben, Türen aufmachen, einen Stift halten. Menschen ohne Arme haben immer schon ihre Füße als Ersatz benutzt und dafür eine erstaunliche Beweglichkeit entwickelt, die wir in Internet-Videos bewundern können. Füße haben mehr Sensoren als unser Gesicht. Mehr Knochen als unsere Arme. Unsere Fußgelenke sind so genial gebaut, dass sie Baumeister zu Meisterwerken inspiriert haben. Diese relativ kleinen Füße sind in der Lage unseren viel längeren und schweren Körper so zu balancieren und zu bewegen, dass wir nicht umfallen. Das alleine ist eine Meisterleistung.

Die weltweit besten Läufer und Jogger kommen häufig aus den bäuerlichen Gebieten Afrikas und sind ohne Schuhe aufgewachsen. Ihre Füße konnten sich über Jahre zu einem starken Instrument der Fortbewegung entwickeln. Der Äthiopier Abebe Bikila gewann 1960 die Goldmedaille im Marathonlauf und lief kurzerhand barfuß – weil er das als Kind schon getan hatte und kein passender Schuh zur Olympiade nach Rom mitgeliefert wurde.

Leute, die barfuß laufen, landen auf dem Ballen, also genau vor dem Fußgewölbe. Dann erst kommt die Ferse nach unten. Das ist sehr viel bequemer. Der ganze Vorderfuß ist mit seinen Gelenken auf Federung eingestellt. Seit über zwei Millionen Jahren sind die meisten Leute so gelaufen. Wenn wir kleine Kinder beobachten, die barfuß gehen, dann treten sie mit dem ganzen Fuß fast gleichmäßig auf. Wenn wir barfuß laufen, landen wir auf dem Vorderfuß. Wenn wir eine Gangart runterschalten – also gehen – treten die meisten von uns mit der Ferse auf. Das haben wir alle so gelernt: Den Fuß von der Ferse her abrollen. Das galt – noch bis vor kurzem – als die einzige richtige Art des Gehens. Und mit Schuhen – besonders mit festem Schuhwerk – ist auch kaum etwas anderes möglich.

Und hier gilt es einen Moment innezuhalten: Mit festem Schuhwerk ist kaum etwas anderes möglich! Der Fuß wird eingeschnürt und dadurch bewegungsunfähig. Nur wenn wir eine flexible, dünne, absatzlose Sohle tragen, die uns den Fuß komplett entspannen lässt, können wir mit dem Vorderfuß auftreten. Ansonsten bleibt uns nur der Fersengang. Bei manchen Damenschuhen im Ballerina-Stil ist das möglich. Bei den üblichen Männerschuhen gibt es oft gar keine Option. Außer bei einigen Modellen der neu konzipierten Barfuß-Schuhe. Und damit wir dabei den viel härteren Aufprall der Ferse nicht spüren, mussten Absätze her, die den Schmerz abfedern. Die Erschütterung stoppen sie allerdings nicht. Sie wird weitergegeben: An die Knie, die Hüften, hinauf bis zum Ende unserer Wirbelsäule.

Was mich ebenfalls daran faszinierte war der leise Gang. Meine Nachbarn unter mir wussten immer wann ich zuhause war. Obwohl ich barfuß ging, machte ich mit dem Fersen-Auftritt noch genug Krach. Ich übte mich im Ballengang und das war am Anfang nicht einfach. Mit dem entspannten Vorderfuß zuerst aufzutreten – ohne ihn nach vorne auszustrecken – erforderte einiges an Bereitschaft zur Veränderung.

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich denn Verbesserungen erlebt habe und ich habe mir eine Liste dafür angelegt, weil ich sonst die Hälfte vergesse (siehe Barfuß Vorteile “). Das, was mich am meisten bei diesem Abenteuer Barfußgehen überrascht hat, war das Gefühl von Freiheit, das man damit geschenkt bekommt. Als Frau erinnern mich Schuhe jetzt an ein enges Korsett. Es wurde Anfang des 19. Jahrhunderts abgeschafft, weil Frauen merkten, dass es zu sehr einengt. Jetzt wird es Zeit, hundert Jahre später, das Gleiche mit den Schuhen zu tun. Wahrscheinlich gehören sie auf den Listenplatz der schädlichen Substanzen gleich neben den Zucker.

Wenn wir mal darüber nachdenken, wie oft wir uns an den Händen verletzten, wundert es mich, dass wir für sie noch keinen permanenten Schutz erfunden haben. Wie oft haben wir uns schon mit einem Messer geschnitten? Wie oft durch die scharfe Kante einer Glasscheibe die Haut aufgeschnitten? Wie oft am Papier geschnitten? Wie oft schon geblutet? Wie oft unsere Finger eingeklemmt? Wie oft irgendwo aufgekratzt? Wie oft etwas Unsauberes berührt?

Das einzige was Hände brauchen sind Handschuhe, wenn es zu kalt ist oder wir etwas Heißes anfassen müssen. Und genau das ist es auch, was unsere Füße brauchen. Nicht mehr und nicht weniger.

Wir kommen nicht auf die Idee unsere Hände einzusperren, weil wir unsere Hände sensibel und beweglich halten möchten. Wir wollen in der Lage sein, mit Hilfe unserer viel geübten Feinmotorik einen Faden durch ein Nadelöhr zu kriegen. Wir wollen in der Lage sein, auf der kleinen Tastatur unseres Smartphone eine Nachricht zu tippen. Wir wollen die Haut unserer Liebsten erspüren. Wir wollen im Stande sein komplizierte Verschlüsse zu öffnen. Wir wollen uns waschen, anziehen, frisieren, rasieren, schminken und kratzen können.
Und was sollen unsere Füße?
Unseren kompletten Bewegungsablauf von der Wurzel an gesund halten.
Tja.
Ist das wirklich so viel unwichtiger als dass, was unsere Hände tun?

Nähere dazu über mein Jahr barfuß in meinem Buch:
„Auf freiem Fuß – Ein Jahr ohne Schuhe?“ – Ein Experiment

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Foto: J.Wagner

Barfuß-Vorteile

Was wird besser?
• Die Beweglichkeit der Füße wird wieder hergestellt
• Das Immunsystem wird gestärkt
• Fuß-Muskulatur wird gekräftigt und stabilisiert (Hilfe für Plattfüße etc.)
• Fußnerven werden angeregt und verkümmerte Fußnerven werden aktiver
• Fuß wird besser durchblutet und ist weniger kalt
• Haltung verbessert sich
• Sehnen werden gedehnt und gekräftigt (Archillessehne)
• Zehen werden beweglicher
• Fußgewölbe wird stabiler
• Keine Blasen mehr
• Krampfadern werden weniger
• Keinen Fußschweiß – keinen Fußpilz
• Für Kinder extrem wichtig für die gesunde Entwicklung des Fußes.
• Übrigens: Blasenentzündungen gibt es auch keine, denn diese werden durch Bakterien verursacht und nicht durch kalte Füße

Wie fühlt man sich?
• Fühlt sich freier, lebendiger
• Gang wird leichter, sanfter und aufmerksamer
• Man folgt seinem eigenen Rhythmus
• Es macht Spaß!
• Man spürt seine Füße immer und weiß wo sie sind
• Man stößt sich nicht mehr an
• Erstaunlicherweise ist mir niemand auf die Füße gestiegen, weil ich mit ihnen nicht mehr unaufmerksam bin
• Die Wurzeln unseres Körpers werden aktiviert
• Das aufmerksame Erspüren des unteren Körperbereichs
• Man hat keine kalten Füße mehr
• Keine Blasen mehr – es reibt ja auch nichts mehr an der Haut.
• Der Fuß wird bei jedem Schritt massiert
• Da der Fuß beweglicher wird, hebt er dann die Bereiche hoch auf denen er beim Auftreten etwas Spitzes spürt.
• Der Beckenbereich wird flexibler und offener
• Man genießt den Regen
• und sogar für ein paar hundert Meter den Schnee

Fazit: Mit Schuhen sperren wir einen unserer Sinne weg.


Warum ich barfuß gehe? (ein Update: 13.März 2017)

… oder ob ich immer noch barfuß gehe, das werde ich in den letzten zwei 1/2 Jahren immer mal wieder gefragt. Das ist hier ein update mit ein paar Informationen von meinem ersten Blog dazu. Also: Ich gehe schon seit vielen Jahren barfuß – eben das übliche: Zuhause, auf der Wiese, gelegentlich im Wald oder beim Wandern. Ich war aber früher nie barfuß in Restaurants, beim Wandern, im Zug oder bei meinen Vorträgen. Ich habe immer schon in meinen Büchern, auf meiner Website oder auf Facebook angeregt mal die Schuhe auszuziehen. Ich glaube, dass es wichtig ist, wenn wir die Erde, den Boden erspüren und mal alles wegnehmen, was uns von Mutter Erde trennt. Aber die Betonung lag auf „mal“ und nicht auf oft.

Natürlich bin ich auch Frau und mit dem (ich befürchte fast) genetischen Schuhtick ausgestattet. Aber ich habe empfindliche Füße. Blasenpflaster waren immer in meiner Handtasche und wenn ich von den Winterschuhen mit den dicken Socken in die Riemensandalen wechselte, kamen die Blasen. Ich war deswegen auch immer auf der Suche nach den “perfekten” Schuhen. Welche, die nicht schmerzen. Besonders suchte ich den perfekten Schuh für die Reise, denn wenn ich unterwegs war, nahm ich einen halben Schuhladen mit: Ballerinas, High Heels, Turnschuhe, Flipflops, Stiefel. Das war immer sehr mühsam. Dafür alleine lohnt sich das Barfußgehen schon; in meinem Koffer habe ich jetzt mehr Platz.

Erst als ich die Schuhe ganz auszog verstand ich, dass ich die „perfekten Schuhe“ immer schon hatte: Meine Füße!

Mir fiel früher oft auf, dass meine Haltung nicht ganz korrekt war. Ich fiel zu sehr nach vorne, wenn ich stand. Ich hatte auch immer Schwierigkeiten lange zu stehen. Irgendetwas stimmte an meinem Bewegungsablauf nicht.

Dann las ich im Juli 2014 das Buch von Carsten Stark: “Füsse gut, alles gut” – und zog, nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte, im Flieger sofort meine Schuhe aus. Ich war fasziniert vom Ballengang und wollte ihn unbedingt ausprobieren. Ich kaufte mir in der Ankunftshalle in der Apotheke feuchte Reinigungstücher, um mir die Füße abzuwischen, wenn ich irgendwo reintrete oder jemanden besuche … und das war es dann. Seitdem gehe ich fast alles barfuß.

Ich habe mir den Ballengang angewöhnt – also vorne mit dem Ballen zuerst auftreten und nicht mit der Ferse. Dadurch ist das Aufprall bei jedem Schritt im Körper sehr viel sanfter. Das hat eine Weile gedauert und war zuerst mit erstaunlichem Muskelkater verbunden. Jetzt fühle ich mich wohl damit.

Ich gehe zu 90% barfuß und ich bin in diesen zwei einhalb Jahren drei Mal in Glasscherben reingetreten. Der Trick ist dabei sofort nachzusehen, wenn einem an den Fußsohlen etwas weh tut. Und dann entfernen, was stört. Im Winter kann ich keinen langen Schneespaziergang machen. Neuer Schnee macht noch Spass – für eine Weile. Alter Schnee ist mir zu kalt. Da brauche ich einfach Schuhe. Und dazu sind sie ja auch da. Man braucht Schuhe, wie man Handschuhe braucht: Es ist zu heiß, zu kalt oder zu gefährlich.

Man merkt beim Barfußgehen auch sofort, wenn man eine Schonhaltung einnimmt. Ich habe mir mal beim Laufen den Knöchel leicht verletzt und spürte sofort, dass mein Bewegungsapparat nicht mehr rund lief. Als ich dann für ein paar Tage Schuhe trug, da ich Schmerzen hatte und einen Puffer brauchte, spürte ich den Unterschied: Barfuß spüre ich, wenn ich eine Schonhaltung einnehme. Mit Schuhen nicht.

Barfuß zu gehen ist ein unfassbares Freiheitsgefühl. Früher bevorzugte ich das Radfahren, heute das Gehen, denn so erspüre ich die unterschiedlichen Böden. Straßen sind übrigens sehr warm. Muss am Teer liegen. Manche Supermärkte eiskalt. Der Münchner Flughafen hat einen fantastischen Boden: Richtig gemütlich für die Füße. Gras, Wiese, der Boden im Nadelwald, Match – das ist natürlich großartig. Regen! Unnachahmlich fantastisch. Und saubere Füße gibt es obendrein noch. Alleine schon sich nicht zu überlegen, welche Schuhe man anzieht, wenn man schnell die Post holt oder Brot vom Bäcker ist herrlich.

Das einzige was mich am Anfang störte, war das Auffallen. Natürlich ist es praktisch wenn ich einen Vortrag halte, wenn man mich wahrnimmt – aber in meinem privaten Leben bin ich lieber Beobachter, statt Beobachtete. Und hier ist die Frage, die sich uns allen immer wieder stellt: Passe ich mich an oder erspüre ich, was ich selbst brauche? Dazu gehören gelegentlich seltsame Blicke von Anderen, aber eben auch interessante Gespräche. Was mich am meisten beeindruckt und rührt, ist die Großzügigkeit, die wir Deutschen uns angewöhnt haben. In meiner Generation durfte man als Kind nicht auf dem Rasen spielen und was die Nachbarn sagten, war das Amen in der Kirche. Jetzt sieht man mich barfuß in Restaurants, im Flugzeug, im Zug, auf der Straße, in Museen und Konzerten und niemand beschwert sich. Ich finde das toll!

Beim Barfußgehen werden unsere Füße wieder wach. Unser Energiefeld das oben gut funktioniert (Augen, Ohren, Nase, Hände) wird auch unten wieder aktiviert. Wir inspirieren unseren Körper wieder überall zu spüren. Der Körper im harmonischen Ganzen und nicht abgetrennt in eine obere und eine untere Hälfte. Wir haben fast verlernt, wie es sich anfühlt, frei an den Füssen zu sein. Stellt Euch vor, wir würden immer zu enge Handschuhe tragen und dann könnten wir sie endlich ausziehen… unsere Hände würden es uns danken und unsere Füße tun das eben auch.

Bei vier, sogar drei Grad fühlen sich meine Füße noch sehr wohl. Eine halbe Stunde barfuß ist noch angenehm. Meine Augen sagten mir am Anfang häufig: „Zieh Dir Schuhe an! Da draußen ist es kalt!“ Aber was wissen die Augen schon von Kälte? Sie sitzen warm verpackt mitten im Kopf. Meine Füße hingegen sagen nach den ersten Schritten nach draußen: „Was willst du denn? Das ist doch herrlich!“ Ich habe keine Erkältung und keine Blasenentzündung gekriegt (auf die meine Mutter am Anfang monatelang wartete. Blasenentzündungen haben etwas mit Bakterien und nichts mit kalten Füssen zu tun. Das war das Märchen dass uns erzählt worden ist, damit wir Schuhe ANziehen.)

Natürlich höre ich auf meine Füße. Wenn sie sich unwohl fühlen und es ihnen zu kalt wird, dann ziehe ich Minimal-Schuhe oder Barfußschuhe an. Ich mag da besonders die Leguanos. Es geht nicht darum, dass wir stur werden – und auch das gilt es auch bei den Leuten die barfuß gehen zu vermeiden. Ich habe nicht umsonst „BodyBlessing – der liebevolle Weg zum eigenen Körper“ geschrieben, um meinen Körper und seine Signale dann zu ignorieren. Also wenn meine Füße sagen, dass es ihnen zu kalt ist oder ich sehe, dass die Situation unpraktisch ist, dann ziehe ich etwas an. Ich war zum Beispiel im letzten Herbst in Südafrika und stellte zu meiner großen Überraschung fest, dass es dort auf manchen Wanderwegen mehr Glasscherben gibt als hier auf dem Oktoberfest. Und dann habe ich mir Schutz geholt. Dazu benutzte ich die Xero-Schuhe, die nur eine dünne bewegliche Sohle mit einer paar Bändern zum festhalten sind.

Es ist auch unpraktisch von heute auf morgen die Schuhe auszuziehen und dann barfuß einen Marathon zu laufen. Da kann man sich enorm verletzen. Unsere Füße sind in Schuhen nichts mehr gewöhnt und das dauert eben ein bißchen, bis sie sich auf die neugewonnene Freiheit eingestellt haben. Gönnen wir ihnen die Zeit der Umgewöhnung.

Gerade Frauen beschweren sich oft über zu kalte Füße. Unsere Füße sind kalt, weil sie der Körper nicht mehr durchblutet. Der denkt sich: „Da unten passiert nichts, die sind eingesperrt in Schuhe, da brauche ich nichts mehr machen.“ Unsere Füße – wenn sie zu oft kalt sind – sind quasi halb abgestorben. Wenn wir barfuß gehen, werden unsere Füße wieder bewegt und damit durchblutet sie der Körper auch schneller. Ergo: Schnell wieder warme Füße.

Mir ist klar, dass nicht alle von uns ihre Schuhe ausziehen werden oder können. Aber wenn wir unsere Füße öfter bewegen lassen, wenn wir wenigstens ein paar Barfuß-Schuhe mit beweglicher Sohle benutzen, wenn Kinder wieder mehr barfuß gehen dürfen – dann ist schon viel passiert und unser Körper wird es uns danken. Es gibt erstaunlich viele Barfuß-Schuhe, die überhaupt nicht auffallen. Zwar erspürt man den Boden damit nicht – was ich persönlich sehr schade finde – aber der Fuß wird wenigstens bewegt. Manche Barfuß-Schuhe verdienen aber ihren Namen nicht. Die Sohle zu dick, der ganze Schuh zu klobig – da hat wohl jemand nicht ganz aufgepasst …

Wann trage ich Schuhe? Wenn ich mit Leuten unterwegs bin, denen es unangenehm ist, wenn ich barfuß bin. Ich frage da einfach nach. Warum sollte ich unsere gemeinsame Zeit ohne Schuhe für meine Freunde/Familie anstrengender machen? Wenn ich ab und zu Schuhe trage, dann fällt mir kein Zacken aus der Krone. Eine gewisse Flexibiltät finde ich macht das Leben leichter. Ich trage Schuhe auf Beerdigungen und manchmal Hochzeiten. Bei Gelegenheiten eben, bei denen ich die Aufmerksamkeit von der Hauptperson/dem Hauptzweck ablenken würde. Da ich immer zusammengefaltete Ersatzschuhe in meiner Handtasche habe, ist es ein einfaches mich zu entscheiden.

Gerade in diesem Jahr ist mir aufgefallen, dass die Leute nicht mehr sagen: „Oh Gott, Sie sind ja barfuß!“ – sondern eher: „Ach, Sie sind Barfußgängerin. Davon habe ich schon gehört.“ So ging es auch bei den Vegetariern damals los und jetzt ist das keine große Sache mehr. Das wünsche ich mir für unsere Füße und unser Wohlbefinden auch.

Herzlichst,

Sabrina


Mein erster Blogbeitrag nach 5 Monaten

“Warum ich barfuß gehe“ … das werde ich immer wieder gefragt. Also: Ich gehe schon seit vielen Jahren barfuß – eben das übliche: Zuhause, auf der Wiese, gelegentlich im Wald oder beim Wandern. Oft habe ich in den letzten Jahren entweder in meinen Büchern, hier auf der Website oder auf meiner Facebook-Seite angeregt mal die Schuhe auszuziehen. Ich glaube, dass es wichtig ist, wenn wir die Erde, den Boden erspüren und mal alles wegnehmen, was uns von Mutter Erde trennt.
Natürlich bin ich auch Frau und mit dem (ich befürchte fast) genetischen Schuhtick ausgestattet. Ich war immer auf der Suche nach den “perfekten” Schuhen. Besonders den perfekten Schuhen für die Reise, denn wenn ich reise, nehme ich einen halben Schuhladen mit: Ballerinas, High Heels, Turnschuhe, Flipflops, Stiefel. Das war immer sehr mühsam. Dafür alleine lohnt sich das Barfußgehen schon; in meinem Koffer habe ich jetzt mehr Platz.

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Barfuß in München

Außerdem fiel mir gelegentlich auf, dass meine Haltung nicht ganz korrekt war. Ich falle zu sehr nach vorne, wenn ich stehe. Ich hatte auch immer Schwierigkeiten lange zu stehen. Irgendetwas stimmte an meinem Bewegungsablauf nicht.
Dann las ich im letzten Juli (2014) das Buch von Carsten Stark: “Füsse gut, alles gut” – und zog, nachdem ich die letzte Seite gelesen hatte, im Flieger sofort meine Schuhe aus. Ich kaufte mir in der Ankunftshalle in der Apotheke feuchte Reinigungstücher, um mir die Füße abzuwischen, wenn ich irgendwo reintrete oder jemanden besuche … und das war es dann. Seitdem gehe ich fast alles barfuß.
Ich habe mir den Ballengang angewöhnt – also vorne mit dem Ballen zuerst auftreten und nicht mit der Ferse. Dadurch ist das Aufprall bei jedem Schritt im Körper sehr viel sanfter. Das hat eine Weile gedauert und war zuerst mit erstaunlichem Muskelkater verbunden. Jetzt fühle ich mich wohl damit.


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Sabrina mit „barfuss-ladies“

Ich schreibe diese Zeilen jetzt Anfang Dezember und bin in diesem halben Jahr nicht ein einziges Mal in irgendwas reingetreten und ich schaue selten auf den Boden. Das ist mir zu mühsam. Ich habe meinem Energiefeld gesagt, es muss sich darum kümmern, dass ich mich nicht verletze – und das macht es auch.
Barfuß zu gehen ist ein unfassbares Freiheitsgefühl. Ich liebe es jetzt zu gehen und unterschiedliche Böden zu spüren. Straßen sind übrigens sehr warm. Muss am Teer liegen. Manche Supermärkte eiskalt. Der Münchner Flughafen hat einen fantastischen Boden. Richtig gemütlich für die Füße. Gras, Wiese, der Boden im Nadelwald, Match – das ist natürlich großartig. Regen! Unnachahmlich fantastisch. Und saubere Füße gibt es obendrein noch. Alleine schon sich nicht zu überlegen, welche Schuhe man anzieht, wenn man schnell die Post holt oder Brot vom Bäcker.
Eigentlich will ich nicht auffallen. Tue es natürlich. Und hier ist die Frage, die sich uns allen immer wieder stellt: Passe ich mich an oder erspüre ich, was ich selbst brauche. Dazu gehören gelegentlich seltsame Blicke von Anderen, aber eben auch interessante Gespräche. Was mich am meisten beeindruckt und rührt, ist die Großzügigkeit, die wir Deutschen uns angewöhnt haben. In meiner Generation durfte man als Kind nicht auf dem Rasen spielen und was die Nachbarn sagten, war das Amen in der Kirche. Jetzt sieht man mich barfuß in Restaurants, im Flugzeug, im Zug, auf der Straße, in Museen und Konzerten und niemand sagt etwas. Ich finde das toll!


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Barfuß im Englischen Garten

Beim Barfußgehen werden unsere Füße wieder wach. Unser Energiefeld das oben gut funktioniert (Augen, Ohren, Nase, Hände) wird auch unten wieder aktiviert. Wir inspirieren unseren Körper wieder überall zu spüren. Der Körper im harmonischen Ganzen und nicht abgetrennt in eine obere und eine untere Hälfte. Wir haben fast verlernt, wie es sich anfühlt, frei an den Füssen zu sein. Stellt Euch vor, wir würden immer zu enge Handschuhe tragen und dann könnten wir sie ausziehen… unsere Hände würden es uns danken und unsere Füße tun das eben auch.
Bei vier, sogar drei Grad fühlen sich meine Füße noch sehr wohl. Eine halbe Stunde barfuß ist noch angenehm. Mein Kopf sagte am Anfang häufig: „Willst du wirklich jetzt barfuß rausgehen. Das ist doch fürchterlich kalt!“ Und meine Füße sagen nach den ersten Schritten nach draußen: „Was willst du denn? Das ist doch herrlich!“ Ich habe keine Erkältung und keine Blasenentzündung gekriegt (auf die meine Mutter schon seit Monaten wartet. Blasenentzündungen haben etwas mit Bakterien und nichts mit kalten Füssen zu tun. Das war das Märchen dass uns erzählt worden ist, damit wir Schuhe anziehen.) Natürlich höre ich auf meine Füße. Wenn sie sich unwohl fühlen und es ihnen zu kalt wird, dann ziehe ich Minimal-Schuhe oder Barfußschuhe an. Lange auf Steinfußböden rumstehen macht nicht wirklich Spaß. Es geht nicht darum, dass wir stur werden – und auch das gibt es bei den Leuten die barfuß gehen. Ich habe nicht umsonst „BodyBlessing – der liebevolle Weg zum eigenen Körper“ geschrieben, um ihn dann zu ignorieren.
Barfuß gehen ist eine Möglichkeit. Eine, die zwar auch etwas Mut erfordert, aber in erster Linie Spaß macht. Ich habe mir Barfußschuhe für den Winter besorgt, die eine dünne bewegliche Sohle haben, aber eben auch warmhalten.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Herzlichst,
Sabrina

Zusammenfassend: Was bringt Barfuß gehen?

  • Einmal ein Gefühl von Freiheit.
  • Dann das „Aufwecken“ der Füße.
  • Die Beweglichkeit der Füße wird wieder hergestellt
  • Das aufmerksame Erspüren des unteren Körperbereichs
  • Füße werden durch das Barfuß gehen massiert und Akkupressurpunkte werden angeregt.
  • Körperhaltung wird natürlicher
  • Durch den Ballengang (nicht mit der Ferse aufkommen) werden Knie, Hüften und Wirbelsäule entlastet
  • Zusätzlich ist es spannend was da in der Innerwelt und der Außenwelt passiert

Video 1. Teil: Hier spreche ich über das Barfuß gehen.
http://piece-by-peace.de/interviews/sabrina-fox/

Links zu Barfuss-Schuhen, die ich manchmal benutze.
http://xeroshoes.co.uk/
http://www.leguano.eu/
http://www.vivobarefoot.com/eu/womens/karma-ladies

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Barfuss  mit anderen Kinderfüßen

21 Kommentare
  1. Jeanne van Deest
    Jeanne van Deest says:

    Liebe Sabrina,
    du bist eine echt Süße! Irgendwie bist du, obwohl ich dich lediglich auf dem ersten internationalen Engelkongress kurz umarmt habe und dich in Hamburg über den „Fliegenden Wechsel“ nochmal erlebt habe, zu einer „Art“ Freundin geworden. Gefühlt kenne ich dich schon ewig, weil ich fast all deine Bücher gelesen habe. Dein Buch „Auf freiem Fuß“ werde ich sicherlich auch lesen, da mich deine Art zu schreiben sehr anspricht und mich der Inhalt bereichert. Ich bin Kinesiologin und praktiziere in Wilhelmshaven. Das mit dem Barfuß gehen finde ich sehr einleuchtend, vielleicht werden wir aufgefordert uns immer mehr von den Vorgaben im Außen zu lösen (Schuhindustrie). Es gibt wirklich nicht so viele Schuhe, die super bequem sind. Vor allem nicht die, die „schön“ sind. Ich werde diesen Sommer häufiger ausprobieren barfuß zu laufen. Das könnte, auch für mich, zu noch mehr positivem Bewusstsein führen, was ich durch die Kinesiologie täglich erlebe. Sich ganz nackt auf eine Wiese zu legen ist auch eine tolle Erfahrung. Vorher habe ich alle „Krabbeltiere“ gebeten mir aus dem Weg zu gehen. Zu ihrem und meinem Wohlbefinden. Es hat geklappt und war ein Genuss. Mach weiter so mit deinen Experimenten. So wie du uns in Hamburg aufgefordert hast…“Wenn nicht jetzt, wann dann?! Wir müssen niemandem mehr was beweisen, wir können uns befreien vom Außen und uns auf uns besinnen!“.
    Ich umarme dich herzlich. Deine Jeanne

    Antworten
  2. Jens
    Jens says:

    Was machst Du, wenn Du von „Sicherheits-Vertretern“ gebeten wirst, Schuhe anzuziehen (wegen Vedsicherungsbestimmungen)? Das ist mir leider nämlich sogar im ansonsten entspannten Irland schon zweimal passiert…

    Antworten
    • Sabrina Fox
      Sabrina Fox says:

      Lieber Jens, das ist mir noch nicht passiert. Ich würde wahrscheinlich neugierig fragen, wo ich denn die Sicherheitsbedingungen nachlesen kann oder einfach für die Zeit meine Notfall-Schuhe anziehen.

      Antworten
  3. Tatjana
    Tatjana says:

    Hallo Sabrina!!

    Deine Bücher habe ich bis jetzt noch nicht gelesen aber diesen kurzen Beitrag schon! Und dieser hat mich echt gefesselt! Wie logisch das doch alles ist…. ich laufe seit heute schon den ganzen Tag Barfuß und muss sagen….ich friere:-)….sogar am ganzen Körper!Ich habe es gerne warm an den Füßen und jetzt sind da plötzlich 2 laufende Eisklötze! Lässt diese Erscheinung nach oder wird es erst im Sommer besser?? 🙂

    Antworten
    • Sabrina Fox
      Sabrina Fox says:

      Liebe Tatjana,
      von heute auf morgen im Winter auf Schuhe zu verzichten … da verlangst Du aber viel von Deinem Körper 😉 Wie bei allem ist es besser wenn man es langsam angeht. Ballengang etc. Ich würde – wenn ich darf – Dir da mein Buch „Auf freiem Fuß“ empfehlen. Da stehen neben Empfehlungen eben auch vorsorgliche Warnungen drin. Und zu viel auf einmal ist auch nicht praktisch. Ich bin sicher, Du verstehst was ich meine. Wenn die Füße kalt sind und Du überall frierst, dann sagt Dir Dein Körper: „Das ist zu viel“. Herzlichst, Sabrina

      Antworten
  4. Kerstin Seidel
    Kerstin Seidel says:

    Hallo Sabrina, Dein Buch „Auf freiem Fuß“ steht jetzt auf meiner Buchlist, der zu lesenden Bücher 🙂 Das Wissen übers barfuß gehen und Ballengang (wie auch die Indianer Völker – damals in Amerika) sind mir geläufig. was mich interessieren wird ist, wie man das im Winter gestaltet. Ich gehe sehr viel mit meinen Hunden – da bewundere ich sie sowieso , wie sie das ohne Probleme aushalten „barpfotig“ zu gehen egal welche Temperaturen egal wie lange – Hauptsache in Bewegung. Ich würde das auch gerne machen so wie du und meine Hunde und Katzen und Hühner – Alle kommen auch mit Kälte zurecht Ohne Schuhe 🙂 Vielleicht noch ein schöner Kommentar: Ich halte meine Tochter (12 Jahre alt) immer an wenigstens Schlappen in der Wohnung zu tragen – sie sagt immer: „Mama – Schuhe engen mich ein ich will barfuß oder in Socken laufen. :-)“ Toll was man von Kindern lernen kann. Bei mir brauchte es erst deine Inspiration dazu 🙂
    PS habe dich heute auf dem Online Kongress „abnehmrevolution 2016“ kennengelernt und bin begeistert von deiner Art mit dir selbst und mit dem Leben umzugehen. ich bin selbst ähnlich drauf und finde es super solch inspirierende und im „Leben stehende“ Menschen kenn zu lernen. Danke 🙂 LG Kerstin Seidel

    Antworten
  5. Michaela Ott
    Michaela Ott says:

    Liebe Sabrina,

    ich lese gerade dein Buch „Auf freiem Fuß“ und finde es sehr inspirierend. Ich habe vor einiger Zeit angefangen barfuß zu laufen, Ballengang zu üben. Am Wochenende bin ich fast den ganzen Tag barfuß unterwegs gewesen. Ich gehe jetzt seit etwa 6 Wochen barfuß. Während der Arbeit habe ich meistens Barfußschuhe getragen. Letzte Woche hab ich an einem Abend mir ein Fußbad mit „Meine Base“ gemacht. Das hatte ich schon mal zwei Wochen zuvor gemacht. Nach dem jetzigen Fußbad jedoch bekam ich nachts ein brennen in die Fußballen. Seither ist das so. Ich habe auch das Gefühl, dass die Ballen etwas dicker sind. Das ist nun etwa 3-4 Tage her und hat sich nicht wesentlich verbessert. Sobald ich barfuß oder in Barfußschuhen gehe tut es sehr weh, brenn und klopft. Im Ruhezustand ist es auch sehr unangenehm schmerzend, allerdings etwas weniger intensiv als beim Laufen. Wenn ich in normalen Schuhen gehe, ist es ein bisschen besser. Ich hab das Gefühl, dass dieses Fußbad nicht die Ursache ist. Nun wollte ich dich einmal fragen, ob Du so etwas auch kennst? Ich überlege, ob ich zum Orthopäden gehen soll, aber dieser hat vermutlich wenig Erfahrung mit barfuß laufen. Und weil mir gerade das Gehen insgesamt so Schwierigkeiten macht, wollte ich gerne dich fragen. Über eine Antwort bin ich dir sehr verbunden. Vielen Dank.

    Liebe Grüße und alles Gute,

    Michaela

    Antworten
    • Sabrina Fox
      Sabrina Fox says:

      Liebe Michaela, es kann sein, dass du zu schnell zu viel gemacht hast. Die Füße müssen sich ja auch erst daran gewöhnen, dass sie wieder frei sind. Wenn es in Schuhen mit gedämpfter Sohle besser ist, dann hört es sich so an, als ob die Fußsohlen erst mal mehr Dämpfung brauchen. Lass die Schuhe an, die jetzt bequem sind und fange dann – wenn es besser ist – mit Barfuß wieder an. Langsam …
      Herzlichst, Sabrina

      Antworten
  6. Greve-Lorenzen, Doris
    Greve-Lorenzen, Doris says:

    Sehr geehrte Sabrina Fox
    Ich bekam ihr Barfußbuch während eines Urlaubs auf der schönen Insel Amrum geschenkt und habe es mit Begeisterung gelesen. Ich gehe seit Jahren sehr gern barfuß, jedoch nur in Haus und Garten und natürlich am Strand bis in den Herbst und wieder im Frühjahr, und kann es unbedingt weiter empfehlen. Bei Peter Greb habe ich vor bestimmt schon 15 Jahren den Vorderfußgang gelernt, wechsel im Alltag nach wie vor meine Gangart. Sie haben wunderbar die Veränderungen in ihrem Körper beschrieben, dass ermuntert mich jetzt, ihnen mitzuteilen, dass ich täglich meinen Bauch massiere, und bereits nach der ersten Massage ist ein Resultat, eine Veränderung am Zehenstand der Füße sichtbar. Vielleicht mögen sie es probieren. Meine CD mit der Einführung in meine Massage schicke ich ihnen gern, wenn sie Interesse haben. Weiterhin ihnen und allen Barfußgehern viel Freude auf leichtem Fuß zu wandeln. Lieber Gruß aus Schleswig-Holstein Doris Greve-Lorenzen

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    • Sabrina Fox
      Sabrina Fox says:

      Liebe Doris Greve-Lorenzen,
      das klingt ja hochspannend. Ich habe mir Ihren Artikel unter bauchselbstmassage durchgelesen. Unser Bauch wird ja oft ignoriert – von mir könnte er auch mehr Aufmerksamkeit bekommen. Ich habe Ihnen eine Email geschrieben. Herzlichen Dank,
      Sabrina

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  7. Astrid
    Astrid says:

    Hallo Sabrina,
    vielen Dank für deinen Bericht über das Barfuss gehen. Ich habe davon gelesen, bevor dein Buch rauskam und mir die Barfussschuhe „aktiv“ von Leguano für draußen erst in weiß und später in schwarz gekauft. Zu Hause, im Fitnessstudio, auf der Wiese und oft auf der Arbeit laufe ich barfuss und bin begeistert. Meine schönen anderen Schuhe interessieren mich nicht mehr besonders. Wenn ich meine Füße darin einsperre, wollen sie bald wieder an die Luft. Alle Vorteile, die du beschreibst, kann ich bestätigen. Ich kann noch hinzufügen, dass ich mich mit Barfussschuhen überall zu Hause fühle, z. B. im Auto, auf dem Fahrrad, im Flugzeug. Beim Wandern ist mir aufgefallen, dass ich auf abschüssigen Wegen mit Schotter viel sicherer bin, als mit Wanderschuhen. Es hat ein bisschen gedauert, bis ich den Ballengang drauf hatte und ich übe täglich weiter.
    Vielen, vielen Dank, dass du deine Erfahrungen geteilt hast!
    Liebe Grüße
    Astrid

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  8. Natalie
    Natalie says:

    Liebe Sabrina

    Mich hat schon immer das Verhältnis zwischen Körper, Seele und Energie interessiert. Ich habe mich bisher nur auf Sexualität konzentriert. Es macht schon Sinn das, wenn man die Welt barfuss erlebt, sich unsere Energie verändert und das sich unsere Erfahrung und unser Bewusstsein sich erweitern. Find ich schon eine tolle Idee. Wie würdest Du vorschlagen mit Barfusslaufen anfangen? Ich nehme an, dein Experiment ist jetzt zu Ende und Du läufst nicht mehr barfuss?

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    • Sabrina Fox
      Sabrina Fox says:

      Liebe Natalie, ich gehe immer noch barfuß – wenn man es mal angefangen hat, will man nicht mehr aufhören …grins. Wie ich vorschlagen würde, mit dem Barfußgehen anzufangen? Einfach die Schuhe ausziehen und dann auslassen, bis die Füße sagen: Es reicht.
      Ich habe in meinem Buch „Auf freiem Fuß“ mein erstes Jahr barfuß beschrieben und auch die diversen Themen dazu angesprochen. Ich habe im Juli angefangen. November ist vielleicht als Anfang nicht ganz einfach …lach …aber warum nicht?
      Herzlichst,
      Sabrina

      Antworten
  9. Daniel Oswald
    Daniel Oswald says:

    Liebe Sabrina
    Ich habe dein Buch gelesen, weil ich schon seit längerer Zeit viel barfuss laufe. Waldspaziergänge, Wanderungen, Schnee und Regen gehören zu meinen Lieblingserlebnissen.
    Da Zürich ideal ist für barfuss Gänger würde es mich freuen mit dir einen barfuss-Ausflug durch bzw. um Zürich zu machen. Vielleicht klappt es wenn du das nächste Mal in der Schweiz bist?
    Liebe Grüsse
    Daniel

    Antworten
    • Christian
      Christian says:

      Hallo Sabrina,

      ich bin eben auf deine Internetseite gestolpert und bin in der „Barfußabteilung“ hängengeblieben ,-)
      All meine eigenen Barfußerfahrungen finden sich 1:1 in deinen wieder.

      Die Füße brauchen eine gewisse Zeit, sich an das Barfußlaufen zu gewöhnen.
      Sie haben zwar das „Wissen“, wie es funktioniert, aber durch das tragen von Schuhen, haben wir es ihnen abtrainiert. Sie müssen es gaaanz langsam, Schritt für Schritt, wieder lernen.
      Ich habe im Septembermonat angefangen, und das den kompletten Winter durchgezogen.
      Allerdings auch mit Pausen. Einmal habe ich 2 Wochen am Stück pausiert. Es braucht auch sehr lange, bis sich die Lederhaut soweit entwickelt hat, dass kleine Steinchen nicht mehr „nerven“.
      Ich kann nur sagen, dass ich anfangs ebenfalls kalte Füße hatte, und dass sich das dann aber sehr schnell gelegt hat, und ich seit Jahren immer zwei warme Glühfüßchen habe 😉

      Habe Geduld, gehe manchmal einen kleinen Schritt zurück, er wird Dich weit nach vorne bringen…

      Liebe Grüße

      vom Barfußdichter 😉

      Antworten
  10. Mona
    Mona says:

    Liebe Sabrina, mir fehlt noch der Mut, in der Öffentlichkeit Barfuß zu laufen 😉 Zu Hause, im Haus und Garten laufe ich immer Barfuß und genieße es. Eine Frage stellt sich mir…bekommt man viel Hornhaut an den Füßen oder ist es wowöglich gerade anders herum, dass Schuhträger viel Hornhaut bekommen?

    Antworten
    • Sabrina Fox
      Sabrina Fox says:

      Liebe Mona, normalerweise entsteht Hornhaut, weil die Nervenden der Haut sich durch Reibung zurückziehen. Also eher in Schuhen. Natürlich werden die nackten Füße, wenn viel benutzt ..lach … dichter. Das ist aber keine abgestorbene „Hornhaut“ wie wir sie kennen, sondern eher eine dickere Haut, die sehr gut durchblutet wird. Ich habe einen kleinen Bimschwamm mit dem ich meine Füße auch reinige und das reicht völlig. Und das mit dem Mut ist so eine Sache … man wird nur mutiger durchs ausprobieren. Sonst ist das eine Übung für das Gehirn und das kann sich das gar nicht vorstellen. Also mit kleinen Schritten anfangen. Mal von Zuhause zum Briefkasten. Mal eine kleine Strasse, ein kleiner Weg – und dann das Stück für Stück verlängern. Viel Spass!

      Antworten
      • Christoph
        Christoph says:

        Liebe Sabrina, vielen Dank für deine Hinweise .
        Ich selbst wurde durch dein Buch inspiriert, mehr barfuß zu laufen und laufe seit einem Jahr in meiner Wohnung durchgängig barfuß.
        Nun wollte ich es auch in der Öffentlichkeit umsetzen und habe meinen Urlaub und das schöne Wetter in dieser Woche genutzt es auszuprobieren. Auch ich hatte wie Mona anfangs nicht den Mut es konsequent durchzuführen und „klein“ begonnen, indem ich auf meine Flipflops vermehrt in kleineren Straßen, beim Bäcker oder an der Tankstelle verzichtet habe.
        Heute hatte ich den Mut vollständig barfuß durch die Fußgängerzone in Saarbrücken zu laufen und interessanterweise nahmen viele Menschen meine Barfüßigkeit nicht wahr bzw. schauten fast ausnahmslos ganz normal auf meine blanken Füße. Ich hatte danach den Mut zu meinem ersten vollständigen Barfußtag.
        Insofern kann ich Mona nur animieren den Mut zum Barfußlaufen in der Öffentlichkeit auszuprobieren und diese unbeschreibliche Freiheit zu genießen, unabhängig was andere Menschen vereinzelt denken.
        Morgen werde ich meinen ersten Restaurantbesuch barfuß wagen und hoffen, dass ich am Montag meine Chefin, welche grundsätzlich sehr tolerant ist, von meiner neuen Freiheit, der Barfüßigkeit, überzeugen kann.
        Herzlichen Dank an dich Sabrina für diese Inspiration eine neue Freiheit im Leben zu genießen und dir liebe Mona wünsche ich den Mut das tolle Barfussgefühl – wie ich – auch in der Öffentlichkeit zu genießen.
        Liebe Grüße Christoph

        Antworten

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  1. […] ungewöhnlichen Experiments. In „Auf freiem Fuß – Ein Jahr ohne Schuhe?“ beschreibt die Autorin, was sie zum dauerhaften Barfußlaufen gebracht hat und wie es ihr damit ergangen ist. Persönlich, […]

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